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Teltow-Fläming Baumfrevel in Rangsdorf
Lokales Teltow-Fläming Baumfrevel in Rangsdorf
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20:15 29.01.2014
Fassungslos blicken Klaus Noak (l.) und Ernst Krain auf die zerstörten Bäume, die sie einst gepflanzt haben. Quelle: Christian Zielke
Rangsdorf

Ernst Krain und Klaus Noak haben ein Hobby. Die beiden Rentner aus Rangsdorf lieben es, Bäume zu pflanzen. „Das macht uns einfach Freude“, sagt Ernst Krain. 

Auf einem verwilderten Grundstück, wo sich Erlenweg und Tannenforst kreuzen, haben sie schon einen kleinen Wald aufgeforstet. Das Gelände war früher verpachtet und gehört zum Sumpfgebiet des Groß Machnower Sees. Krain und Noak wollten der Natur auf die Sprünge helfen. Einige der Bäume hat Ernst Krain veredelt. Als Imker weiß er, dass holländische Linden für seine Bienen ein besonderer Genuss sind. Doch die Idylle ist bedroht. Unbekannte haben sich an den Bäumen zu schaffen gemacht. Mit einem Messer haben die Täter die Rinde fein säuberlich abgeschält. „Das ist kein Dumme-Jungen-Streich“, sagt Ernst Krain. Wer dahinter steckt, wissen die beiden nicht. „Tiere waren es nicht“, sagt Klaus Noak.

Dafür seien die Schälspuren zu akurat. „Hier hat jemand einen scharfen Gegenstand benutzt“, ist er sich sicher. Er vermutet Anwohner hinter der Tat. „Die wollen nicht, dass ein Blatt in ihren Garten geweht wird.“ Die Bäume, da ist Noak sicher, werden eingehen. Ohne Rinde kann die Flüssigkeit nicht mehr in die Baumkrone gelangen. „Die sind hin über“, sagt Ernst Krain und schüttelt den Kopf. Zehn Jahre haben die beiden die Bäume gegossen und beschnitten. „Wir wollten unserer Nachwelt etwas Schönes hinterlassen“, sagt Ernst Krain, der das Baumveredeln vom Vater gelernt hat. Nun sei alles hinüber. 

Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher kann kaum Hoffnung machen, die Täter zu finden. Da die Schäden schon im Herbst angerichtet wurden, sei es zu spät für eine Strafanzeige. Zudem hält er die Baumpflanzaktionen der beiden Herren für fragwürdig. „Man kann nicht einfach Bäume irgendwohin pflanzen“, sagt Rocher. Eines der Grundstücke gehört der Gemeinde, das andere der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima).  Konsequenzen haben Krain und Noack aber nicht zu befürchten, sagt Rocher. „Sie sollten uns beim nächsten Mal vorher fragen.“

Von Christian Zielke

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