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Baum auf Gartengrundstück gekracht

Luckenwalde Baum auf Gartengrundstück gekracht

Pächter Michael Kupka versteht nicht, warum die Bahn nichts unternimmt. Seiner Ansicht nach ist Gefahr im Verzug. Er ärgert sich nicht nur über die Pappel, die auf sein Gartengrundstück gekracht ist, sondern auch über die Bäume, die schräg am Bahndamm stehen.

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Die Pappel ist durch den Sturm auf den Nussbaum gekracht. Die anderen Pappeln haben sich inzwischen Richtung Bahndamm geneigt.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Als am 28. August in Luckenwalde der Sturm tobte, fiel eine Pappel, die direkt am Bahndamm stand, auf das Pacht-Grundstück von Michael Kupka. Dieses befindet sich in der verlängerten Berliner Straße. Als er den Schaden am Tag darauf entdeckte, meldete er dies sofort dem Eigentümer seines Grundstückes, der evangelischen Kirchengemeinde Luckenwalde sowie der Deutschen Bahn. Zudem informierte Kupka das Ordnungsamt der Stadt und die Polizei. Dort sagte man ihm, dass man dafür nicht zuständig sei.

Dann wandte er sich abermals an die Bahn, denn seiner Kenntnis nach stehen die Pappeln auf dem Gelände der Bahn. Die umgestürzte Pappel hatte einen Teil des Nussbaumes in Mitleidenschaft gezogen, der in diesem Jahr besonders gut getragen hatte. Aber nicht nur der umgestürzte Baum bereitet Michael Kupka Sorgen. Inzwischen sind die zum Teil ausgehöhlten Bäume bis zu 25 Meter hoch, und stehen nur acht Meter von den Gleisen entfernt. „Ich hatte gleich nach dem Sturm Fotos gemacht und jetzt erneut. Es ist deutlich zu erkennen, dass sich die übrigen Pappeln, die noch am Bahndamm stehen, in Richtung Gleise geneigt haben und zum Teil auch gespalten sind“, stellt Kupka fest.

Beim nächsten Sturm knicken weitere Bäume

Deshalb kann er nicht verstehen, warum nicht unverzüglich etwas unternommen wird. Für ihn steht fest: Beim nächsten Sturm knicken weitere Bäume um. Er hat inzwischen die abgebrochenen Äste des Nussbaums zersägt. Die große umgestürzte Pappel liegt jedoch nach wie vor in seinem Garten. „Jetzt durch den Regen ist der Boden zu weich. Mit großer Technik kann man kaum etwas machen ohne das Grundstück total zu zerfahren. Da hätte man eher reagieren müssen“, sagt der Pächter.

Vertreter der Bahn vor Ort

Zwei Vertreter der Bahn haben sich den Schaden vor einigen Wochen angesehen und auch bestätigt, dass die Bäume aus Sicherheitsgründen beseitigt werden müssen. Doch bislang wurde nichts unternommen. Kupka hat an die Kirche Luftbilder geschickt, die deutlich machen, dass sich die Pappel auf dem Gelände der Bahn befindet. Ihm dauert das alles zu lange – dabei müsste er sich nicht um die noch stehenden schiefen Pappeln kümmern, denn er ist nicht der Grundstückseigentümer. „Ich sehe aber das hier Gefahr im Verzug ist. Wenn ich mir überlege, was passieren kann, wenn hier ein ICE mit voller Geschwindigkeit auf einen der umgestürzten Bäume trifft, kann das ganz schlimm enden“, fügt Kupka hinzu.

Wie Gisbert Gahler, Sprecher der Deutschen Bahn AG in Berlin, auf MAZ-Anfrage mitteilte, traten durch diesen Sturm erhebliche Schäden an Bahnanlagen in Luckenwalde auf. Um Arbeiten nicht doppelt in Auftrag zu geben, will man sich seitens der Bahn allerdings vorher genau absichern. Der Vorgang werde geprüft, teilt die Bahn mit.

Von Margrit Hahn

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