Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Baubehörde wehrt sich gegen Kritik

Fleischerei Bendig Baubehörde wehrt sich gegen Kritik

Der Leiter der Unteren Bauaufsicht des Kreises Teltow-Fläming, Norbert Jurtzik, verteidigt seine Entscheidung zur Fleischerei Bendig. Er habe keinen Spielraum gehabt, eine Küche mit Lieferverkehr ab 4 Uhr morgens sei in einem Mischgebiet nicht genehmigungsfähig. Und das wisse die Fleischerei eigentlich auch schon seit den 90er Jahren.

Voriger Artikel
DRK ehrt Fördermitglieder
Nächster Artikel
Musikalische Zeitreise

Die Fleischerei Bendig in Mahlow

Quelle: Christian Zielke

Mahlow. Norbert Jurtzik, der Leiter der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises, wehrt sich gegen Kritik im Fall Bendig. Seine Behörde habe nach Recht und Gesetz gehandelt, als sie die Baugenehmigung für die Küche der Mahlower Fleischerei abgelehnt hat. „Wer behauptet, es gebe einen Ermessensspielraum, der irrt“, sagte Jurtzik. Das Baugesetzbuch verbiete einen Betrieb mit starker Geruchsbelästigung und einem Lieferverkehr ab 4 Uhr morgens, und das auch an Sonn- und Feiertagen, in einem Mischgebiet. Dort seien nur Betriebe zulässig, die das Wohnen nicht wesentlich stören. Dazu zählt zwar das Fleischerei-Geschäft, nicht jedoch die Küche samt Partyservice.

Zwischen Wohnen und Gewerbe sei gegenseitige Rücksichtnahme unabdingbar, so Jurtzig. Schon in den 90er Jahren habe er die Firma auf diese Bedenken aufmerksam gemacht. „Als verantwortungsvoller Unternehmer hätte Herr Bendig dafür sorgen müssen, dass sein Betrieb in ordentlichen Bahnen läuft“, so Jurtzik. Ein Grundstück in Mahlow-Dorf, das er mit Rainer Bendig in den 90er Jahren besichtigt habe, sei für die Auslagerung geeignet gewesen, wozu es aber dann nicht gekommen sei.

Offenbar hat die Firma Bendig 1993 nicht alle für eine Baugenehmigung erforderlichen Unterlagen abgegeben, als die ehemalige Schmiede zur Küche umgebaut werden sollte, weshalb es damals keine Genehmigung gab. „Wahrscheinlich ist die Information im Zuge der damaligen Kreisfusion untergegangen“, so Jurtzik. Deshalb war von der fehlenden Genehmigung nichts bekannt. In den Archiven habe er weder eine Genehmigung noch eine Ablehnung gefunden, die damaligen Sachbearbeiter sind pensioniert oder verstorben. Die Firma konnte auch keine Genehmigung vorlegen.

Dieser Makel sei der Behörde erst viele Jahre später aufgefallen, als Nachbarn sich über den Küchengeruch beschwert haben. Diese, so Jurtzik, hätten ein Recht auf Rücksichtnahme. Während tagsüber von 6 bis 22 Uhr die Anwohner Rücksicht auf das Gewerbe nehmen müssten, kehre sich das Rücksichtnahmegebot nachts und an Sonn- und Feiertagen um. Dann stehe die Wohnruhe im Vordergrund, das Gewerbe müsse Rücksicht nehmen. Im Bauantrag sei der Betrieb für jeden Tag ab 4 Uhr beantragt worden. Das gehe deswegen nicht und habe abgelehnt werden müssen.

Info: Auf CDU-Antrag befasst sich am Montag der Kreisausschuss mit dem Fall. | Solidarität mit Fleischerei bei Facebook

Von Christian Zielke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg