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Begeisterung in der Grünen Passage

Blankenfelde-Mahlow Begeisterung in der Grünen Passage

Schüler der Regenbeogen-Schule in Blankenfelde-Mahlow stellten auch in diesem Jahr wieder eine Musical-Show auf die Beine. Diesmal waren Ausschnitte aus „Glee“, „Der Schuh des Manitu“ und „Chorus Line“ zu erleben

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Musical-Szenen aus „Der Schuh des Manitu“ auf der Bühne.

Quelle: Laude

Blankenfelde-Mahlow. Jenny Knoop wirkte auf ihrem Theaterstuhl wie ein Fußballtrainer in der Coachingzone: Sie gestikulierte mit den Armen, sie fieberte mit und zuweilen schien es, sie würde am liebsten auf die Bühne springen. Aber vor allem strahlte sie nach der Show am Freitagabend. „Für die Vorpremiere können wir wirklich zufrieden sein“, sagte die staatlich anerkannte Bühnendarstellerin, die bei der Musical-Gala der Kunst- und Musikschule „Regenbogen“ in Blankenfelde für Tanz, Schauspiel, Kostüme und Maske verantwortlich zeichnete. An ein paar Feinheiten wollte sie für die Vorstellungen am Sonnabend und Sonntag noch arbeiten. Das Publikum in der Grünen Passage bedachte aber schon die Vorpremiere mit donnerndem Applaus. Seit 2007 wird an der Kunst- und Musikschule jährlich eine Musical-Gala erarbeitet. Diesmal waren Ausschnitte aus „Glee“, „Der Schuh des Manitu“ und „Chorus Line“ zu erleben. Projektleiter ist der Musicalsänger Zoltan Tombor. Dass er Programme aus unterschiedlichen Stücken zusammenstellt, hat mehrere Gründe: So gibt es mehr als nur eine Handvoll Hauptrollen zu besetzen und niemand muss den ganzen Abend nur eine Nebenrolle spielen.

Vorbild ist der Broadway

40 Schauspieler, Sänger und Tänzer sind dabei. Die Schule in Blankenfelde kann sich glücklich schätzen über ihren Reichtum an talentiertem Musical-Nachwuchs. So muss sie keine Vorstellung in Kleinstbesetzung inszenieren, sondern kann sich am bewährten Vorbild Broadway orientieren, an den opulenten Shows mit kraftvollen Chören und vielen Tänzern. Auch Maske, Bühnenbild und Kostüme überzeugten. Ebenso die Beleuchtung: kein Disco-Geflimmer und -Geflacker, sondern Theaterlicht, Licht zur Handlung.Die Darstellerinnen und Darsteller sind zwischen acht und 25 Jahre alt. Alle können sich mit eigenen Ideen in die Produktion einbringen. „Trotz der großen Altersspanne achten sie sich alle sehr“, freut sich Zoltan Tombor.

Regenbogenschule ist oft Startpunkt einer künstlerischen Laufbahn

Dabei geht es nicht nur ums Singen, Tanzen und Sprechen. Vor allem in den „Chorus Line“-Szenen, in denen die Mitwirkenden für eine Musical-Produktion gecastet werden, bestechen die jungen Darsteller mit beeindruckender Ausdrucksstärke durch Mimik und Körpersprache. Ehemalige „Regenbogen“-Schüler arbeiten inzwischen an etlichen Theatern, nicht nur auf der Bühne, sondern auch als Maskenbildner. Manche kommen zu den jährlichen Galas zurück an ihre alte Schule, um zu helfen. Die Ausbildung führt bis zur Studienvorbereitung. Aber auch wer beruflich etwas ganz anderes machen möchte, profitiert von der Musikschule. „Die Schüler lernen richtig was fürs Leben, zum Beispiel, selbstbewusst aufzutreten“, sagte Schulleiter Wolfgang Locher.

Schulleiter: „Ich bin stolz auf mein Team“

Im kommenden Jahr wird an der „Regenbogen“-Schule zehn Jahre Musicalproduktion gefeiert. Aber schon nach neun Jahren resümiert der Schulleiter Wolfgang Locher: „Ich bin sehr stolz auf mein Team.“ Kann er auch sein.

Von Stephan Laude

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