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Teltow-Fläming Bauschutt illegal auf Pferdemisthaufen gekippt
Lokales Teltow-Fläming Bauschutt illegal auf Pferdemisthaufen gekippt
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00:28 10.03.2018
Bauer Harry Hannemann ist wütend über den illegal auf diesem Pferdemisthaufen abgekippten Bauschutt. Quelle: Frank Pechhold
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Glienick

Müllberg auf Misthaufen. Wegen dieses Umweltfrevels auf einer von ihm gepachteten Wiese schiebt Bauer Harry Hannemann Frust. Der Glienicker Landwirt will die Schandtat bei der Polizei anzeigen. Wenn niemand ermittelt wird, bleibt er auf den Entsorgungskosten für den Mistberg-Müll sitzen.

„Bisher habe ich Glück gehabt“, sagt Hannemann. Aber wenn jemand so eine Abfall-Fuhre aufs Feld kippt, dann habe man ein Problem. Das besteht in diesem Fall aus Pferdemist, der stellenweise mit Bauschutt bedeckt ist. Der Pferdemist liegt seit zwei Wochen auf einer Pachtwiese in Glienick. Weil dieser Naturdünger viel Stickstoff enthält, darf er erst verteilt werden, wenn der Boden frostfrei ist und ihn aufnehmen kann. Bis zum Dünge-Datum will Hannemann den Bauschutt entsorgen: Styropor-, Dämmstoff- und Gasbetonstücken. „Das ganze Dreckszeug muss ich jetzt mit der Hand ab sammeln.“ Schätzungsweise drei Arbeitsstunden gehen dabei drauf. Diese Zeit fehlt dem Landwirt für andere Arbeiten in dem kleinen Familienbetrieb.

Genug Stoff für ein Müll-Tagebuch

„Wir bewirtschaften in und um Glienick mehr als 100 Hektar eigene und gepachtete Flächen“, sagt Harry Hannemann. Überwiegend werden Futtermittel für Pferde – Heu und Hafer – produziert.

Wenn Hannemann mit dem Traktor auf der Landstraße zum Acker tuckert, könnte er ein Müll-Tagebuch schreiben. „Auf dem Trecker sitzt man ja wesentlich höher als im Auto und hat einen viel besseren Überblick“, sagt Harry Hannemann. An den Straßenrändern liegen jede Menge Papier und Plastiktüten. „Dabei kann man das alles kostenfrei in der blauen Tonne oder dem gelben Sack entsorgen“, so Hannemann. Auch anderen Müll werde man für wenig Geld legal los. Trotzdem würden massenweise Bauschutt, Steine, Scheiben und alte Mopeds einfach irgendwo abgestellt. „Dabei müsste niemand die Umwelt mit solchen Dingen verschandeln.“

Berüchtigter Unrat-Abladeplatz

Aber die Realität sieht anders aus. Das weiß auch Harry Hannemann. Bei seinen Trecker-Touren übers Land bekommt er genau mit, wie viel achtlos aus den Autos geworfener Müll auf den Feldern liegt. „Das ist Wahnsinn!“

Auch in Glienick gebe es zahlreiche Müllabladestellen. Ein berüchtigter Platz befindet sich an der Landstraße kurz vor Dabendorf. Dort stehen zwei Brückenpfeiler einer in der Hitler-Ära begonnenen Bahntrasse. An diesem Ort lagen am Dienstag ein Bauschutthaufen und blaue Tüten mit Dämmplatten-Stücken. „Obwohl die Stadt Zossen hier andauernd den Müll weg räumen lässt, liegt ein paar Tage später schon wieder Unrat da“, sagt Hannemann.

Hannemann: „Rechtssprechung ist viel zu lasch“

Für die Müllsünder müsste es viel härtere Strafen geben, fordert Harry Hannemann. „Das ist unser aller Natur – und die darf man nicht vorsätzlich verschandeln!“ Leider sei die Rechtssprechung bei solchen Vergehen zu lasch. „Wenn jemand ertappt wird, kriegt er eine kleine Ordnungsstrafe und damit ist die Sache erledigt“. Hannemann würde solchen Menschen das Auto für eine begrenzte Zeit weg nehmen. „Was anderes wirkt nicht.“

Von Frank Pechhold

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