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Teltow-Fläming Bauarbeiten auf dem Mauerweg
Lokales Teltow-Fläming Bauarbeiten auf dem Mauerweg
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00:19 05.08.2017
Projektleiter Magnus Tornow, Revierförster Stefan Voigt und Bauleiter Frank Buß (v.l.) koordinieren die Arbeiten auf dem Mauerweg bei Mahlow. Quelle: Foto: Christian Zielke
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Mahlow

Es gibt wohl keinen Weg in und um Berlin, der derart geschichtsträchtig ist wie der Mauerweg. Wo sich heute Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer wie selbstverständlich tummeln, lag vor nicht mal 30 Jahren eine der am stärksten bewachten Staatsgrenzen. Wer sie versuchte zu überwinden, musste damit rechnen, dies nicht zu überleben. Zahlreiche Gedenktafeln erinnern heute an die Mauertoten.

Fast 28 Jahre nach dem Mauerfall sind längst Bäume über den ehemaligen Todesstreifen gewachsen. Der Mauerweg, den die Truppen der DDR-Armee NVA als Postenweg genutzt haben, ist in die Jahre gekommen. Zwischen Mahlow und Birkholz wird derzeit ein 2,3 Kilometer langes Teilstück erneuert. Magnus Tornow ist der zuständige Projektleiter der Firma Delphicon aus Berlin. „Der alte Weg war kaputt“, sagt er. Querfugen im Asphalt machten das Radfahren beschwerlich. Die Unebenheiten haben sich gebildet, weil die unter dem Asphalt liegenden Betonplatten durch Frost und Baumwurzeln zerbröselt und verschoben waren.

Der historische Weg, von dem bisher keiner genau weiß, wann er gebaut wurde, landet keinesfalls auf der Deponie. Maschinen haben Beton und Asphalt abgefräst und zermahlen. Der alte Mauerweg bildet das Fundament für den neuen. „Das war möglich, weil wir keine Schadstoffe gefunden haben“, sagt Magnus Tornow.

Auf dem neuen Radweg können Radfahrer und Inline-Skater demnächst wieder holperfrei durch die Wälder und Felder gleiten. Der Asphalt wird 3,20 Meter breit sein. Das ist zwar etwas schmaler als ursprünglich, doch weil der alte Weg schon teilweise zugewuchert war und die Ränder bröckelten, werde der Unterschied kaum auffallen, sagt Magnus Tornow. Man habe, unter strenger Aufsicht der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Teltow-Fläming, die Chance genutzt, entlang des Wegs das Unterholz auszulichten. Gefällt werden durfte nur, wo keine Nester von Vögeln oder Eichhörnchen standen.“ Im Zweifel musste der Baum stehen bleiben“, sagt Magnus Tornow.

Der erst vor rund 25 Jahren gepflanzte Wald hat sich prächtig entwickelt – sehr zur Freude von Stefan Voigt von der Revierförsterei Berlin-Wuhlheide. Er ist für den Mauerweg im Berliner Süden zuständig. „Zwischen Mahlow und Großbeeren ist einer der meistbefahrenen Abschnitte“, sagt er. Die Route gehört zum Radweg, der von Berlin nach Leipzig. Trotz der Sperrung kommt man trotzdem ans Ziel, denn es gibt ausreichend Feld- und Wirtschaftswege, die in einem einigermaßen fahrradfreundlichen Zustand sind. „Oft fragen uns die Leute, wie sie fahren sollen“, sagt Frank Buß, Bauleiter der Firma Berger Bau. Die meisten hätten Verständnis für die Bauarbeiten.

Am 18. August soll die derzeit gesperrte Strecke wieder freigegeben werden. In den kommenden Tagen finden die Verdichtungsarbeiten statt. „Ein fester Untergrund ist wichtig“, sagt Magnus Tornow. Der Regen der vergangenen Wochen hat den Boden aufgeweicht. „Wir sind aber im Plan“, sagt Frank Buß. Einen großen Teil der Arbeit erledigen Maschinen und die arbeiten bei fast jedem Wetter. Ende kommender Woche, hofft er, wird die oberste Asphaltschicht aufgetragen.

Von Christian Zielke

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