Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Baubehörde wehrt sich gegen Kritik
Lokales Teltow-Fläming Baubehörde wehrt sich gegen Kritik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:20 19.10.2015
Die Fleischerei Bendig in Mahlow Quelle: Christian Zielke
Anzeige
Mahlow

Norbert Jurtzik, der Leiter der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises, wehrt sich gegen Kritik im Fall Bendig. Seine Behörde habe nach Recht und Gesetz gehandelt, als sie die Baugenehmigung für die Küche der Mahlower Fleischerei abgelehnt hat. „Wer behauptet, es gebe einen Ermessensspielraum, der irrt“, sagte Jurtzik. Das Baugesetzbuch verbiete einen Betrieb mit starker Geruchsbelästigung und einem Lieferverkehr ab 4 Uhr morgens, und das auch an Sonn- und Feiertagen, in einem Mischgebiet. Dort seien nur Betriebe zulässig, die das Wohnen nicht wesentlich stören. Dazu zählt zwar das Fleischerei-Geschäft, nicht jedoch die Küche samt Partyservice.

Zwischen Wohnen und Gewerbe sei gegenseitige Rücksichtnahme unabdingbar, so Jurtzig. Schon in den 90er Jahren habe er die Firma auf diese Bedenken aufmerksam gemacht. „Als verantwortungsvoller Unternehmer hätte Herr Bendig dafür sorgen müssen, dass sein Betrieb in ordentlichen Bahnen läuft“, so Jurtzik. Ein Grundstück in Mahlow-Dorf, das er mit Rainer Bendig in den 90er Jahren besichtigt habe, sei für die Auslagerung geeignet gewesen, wozu es aber dann nicht gekommen sei.

Offenbar hat die Firma Bendig 1993 nicht alle für eine Baugenehmigung erforderlichen Unterlagen abgegeben, als die ehemalige Schmiede zur Küche umgebaut werden sollte, weshalb es damals keine Genehmigung gab. „Wahrscheinlich ist die Information im Zuge der damaligen Kreisfusion untergegangen“, so Jurtzik. Deshalb war von der fehlenden Genehmigung nichts bekannt. In den Archiven habe er weder eine Genehmigung noch eine Ablehnung gefunden, die damaligen Sachbearbeiter sind pensioniert oder verstorben. Die Firma konnte auch keine Genehmigung vorlegen.

Dieser Makel sei der Behörde erst viele Jahre später aufgefallen, als Nachbarn sich über den Küchengeruch beschwert haben. Diese, so Jurtzik, hätten ein Recht auf Rücksichtnahme. Während tagsüber von 6 bis 22 Uhr die Anwohner Rücksicht auf das Gewerbe nehmen müssten, kehre sich das Rücksichtnahmegebot nachts und an Sonn- und Feiertagen um. Dann stehe die Wohnruhe im Vordergrund, das Gewerbe müsse Rücksicht nehmen. Im Bauantrag sei der Betrieb für jeden Tag ab 4 Uhr beantragt worden. Das gehe deswegen nicht und habe abgelehnt werden müssen.

Info: Auf CDU-Antrag befasst sich am Montag der Kreisausschuss mit dem Fall. | Solidarität mit Fleischerei bei Facebook

Von Christian Zielke

Teltow-Fläming Erste Holzauktion in Jüterbog - Hackklötze und Futter für die Heizung

Wann immer in Jüterbog Bäume gefällt werden, landet das Holz beim Bauhof. Bisher ließ die Stadt das Altholz stets entsorgen, aber das kostet Geld. Um zumindest ein bisschen davon zu sparen, veranstaltete die Stadt am Sonnabends erstmals eine Holzauktion – und wurde dabei das Meiste gleich früh morgens an die Nachbarn los.

22.10.2015

Seit 1953 diente Helga Liebert als Krankenschwester dem Deutschen Roten Kreuz. Dafür wurde sie – wie andere langjährige Fördermitglieder – beim Herbstfest des DRK-Kreisverbandes geehrt. Es ging auch um die Herausforderungen für den Verband – und die Wasserwacht überraschte mit einer eigenwilligen Modenschau.

22.10.2015
Teltow-Fläming Theateraufführung in Rangsdorf - Napoleon vor dem Nürnberger Tribunal

Wie wäre es gewesen, wenn sich Napoleon vor dem Nürnberger Kriegsverbrechertribunal hätte verantworten müssen? Damit beschäftigt sich ein Stück, dass die Rangsdorfer Theatergruppe Buntspecht nun auf die Bühne gebracht hat. Es war bereits ihr zweites Stück in diesem Jahr.

22.10.2015
Anzeige