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Baustart fürs modernste Heim im Kreis

Sanierung für 2,7 Millionen Euro in Luckenwalde Baustart fürs modernste Heim im Kreis

Ein Jahr lang stand die Asylbewerbereinrichtung in der Luckenwalder Anhaltstraße leer. Jetzt wird sie vom DRK für 2,7 Millionen Euro saniert. Am Donnerstag war Baustart. Ab Dezember 2016 soll das Flüchtlingsheim 130 Personen Platz bieten.

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Das Bauschild wurde am Donnerstag enthüllt.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Für 2,7 Millionen Euro soll die leer stehende Asylbewerbereinrichtung in der Luckenwalder Anhaltstraße zum modernsten Flüchtlingswohnheim in Teltow-Fläming umgebaut werden. Mit der Enthüllung des Bauschildes wurde am Donnerstag der Start für die einjährige Sanierungsphase gegeben. Bauherr ist das Deutsche Rote Kreuz. „Jetzt geht’s mit Volldampf über alle Etagen los“, sagte der DRK-Kreisvorsitzende Harald Albert Swik (SPD), „bis zum 1. Dezember 2016 wollen wir fertig sein.“ Statt bisher 180 Asylbewerber sollen künftig 130 dort Platz finden.

Eigentum und Betrieb aus einer Hand

Die Flüchtlingsbetreuung sei eine elementare Aufgabe des DRK, erklärte dessen Kreispräsident Dietmar Bacher. „Wir wollen unser Knowhow einbringen, aber das geht nur in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Landkreis und mit Hilfe vieler ehrenamtlicher Kräfte“, sagte er.

Das Heim war seit Anfang der 1990er Jahre im Eigentum der Stadt als Asylbewerberheim in Trägerschaft des Arbeiter-Samariter-Bundes betrieben worden. „Wir haben lange nach einer Lösung gesucht, um Betrieb und Eigentum in eine Hand zu geben“, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD). Im September 2014 war das heruntergekommene Haus geschlossen worden. Nach 25 Jahren Nutzung sei eine Sanierung notwendig, um einen menschenwürdigen Standard für die Flüchtlinge zu schaffen, sagte sie. „Es war eine der besten Entscheidungen der Stadtverordneten, dem Verkauf des Objektes an das DRK zuzustimmen“, so Herzog-von der Heide, „das DRK wird ein guter Betreiber sein.“

Land fördert Modernisierung

Vize-Landrätin Kirsten Gurske (Linke) freut sich, dass es gelang, beim Land Fördermittel für die Modernisierung einzuwerben. „Es wird ein Vorzeigeobjekt, das auch dann bestehen bleibt, wenn vielleicht die Flüchtlingsströme wieder nachlassen“, sagte sie. Schweren Herzens habe man das Objekt im Vorjahr geschlossen. „Ich bin froh, dass wir durchgehalten und nicht das Haus wieder in Betrieb genommen haben, um es restlos runter zu wirtschaften“, so Gurske.

Rollstuhlgerecht und mit Internetanschluss

Architekt Michael Reusch erläuterte Details: Statt bisher sechs werden künftig acht Quadratmeter Wohnfläche pro Person zur Verfügung stehen. Eine Fluchttreppe wird gebaut und im Erdgeschoss eine rollstuhlgerechte Rampe und ein barrierefreier Flurzugang geschaffen. Neben einer Quarantänewohnung und behindertengerechten Zimmern wird es auch Räume für Internetnutzung und Wachschutz geben. Um kulturelle Reibungspunkte zu verhindern, werden beide Gebäudeflügel mit Türen voneinander getrennt.

Von Elinor Wenke

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