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Baugeschichte und Mönchsdasein

Neues Konzept für Museum Kloster Zinna Baugeschichte und Mönchsdasein

Die Vorbereitungen für die Neugestaltung des Museums Kloster Zinna laufen bereits, auch wenn ein Grundsatzbeschluss zur Sanierung der Neuen Abtei noch fehlt. Ideen für die Raumgestaltung und den Inhalt wurden jetzt vorgestellt, die Feinheiten werden dann in einem Gestaltungskonzept festgelegt. Möglicherweise wird es einen neuen Eingangsbereich geben.

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Die Dauerausstellung in der Neuen Abtei Kloster Zinna soll völlig neu gestaltet werden.

Quelle: Martina Burghardt

Kloster Zinna. Wieder einmal hat es die Politik in der Hand. Die Zukunft des Museums, der Abtei des einstigen Klosters, hängt aktuell an einem Beschluss der Stadtverordneten: Soll das marode Gebäude saniert und die Ausstellung erneuert werden? Eine Fördermittelzusage für die nächsten drei Jahre gibt es bereits. Der Knackpunkt ist jedoch der Eigenanteil. Die Diskussion zwischen den Stadtverordneten und dem Bürgermeister darüber ist noch nicht beendet, oder anders gesagt: Die Haushaltsdebatte hat noch gar nicht begonnen. Im 2015er Etat ist die Abtei nicht enthalten. Sollte die Stadt das Geld tatsächlich nicht aufbringen können, „ist eine Schließung des Klosters unausweichlich“, ließ Bürgermeister Arne Raue (parteilos) die Stadtverordneten im Mai wissen.

Unabhängig von den politischen Entscheidungen haben die Bauvorbereitungen bereits begonnen. Nun liegt auch für die Dauerausstellung in der Neuen Abtei ein Konzept vor, das der Kunsthistoriker und Ausstellungsmacher Bodo-Michael Baumunk diese Woche im Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketingausschuss vorstellte. Seine Gestaltungsvorschläge betreffen sowohl die Raumgliederung als auch den Inhalt.

Hintergrund

Schon die ersten Jahrzehnte der Zisterzienser in Zinna waren eher keine Erfolgsgeschichte.

1179 zerstörten einfallende Pommern und aufständische Wenden das entstehende Gebäude, der Abt kam dabei wohl um.

Mit der Reformation verließen die Mönche das Kloster. Im 18. Jahrhundert wurden Backsteine der einstigen Klostergebäude in der neuen Webersiedlung verbaut.

In dem neu gestalteten Museum sollten demnach drei Schwerpunkte berücksichtigt werden: das Baudenkmal nebst den übrigen Gebäuden der Anlage, die klösterliche Lebenswelt sowie die Bedeutung des Klosters in der Ordens- und Regionalgeschichte. Bau­munk empfiehlt, künftig mehr Menschen mit religiöser Bindung anzusprechen, um neue Besucherkreise zu gewinnen. Für sie sollte, so Baumunk, „ein entsprechender Pfad durch Brandenburg unter Einschluss Zinnas entwickelt werden“.

Nach dem Grundschema wird nun ein Gestaltungskonzept erarbeitet. Falk Kubitza (SPD) interessierte sich unter anderem dafür, wie die Wirtschaftshöfe des Ordens in die Führungen einbezogen werden können. Dazu gibt es jedoch noch keine Details. Denkbar ist, den Abtshof in Jüterbog einzubeziehen, dazu müsste jedoch mit dem Pächter eine Vereinbarung getroffen werden. Reisegruppen, so hieß es, hätten eine „kurze Verweildauer“, sie würden wahrscheinlich nicht noch zusätzlich andere Orte wie die Klosterdörfer besuchen.

Quellen zum geistlichen Leben im Zinnaer Kloster gibt es übrigens kaum. Das Fehlen authentischer Zeugnisse der Klostergeschichte, so Bodo-Michael Baumunk, berge allerdings methodisch eine Chance. „Authentischer Ort und eine – mediale – Bespielung lassen sich sauber voneinander trennen“, sagt er.

Von Martina Burghardt

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