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Bauern zufrieden mit Spargelsaison 2016

Dahmeland-Fläming Bauern zufrieden mit Spargelsaison 2016

Der nasse und kalte April hat den Spargelbauern der Region anfangs Sorgen bereitet, aber Mai und Juni haben alles wieder wett gemacht. Wer in diesem Jahr noch einmal heimischen Spargel essen will, sollte sich an diesem Wochenende auf die Socken machen – bevor es zu spät ist.

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Spargel aus der Region gibt es höchstens noch ein paar Tage.

Quelle: Fotolia

Dahmeland-Fläming. Wer in diesem Jahr noch einmal Spargel aus der Region essen möchte, sollte sich beeilen, denn in diesen Tagen endet die Saison. Die Erntehelfer aus Polen und Rumänien machen sich so langsam auf den Heimweg und die Spargelbauern haben gut zu tun mit den Formalitäten vor der Abreise. Immerhin, 2016 wird als gute Saison in Erinnerung bleiben.

„Die Saison war nicht schlecht, weil wir in diesem Jahr relativ früh beginnen konnten“, sagt Marc Hoffmann vom Spargelgut Diedersdorf. Der kalte und nasse April hat das Ergebnis zwar gedämpft, aber Mai und Juni haben zuverlässig trockenes und warmes Wetter geliefert: „Wir haben jetzt insgesamt über drei Monate geerntet, wir können uns nicht beschweren“, sagt Marc Hoffmann. Insgesamt 180 Erntehelfer aus Polen und Rumänien haben ihn in diesem Jahr unterstützt. Der Freitag ist der letzte Erntetag dieses Jahres.

Noch bis kommende Woche Spargel

Das Restaurant auf dem Hof ist aber noch bis Sonntag geöffnet und im Hofladen können die Kunden mit etwas Glück noch bis Mitte kommender Woche Spargel bekommen. Marc Hoffmann baut vor allem dickere Spargelsorten an, mit einem Durchmesser von etwa 1,6 Zentimetern: „Die Kunden mögen die dicken Sorten lieber als die dünnen“, erklärt Marc Hoffmann. „Und für die Helfer sind sie leichter zu stechen, unterm Strich sind also die Produktionskosten geringer.“ Der Nachteil: Dicke Sorten lassen sich weniger häufig ernten, etwa sechs bis zehn Stangen wirft eine Pflanze pro Saison ab. Bei dünnen Sorten könne es auch 15 sein.

Mit dem Ende der Saison endet freilich nicht die Arbeit auf den Feldern. „Bis Ende Oktober oder Anfang November lassen wir die Pflanzen jetzt wachsen, pflegen und kultivieren sie, bevor wir dann die Dämme für die nächste Saison bauen“, sagt Marc Hoffmann. In diesen Monaten sammeln die Pflanzen Kohlehydrate und lagern Nährstoffe in den Wurzeln ein, damit sie auch 2017 wieder viele Stangen produzieren können.

Zufrieden mit der Saison

Auch Uwe Schieban von der Agrargenossenschaft Unterspreewald in Märkische Heide ist zufrieden mit der zu Ende gehenden Saison. „Wir haben das Ergebnis vom letzten Jahr leicht übertroffen, auch wenn uns im April leider zehn Erntetage gefehlt haben“, so Schieban. 70 Prozent seiner Ware hat er im Hofladen und auf den Märkten der Region verkaufen können. „Wir sind den Kunden sehr dankbar, dass sie die gestiegenen Preise so akzeptiert haben. Die Spargelproduktion ist halt sehr arbeitsintensiv und das wissen die Kunden auch.“

Dabei hat Schieban seine gestiegenen Kosten durch den Mindestlohn von 8,50 Euro nicht eins zu eins an die Kunden weitergegeben. Stattdessen hat die Agrargenossenschaft etwa 50 000 Euro in neue Maschinen und Software investiert, um die Abläufe im Betrieb zu verbessern. Und die Erntehelfer werden nun nach Leistung vergütet: „Dabei hat sich gezeigt, dass die meisten Helfer weit über dem Mindestlohn liegen“, sagt Schieban. Durch die Investitionen hat die Agrargenossenschaft in diesem Jahr auch weniger Helfer gebraucht, knapp 150 meist polnische Arbeiter haben die 100 Festangestellten diesmal unterstützt.

Run auf die letzten Stangen

Bei der Agrargenossenschaft ist heute schon der letzte Tag, an dem man noch Spargel bekommen kann: „Hier läuft schon das Telefon heiß, das ist ein richtiger Run auf die letzten Stangen“, sagt Uwe Schieban. Ruhiger wird es nach diesem Wochenende allerdings nicht, denn inzwischen hat schon die Gurkensaison begonnen.

Von Martin Küper

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