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Teltow-Fläming Bayerisches Flair und große Gaudi
Lokales Teltow-Fläming Bayerisches Flair und große Gaudi
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07:00 29.09.2014
Steffen Papendorf, Landwirt Detlef Lehmann und Bruno Meier (v.l.) mit dem Ochsen „Gismo“ beim Alm-Abtrieb. Quelle: Kunze
Jüterbog

Wie alljährlich im Herbst in Bayern und anderen Gebirgsregionen gab es auch in Jüterbog einen Alm-Abtrieb. Die beiden Macher – Steffen Papendorf, Geschäftsführer der Neumarkt-Fleischerei, und Bruno Meier, Inhaber des Gasthauses „Bergschlösschen“ – waren vor zwei Jahren in den Alpen im Urlaub und erlebten dort einen Alm-Abtrieb hautnah. Beide waren davon begeistert und sagten sich: „Das können wir auch!“ Jüterbog hat am Wasserturm einen Berg und Tiere gibt es in der Umgebung. Die könne man sich ja ausleihen.

Trottende und muhende Tiere

Gesagt, getan. Viel Arbeit und Engagement wurde investiert, der erste Alm-Abtrieb erfolgte im vergangenen Jahr. Mit Erfolg, die Gäste mochten wohl bayerisches Flair ohne weite Anreise. In diesem Jahr kamen noch mehr, zumal das Wetter prächtig war. Bei strahlend blauem Himmel trotteten die Tiere muhend, blökend, wiehernd und meckernd den Abhang hinunter, immer fest im Griff der „Almhirten“, die sie führten.

Der drei Jahre alte Ochse „Gismo“ hatte eine Glocke um den Hals. Sein Zuhause ist in Pechüle, gehalten wird er von Detlef Lehmann. Keine Chance auszubüxen hatten die Schafe von Jürgen Körner aus Borgisdorf. Denn seine Bordercollie-Hündin „Daisy“ umkreiste die Herde. Keinesfalls störrisch verhielten sich die Grautiere vom Verein Fläming-Esel Linthe. Denn die Hangabtriebskraft verlieh ihnen wie allen anderen Tieren auch den richtigen Schwung.

Typische Wiesn-Versorgung

Anschließend nutzten die Kinder die Gelegenheit zu einem Ritt auf den gutmütigen Tieren. Dazu zählte auch der Kaltblüter „Armin“, Alexandra Günther aus Pechüle hatte ihn am Zaum. Einen zweistündigen Anmarschweg auf der Landstraße nahmen die Lanz-Bulldog-Freunde aus Axien in der Elbaue mit ihren blubbernden Traktoren gern in Kauf, um beim Alm-Abtrieb dabei zu sein.

Auch die Versorgung auf der "Jüterboger Wiesn" war typisch bayerisch. Bedienungen in Krachledernen oder Dirndln schleppten das Weißbier an die Tische. Sogar mit Preisvorteil. Auch die Speisen waren typisch bajuwarisch benannt, in der Neumarkt-Fleischerei kreiert und vom „Bergschlösschen“-Team gegart worden, aber mehr dem Geschmack der hiesigen Preußen angepasst. „Sie mögen es deftiger und kräftiger. Unsere Weißwurst muss man nicht auszutzeln“, berichtete Steffen Papendorf.

Von H.-Dieter Kunze

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