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Bauausschuss befürwortet Nord-Süd-Verbinder

Rangsdorf Bauausschuss befürwortet Nord-Süd-Verbinder

In Rangsdorf will man den zweiten Ausweg. Der Nord-Süd-Verbinder soll den innerörtlichen Verkehr eindämmen und eine zusätzliche Querung der Bahn möglich machen. Im Bauausschuss befürwortete man die Pläne für die neue Straße – auch, weil das Land mit dem geplanten Verkauf des Bücker-Werkes Bewegung in die Sache bringen könnte.

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Der Bahnübergang Pramsdorf könnte eines Tages durch eine Brücke ersetzt werden.

Quelle: Zielke

Rangsdorf. Bei allen Vorteilen, die der neue Tunnel in Rangsdorf bietet, bleibt er ein Nadelöhr und die einzige Verbindung zwischen Ost- und Westteil. Seit Jahren gibt es Bemühungen um einen weiteren Ausweg auf Höhe des bisherigen Bahnübergangs Pramsdorf. Der Bauausschuss befürwortete am Dienstag einstimmig die Pläne für den Nord-Süd-Verbinder.

Bücker-Flächen werden ausgeschrieben

Die Diskussion mutete zuweilen bizarr an, als es darum ging, ob man entlang der Straße wie gefordert ältere Bäume anpflanzt, die zwar einen dickeren Stamm haben, dafür aber schlechter anwachsen und teurer sind als junge Bäume. Tatsächlich ist die Straße bislang eine Illusion, deren Bau in den Sternen steht. Immerhin: Das Land hat bereits zugesagt, 30  Prozent des Gemeindeanteils an den Kosten zu fördern. In Rangsdorf will man vorbereitet sein für den Fall, dass das Bücker-Gelände eines Tages aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Wie Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) mitteilte, will das Land die Fläche des ehemaligen Flugplatzes und Flugzeugwerks im Oktober zum Verkauf ausschreiben. Wenn Investorenpläne und die Vorstellungen der Gemeinde, dort ein Sportforum zu etablieren, wahr werden, kommt dem Nord-Süd-Verbinder die entscheidende Erschließungsfunktion zu. Er soll verhindern, dass sich der Verkehr durch die Wohnstraßen schlängelt.

Verbindung am Bahnübergang Pramsdorf

Auf Höhe des jetzigen Bahnübergangs Pramsdorf soll er auf den Ost-West-Verbinder treffen, der von der Feng-Shui-Siedlung am Pramsdorfer Berg vorbei führt und über eine Brücke die Bahn queren soll. Diese ist bislang nur einspurig und mit steiler Rampe für Traktoren geplant. „Die Mehrkosten für eine zweispurige Brücke zahlt die Gemeinde“, sagte der Bürgermeister.

Wegen des Landschaftsschutzgebietes Notte-Niederung hält der sachkundige Einwohner Reinhard Baier die Ost-West-Route für „kaum realisierbar“. Im weiteren Verlauf sei die Straße nach Groß Machnow ebenfalls in einem schlechten Zustand und die Kreuzung an der B96 unterdimensioniert. Wie Bürgermeister Rocher mitteilte, befinde man sich derzeit in Gesprächen mit der interkommunalen Gesellschaft BADC über Maßnahmen an der Powesee-Niederung, die zwischen Groß Machnow und dem Bahnübergang Pramsdorf liegt. Dort könnte eine Straßenbrücke entstehen, die auch für Fischotter passierbar ist.

Hintergrund

Der Nord-Süd-Verbinder soll am Kreisverkehr an der Seebadallee beginnen und auf rund 2,5 Kilometern Länge westlich entlang der Bahnstrecke führen.

Einen ersten Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans hat die Gemeinde schon am 17. April 2008 gefasst.

Folgt die Gemeindevertretung am 29. September dem Votum des Bauausschusses, werden die Planungen ein drittes Mal für einen Monat öffentlich ausgelegt.

Von Christian Zielke

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