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Baurecht für Vorderste Hohe in Aussicht

Siethen Baurecht für Vorderste Hohe in Aussicht

Seit Jahren wird der Bau eines Wohngebietes an der Vordersten Hohe in Siethen geplant – nun geht es voran. Der Bauausschuss von Ludwigsfelde beschäftigt sich am Mittwoch mit dem Vorhaben, demnächst könnte das Baurecht erteilt werden. Nur der Vorhabenträger ist inzwischen ein anderer.

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Im Ludwigsfelder Rathaus wird über das Baurecht entschieden.

Quelle: Schlage

Ludwigsfelde. Mit einem Dauerbrenner befassen sich heute Abend die Mitglieder im Bauausschuss von Ludwigsfelde: mit dem seit mehr als 20 Jahren immer wieder modifizierten Bauvorhaben Vorderste Hohe im Ortsteil Siethen. Einst hatte eine Gruppe von Berliner Freundesfamilien um den früheren Philharmonie-Dirigenten Gernot Schulz dort ihren Altersitz bauen wollen. Schulz gehörten damals dort auch einige Flurstücke, ob das heute noch so ist, ist unklar. Auskunft darüber gibt es im Rathaus Ludwigsfelde nicht, das sei reine Privatsache.

Schulz hatte das Projekt mit ursprünglich 73, später 36 geplanten Grundstücken lange vor der Jahrtausendwende auf dem Gelände am Berliner Weg begonnen. Da hatte Siethen noch gar nicht zur Stadt Ludwigsfelde gehört, sondern war ein Ort im Amt Ludwigsfelde-Land. Diese Strukturänderung in der Verwaltung, jede Menge Planungs- und Gesetzesänderungen in Brandenburg beziehungsweise bei der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg sowie die Änderung von Lebensumständen Beteiligter haben dazu geführt, dass es inzwischen einen ganz anderen Vorhabenträger gibt: die Berliner Wall Planungsgesellschaft. Unter dem seit Jahren zunehmenden Siedlungsdruck auf die Hauptstadt-Umlandgemeinden geht es jetzt auch bei diesem Uralt-Vorhaben weiter.

Einfamilienhäuser und Doppelhäuser geplant

Dass dort Baurecht geschaffen werden soll, hatten die Stadtverordneten von Ludwigsfelde jüngst bereits noch einmal beschlossen. Zu Jahresbeginn stimmten sie zu, dass dort Einfamilien- und Doppelhäuser gebaut werden dürfen. Jetzt liegt zu dem B-Plan-Gebiet Vorderste Hohe erstmals der Entwurf für einen städtebaulichen Vertrag auf dem Tisch, der zwischen der Firma und der Stadt geschlossen werden soll. Danach könnten am Berliner Weg nun endlich neue Baugrundstücke entstehen. Wie viele, das hängt allerdings von der Grundstücksgröße ab, die der Entwickler nach den Vorstellungen von Interessenten „zuschneidet“. Ausschlaggebend dafür sind die Baufenster, die mit dem bevorstehenden Verfahren festgelegt werden.

Mit dem Vertrag soll geregelt werden, dass der Vorhabenträger die Verfahrens- und die Erschließungskosten trägt, um dann baureife Grundstücke verkaufen zu können. Im Rathaus rechnet man damit, dass sich dort weitere zehn bis 20 Familien ihr neues Zuhause schaffen können. In der Begründung zum Beschlussvorschlag, den der Bauausschuss heute berät, heißt es auch: „Der Vorhabenträger wird mit der Erschließung auch den Berliner Weg mit ausbauen und die Kosten vorfinanzieren.“

Von Jutta Abromeit

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