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Baustellen-Party auf der Potsdamer Straße

Ludwigsfelde Baustellen-Party auf der Potsdamer Straße

Tausende Besucher vergnügten sich bei der Zweiten Mittsommernacht der Autowerkstadt Ludwigsfelde auf der Partymeile, der gesperrten Potsdamer Straße. BMX-Akrobaten flogen bis ins Laub der hohen Bäume, Kampfsportler, Bauchtänzerinnen und Feuerschlucker beeindruckten mit ihren Auftritten. Mehr als 40 Firmen und Vereine präsentierten sich.

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Eindrucksvolle halbe Stunde der Ludwigsfelder Kampfsportschule; hier in Aktion ihr Leiter und Lehrer Bernd Götz.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Niemand wird erfahren, wie viele Kinder bei der zweiten Mittsommernacht am Samstag in Ludwigsfelde ein neues Hobby entdeckten. Unentwegt waren von Jungen und Mädchen Sätze zu hören wie „Mutti, ich will auch mal töpfern“ oder „Vati, kann ich auch zur Kampfschule?“, „Darf ich mal mit dem BMX-Rad von da oben runter fahren?“ oder „Oma, meldest Du mich beim Tanzen an?“

Zum zweiten Mal nach 2013 hatten die Stadt und der Gewerbeverein Ludwigsfelde zu solch einer Straßenparty eingeladen. Die ohnehin wegen eines Kreuzungsumbaus teilgesperrte Potsdamer Straße machte diese zweite Mittsommernacht zur Baustellen-Party. Und sie zwang die Veranstalter, eine Erfahrung der Erstauflage umzusetzen: Damals hatte die Partymeile Lücken. Jetzt, mit der Verkürzung, war auf jedem Meter zwischen Hochhaus und Saefkowring etwas los. Mehr als 40 Firmen und Vereine präsentierten sich links und rechts der Fahrbahn oder mitten auf dem Asphalt.

Vielfältiges Bühnenprogramm

Es war die Mischung von spektakulären Shows und kleinen Oasen zum Entrücken, von turbulenten Mitmach-Aktionen für alle Altersgruppen und Ständen zum ruhigen Hinschauen oder Kosten, die den Reiz dieses Volksfestes ausmachten. Auf der Bühne an der Kreuzung Allendestraße sorgten die Ludwigsfelder Nashville Suckers mit Country Rock für Stimmung, woanders gab es orientalischen Bauchtanz, Hip-Hop und Streetdance zu sehen.

In Hochhaus-Nähe war die Wettkampfstrecke zur Staffelolympiade gesperrt: Je zwei Mannschaften starteten über drei Runden – die erste mit großen Autoreifen, die zweite per Schubkarre und dem Partner darin, die dritte auf zwei Bierkästen. Für bewunderndes „Ohhh“ und Luftanhalten, für „Auweia“ und Mitfühlen bei Stürzen sorgten BMX-Fahrer: Auf dem Trail mit hohen Rampen holten sie sich so viel Schwung, dass sie mit ihren Rädern bis ins Laub der hohen Bäume flogen.

Während sich der Nachwuchs von Familie Meyer-Lehmann aus Zossen auf der Riesenhüpfkuh tummelte, schmeckte es den Eltern. Beim Karnevalsclub Blau-Weiß ließ sich die neunjährige Lara schminken, andere Mädchen probierten Prinzessinnen-Kostüme oder sahen sich den Tanz der Funkengarde an. Dort tanzte KC-Frau Ann-Kathrin Rehse-Horn mit, bevor sie ihren 18.Geburtstag feiern ging.

Nächstes Fest in zwei Jahren geplant

Vielleicht entdeckten vorgestern auch Erwachsene auf dieser Partymeile Anregendes, etwa bei Kräuterpädagogin Annett Winkler. Wie viele Leute sich nun vielleicht durchs vermeintliche Unkraut in ihrem Garten futtern und Vogelmiere, Löwenzahn, Giersch und Co als kostenloses Salatangebot sehen - auch das wird niemand erfahren. Doch fest stand für die meisten Besucher, mit denen die MAZ bis zum Viertelfinale-Anpfiff der Fußball-EM sprach: Dieses Fest kann es gern wieder geben.

Zufrieden verließen auch Ines Rohrbach, Heino Berger und ihre Kollegen vom DLRG-Stadtverband Ludwigsfelde Zossen die abgeräumte Partymeile: „Wir hatten wenig zu tun. Einen Schwindelanfall gab’s, der wohl auch sonst passiert wäre, und Kleinigkeiten wie Schürfwunden.“ Mittsommer-Mitorganisatorin Mildred Wagner vom Stadtmarketing half spät abends am Ende der Straßensperrung beim Aufräumen und nahm die Wimpelketten von den Laternenpfählen. Sie sagte: „Drei Jahre Abstand sind zu viel. Das nächste Mittsommerfest soll es in zwei Jahren geben, immer im Wechsel mit der Nacht der Neugierigen.“ Auf die dürfen sich die Ludwigsfelder nach ihren Worten im kommenden Jahr freuen, dann öffnen Großbetriebe und Gewerbetreibende ihre Werktüren wieder für jedermann. Bis dahin pflegen einige Besucher der Mittsommernacht vom Samstag wohl schon ihr neues Hobby.

Von Jutta Abromeit

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