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Teltow-Fläming Bauprojekt in der Warteschleife
Lokales Teltow-Fläming Bauprojekt in der Warteschleife
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07:10 25.10.2016
Rollstuhlfahrer benötigen kräftige Helfer, um derzeit überhaupt in das Gerichtsgebäue gelangen zu können. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Das Luckenwalder Amtsgericht ist nach wie vor nicht barrierefrei. Evelin Kierschk hatte die AG Barrierefreiheit zum Vor-Ort-Termin eingeladen und nicht einmal die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft kamen am Montag pro­blemlos ins Gebäude. Für Rollstuhlfahrer Hartmut Schulze mussten erst die Johanniter angefordert werden, die ihn samt Rollstuhl die Treppen hoch bugsierten. „Wer eine Vorladung bekommt, erhält automatisch die Mitteilung, dass das Amtsgericht nicht barrierefrei ist“, sagt Roswitha Neumaier, Direktorin am Amtsgericht. Auch sie hofft, dass mit dem Ende der Bautätigkeit zwei Fahrstühle in Betrieb genommen werden – einer am Anbau und der zweite am Haupthaus, in dem alle öffentlichen Verhandlungen stattfinden.

Hickhack seit fünf Jahren

„Wir beschäftigen uns seit Mai 2012 mit dem Amtsgericht in Luckenwalde“, sagt Evelin Kierschk. Vor fünf Jahren hatte sie an den damaligen Justizminister Volkmar Schöneburg (Linke) geschrieben und darum gebeten, dass im Zuge der Baumaßnahmen Hindernisse für Behinderte, ältere Menschen und Eltern mit kleinen Kindern beseitigt werden. Inzwischen wurde ein Teil der Bauarbeiten abgeschlossen. Doch seit Sommer vergangenen Jahres ruht der Bau.

Vor wenigen Wochen gab es eine Sitzung, an der auch der Bauherr, der Brandenburgische Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen teilnahm. Dabei ging es um die Themen Barrierefreiheit, Brandschutz und Sicherheit. „Die Pläne liegen vor und gehen jetzt ans Ministerium. Wenn es so genehmigt wird, kann mit dem Anbau im Frühjahr begonnen werden“, stellt Roswitha Neumaier in Aussicht. Momentan könne man nichts anderes tun, als das Genehmigungsverfahren abzuwarten.

Die Mitglieder AG Barrierefreiheit mit der Direktorin des Amtsgerichts, Roswitha Neumaier (r.) beim Vor-Ort-Termin im Gericht. Quelle: Margrit Hahn

Guido Seidelmann von der AG Barrierefreiheit versteht nicht, warum der gesamte Bau nicht längst fertig gestellt ist. Ursprünglich sollte 2016 alles abgeschlossen sein, dafür standen auch 400 000 Euro bereit. „Mich würde interessieren, was mit den Schäden ist, die an den bereits vollzogenen Bauarbeiten entstanden sind“, so Seidelmann.

Das Bauvorhaben im Auge behalten

Diese Frage hatte auch der Landtagsabgeordnete Erik Stohn (SPD) kürzlich an das Justizministerium gerichtet. Als Antwort hieß es, dass durch die restaurierten Bunt- und Bleiglasfenster bei Starkregen Wasser eindringt. Dieses ist an der frisch restaurierten Wand bis auf das Treppenpodest gelaufen. Zum Glück sei weder an der Wand noch an dem Podest Schaden entstanden. Um ein Eindringen von Wasser und Schmutz in den Keller zu verhindern, soll zusätzlich eine Außentür eingebaut werden.

Die AG Barrierefreiheit will das Bauvorhaben auch weiterhin im Auge behalten und darauf drängen, dass es endlich vorwärts geht. „Uns geht es mit den Fahrstühlen nicht nur um Barrierefreiheit, die Aufzüge sollen auch den Mitarbeitern eine Arbeitserleichterung bringen“, sagt Rollstuhlfahrer Hartmut Schulze. Er schaute sich am Montag auch die behindertengerechte Toilette im Hauptgebäude an. Dort gab es allerdings nicht auszusetzen.

Von Margrit Hahn

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