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Teltow-Fläming Baupläne für die neue Ortsmitte liegen aus
Lokales Teltow-Fläming Baupläne für die neue Ortsmitte liegen aus
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00:19 12.11.2017
In Klausdorf wollen Planer und Investor die Bauprojekte „Wohnen in der Ortsmitte“ (l.) und „Wohnen am Mellensee“ in die Tat umsetzen. Quelle: montage: Steffen Pfrogner
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Klausdorf

Eine neues Ortszentrum mit privaten Wohngebäuden und öffentlichem Mellensee-Zugang soll in Klausdorf entstehen. Das sehen die Vorentwürfe der Bebauungspläne „Wohnen am Mellensee“ und „Wohnen in der Ortsmitte“ vor. Alle Unterlagen können bis zum 6. Dezember eingesehen werden.

„Auf diese Weise erfahren interessierte Bürger, was hier passiert“, so Stadtplaner Steffen Pfrogner kürzlich in der Sitzung der Gemeindevertretung. Der Potsdamer erarbeitete beide Pläne in Abstimmung mit Gemeinde und Investor, der in Zossen ansässigen Mellensee Immobilien & Verwaltungs GmbH.

Zuwachs von 250 bis 300 Einwohnern erwartet

„Wir haben aufgezeigt, wie sich der Ortskern entwickelt“, so Pfrogner. Das nur durch den Gipsweg von Rathaus und Einkaufszentrum getrennte Areal „Wohnen in der Ortsmitte“ ist knapp 53 000 Quadratmeter, der Bereich „Wohnen am Mellensee“ cirka 28 000 Quadratmeter groß. Auf den links und rechts der Zossener Straße gelegenen Flächen werden Wohngebäude errichtet. In dem westlich gelegenen Bereich können an der Straße gelegene Gebäude auch Büros, Ateliers, Läden, Arztpraxen, kleine Handwerksbetriebe oder gastronomische Einrichtungen aufnehmen. Pfrogner zufolge wächst Klausdorf um 250 bis 320 Einwohner, wenn alle Grundstücke bebaut werden. Der Mellensee bleibe wie von der Gemeinde gewünscht öffentlich zugänglich.

„Es ist schön, wenn die Uferzone begangen werden kann“, sagte der Klausdorfer Ortsvorsteher Bernd Kosensky (UWG) der MAZ. So eine Promenade wäre eine schöne Sache für Urlauber, die natürlich etwas vom Mellensee sehen wollen. Überhaupt sei das ganze Wohnbauprojekt eine tolle Geschichte. Sowohl der Klausdorfer Ortsbeirat als auch der Bauausschuss der Gemeinde Am Mellensee befürworteten das Projekt. Kosensky zufolge hat es schon etliche Vorstöße für eine mögliche Bebauung der Grundstücke gegeben. Aber daraus sei nie etwas geworden. „Nun hat sich endlich ein Investor gefunden. Was besseres können wir uns gar nicht vorstellen.“ Schließlich seien viele der verpachteten Gärten verwildert. Da wäre es schön, wenn diese Flächen vernünftig hergerichtet und bebaut werden. Laut Planungsunterlagen strebt der Investor eine „weitgehend . . . sozialverträgliche schrittweise Inanspruchnahme erholungsseitig genutzter Grundstücke für eine Wohnbebauung“ an. „Der Investor sollte unbedingt mit den Pächtern der noch genutzten Gärten darüber sprechen, ob sie die Grundstücke nicht vielleicht erwerben und weiter zu Erholungszwecken nutzen wollen“, rät Kosensky. Schließlich hätten die Pächter früher eine Menge Geld in ihre Freizeitdomizile gesteckt.

Baudenkmal Fabrikantenvilla sollte erhalten bleiben

Weiter spricht sich der Ortsvorsteher für den Erhalt eines Baudenkmals auf dem Grundstück Zossener Straße 23 aus. Dabei handelt es sich um das ehemalige Ziegeleibesitzergehöft mit Wohnhaus, Toranlage, Hofgebäuden. Im hinteren Teil stehen die gleichfalls denkmalgeschützten Reste eines Rührwerkes. „Das sind nur noch Fragmente“, so Kosensky. Der Erhalt dieses Denkmals mache nur Sinn, wenn man es repariert, damit sich die Leute etwas anschauen können.

Einsichtnahme in die Pläne im Rathaus, Klausdorf, Zossener Straße 21 c, 9-12, Di. 9-12/13-16, Mi. 9-12, Do. 9-12 /13-18, Fr. 9-12 Uhr oder unter www.gemeinde-am-mellensee.de.

Von Frank Pechhold

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