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Baustopp für Lärmschutzwälle in Ludwigsfelde

Fehlende Genehmigung Baustopp für Lärmschutzwälle in Ludwigsfelde

Die Riesen-Erdbewegungen im neu entstehenden Ludwigsfelder Stadtteil Ludwigsdorf sind vorerst gestoppt. Die Bauaufsicht schritt ein, vor allem weil die Genehmigung für den kleineren der beiden fehlt – er war in den bisher vorliegenden Plänen gar nicht vorgesehen.

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Um diesen Lärmschutzwall im Stadtteil Ludwigsdorf geht es.

Quelle: Abromeit

Ludwigsfelde. Die Untere Bauaufsicht Teltow-Fläming hat für zwei Lärmschutzwälle in Ludwigsfelde einen Baustopp verhängt. Der eine Wall an der Landesstraße bei Ahrensdorf soll sechs Meter hoch und 800 Meter lang werden. Der zweite, kleinere, soll vier Meter hoch sein und auf 115 Meter an der künftigen Sammelstraße vor dem neuen Stadtteil Ludwigsdorf entstehen, gesehen aus Richtung der Potsdamer Straße.

Die ersten Bauabschnitte des neuen Stadtteils an der Ludwigsallee sind fertig, zurzeit schaffen sich weitere Dutzende Neu-Ludwigsfelder ihre Domizile in der Waldsiedlung. Außerdem wird die Infrastruktur für den Rousseau-Park geschaffen, die nächste Großsiedlung mit weiteren hunderten Eigenheimen. Aus 65 000 beziehungsweise 3300 Kubikmetern Erde entstehen die Schutzwälle. Mit ihrem Bau hätte noch nicht begonnen werden dürfen, die Genehmigung dafür fehle noch, sagt Norbert Jurtzik, Leiter der Unteren Bauaufsicht. Das Schlimmste jedoch: Der kleinere Wall war im Bebauungsplan gar nicht vorgesehen. „Die Stadt muss klar sagen, wie sie das lösen will. So lange kann es keine Baugenehmigung geben“, sagt Jurtzik.

Vor Abschluss des Genehmigungsverfahrens könnten manche Details grundsätzlich nicht feststehen, um sie festzulegen, gebe es das Verfahren ja, so Jurtzik. Deswegen dürfe vorher nicht gebaut werden. Sonst gebe es vollendete Tatsachen, die im schlimmsten Fall rückgängig zu machen seien. „Dann ist der Ärger größer als jetzt, wo alles noch im Entstehen ist“, sagt er. Bei der Genehmigung von Lärmschutzwällen gehe es um verschiedene Lärmschutzvarianten, um naturschutzrechtliche und wasserwirtschaftliche Belange. „Werden zum Beispiel Gräben gequert, ist unter Umständen ein extra Planfeststellungsverfahren nötig“, sagt Jurtzik. Außerdem müssten bei solchen Bauten Abfallrechtler auf das Vorhaben schauen. „Die beurteilen, dass da nicht illegal Bauschutt entsorgt, sondern wirklich Aushub verbaut wird.“ Des Weiteren sei bei solchen Dimensionen auch das Gewicht zu beachten, um Leitungen oder Rohre nicht zu beeinträchtigen, sagt er.

Wolfgang Kleiner, Geschäftsführer der Investoren-Firma Callidus, ist natürlich von dem Baustopp nicht begeistert. Er habe neu aufgekommene Wünsche unkompliziert erfüllen wollen. „Das kostet nicht nur Zeit, um diese Erdmengen zweimal anzufassen und nun doch noch einmal zwischenzulagern. Das kostet auch zusätzliches Geld.“ Er spricht von rund 10 000 Euro Zwischenlagerungskosten. Nun geht es um die Stellungnahme der Stadt für den kürzeren Lärmschutzwall. Erst dann kann die Genehmigung der Unteren Bauaufsicht kommen.

Von Jutta Abromeit

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