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Bebauungsplan fürs Gelände an der Bahn

Niedergörsdorf Bebauungsplan fürs Gelände an der Bahn

Das Plangebiet für den Bereich um den Niedergörsdorfer Bahnhof kann bald öffentlich im Gemeindehaus Niedergörsdorf betrachtet werden. Die Gemeinde möchte dieses als Mischgebiet festlegen und damit die gewerbliche Nachnutzung unbebauter Flächen sowie vorhandener Gebäude erzielen.

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Die Gemeinde ließ vor Jahren den Bahnhofsvorplatz in Niedergörsdorf herrichten.

Quelle: Martina Burghardt

Niedergörsdorf. Ab Anfang April soll der Bebauungsplan „Bahnhofstraße“ in der Gemeindeverwaltung Niedergörsdorf für jeden einsehbar sein. Weitere Einzelheiten zu dem Thema „werden wir dann im September weiter besprechen“, sagt Bauamtsleiterin Claudia Neumann. Nachdem im November vorigen Jahres von der Gemeindevertretung der Beschluss zur Ausstellung gefasst wurde, diskutierte der Bauausschuss jüngst über die Offenlage des Plans.

Mischgebiet an Regionalbahn-Trasse

Der Plan, der das Baurecht auf den Flächen klären soll, bezieht sich auf ein Gebiet im Ortsteil Niedergörsdorf im nordwestlichen Teil der Gemeinde. Dieses ist vollständig erschlossen und beinhaltet die Flächen mehrerer privater Grundeigentümer. Direkt am Bahnhof grenzt es südlich an die Bahnhofstraße, beziehungsweise die Bahntrasse, und nördlich an den Siedlungsbereich Niedergörsdorf. Östlich des Plangebiets verläuft die Landesstraße und verbindet die Ortsteile Gölsdorf und Niedergörsdorf.

Die Regionalexpresslinie 5 mit der Verbindung „Lutherstadt Wittenberg – Berlin“ bedient den Bahnhof. „Das Ziel ist die Entwicklung des Mischgebietes aus dem Flächennutzungsplan der Gemeinde Niedergörsdorf“, erklärte Claudia Neumann.

Bürgermeister Wilfried Rauhut (parteilos)

Bürgermeister Wilfried Rauhut (parteilos).

Quelle: Martina Burghardt

Innerhalb des Bereiches befindet sich eine brachliegende Fläche, in der sich ehemals ein Baustoff- und Gartenbedarfshandel befand. Die Nutzung wurde aufgegeben und eine Nachnutzung als Gewerbestandort ist nach Auffassung der Bauaufsichtsbehörde aufgrund der umgebenen Wohnhäuser nicht geeignet, auch wenn der Flächennutzungsplan ein Mischgebiet ausweist. „Da es in dem Gebiet sehr viele Tierhalter gibt, ist ein reines Wohngebiet nicht möglich“, sagt Claudia Neumann.

Denkmalgeschützte Mühle braucht Nachnutzung

Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplans soll eine Zulässigkeit von gewerblichen Nutzungen vorbereitet werden. Für die ungenutzte Fläche „gab es im vorigen Jahr einen Interessenten“, sagt Bürgermeister Wilfried Rauhut (parteilos). Dieser sei aber abgesprungen. Mit der Planung des Mischgebiets und den damit erfüllten Bedingungen für die gewerbliche Nutzung, soll es aber wieder neue Interessenten locken.

Zusätzlich sollen auch „die vorhandenen Gebäude nachgenutzt werden“, erklärt Rauhut. Dazu zählt beispielsweise eine denkmalgeschützte Mühle mit vollständig erhaltener technischer Einrichtung. Für Neubauten gilt die normale Straßenbebauung in offener Bauweise und mit höchstens zwei Geschossen. Der Bebauungsplan wird aus der Gemeindekasse finanziert.

Von Isabelle Richter

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