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Beginn der großen Bahn-Sperrung

Von Wünsdorf bis Hohenleipisch Beginn der großen Bahn-Sperrung

Bevor die Züge eines Tages mit Tempo 200 durch Wünsdorf und Neuhof rauschen ist erst einmal 16 Monate lang Ruhe auf den Gleisen. Am Freitag beginnt die Sperrung der Bahnstrecke von Wünsdorf bis Hohenleipisch. Nicht nur Bahnreisende, sondern auch Autofahrer müssen auf der B96 mit Einschränkungen rechnen.

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Im November 2017 soll der Bahnübergang in Neuhof verschwunden sein.

Quelle: Christian Zielke

Wünsdorf. Verständnis – Hans-Jürgen Kieke nutzt das Wort sehr oft, wenn er erklärt, was in den kommenden Monaten auf der Bahnstrecke Berlin-Dresden passiert. Immer wieder bat der Teilprojektleiter für den Ausbau der Strecke von Wünsdorf-Waldstadt bis Hohenleipisch die rund 70 Besucher der Anwohnerversammlung im Bürgerhaus Wünsdorf um Nachsicht für die bevorstehenden Einschränkungen.

Strecke ab Freitag gesperrt

An diesem Freitag geht der Ausbau der Strecke in die heiße Phase. Bis zum 9. Dezember 2017 werden dann keine Züge mehr zwischen Wünsdorf und Hohenleipisch fahren. Zwei Buslinien werden – jeweils versetzt im Zwei-Stunden-Takt – die Reisenden ersatzweise befördern (siehe Kasten). Die Bahn lässt auf 80 Kilometern Länge Gleise, Oberleitungen und Stellwerke erneuern. Neun Millionen Euro werden in den kommenden 16 Monaten verbaut. Ziel ist Tempo 200 für die täglich 36 Intercity- und ICE-Züge. Die Fahrzeit von Berlin nach Dresden soll sich ab 2020 auf 80 Minuten verkürzen.

Schienenersatzverkehr auf der RE5

Von Freitag an an bis zum 9. Dezember 2017 fallen alle Züge zwischen Wünsdorf-Waldstadt und Elsterwerda aus.

Für die Züge der Regionalexpresslinie RE5 richtet die Bahn einen Ersatzverkehr mit den Buslinien A und B ein.

Linie A verkehrt zwischen Wünsdorf-Waldstadt und Elsterwerda, ohne Halt in Drahnsdorf und Walddrehna. Die Fahrzeit liegt bei zwei Stunden und 15 Minuten.

Linie B fährt von Wünsdorf bis Doberlug-Kirchhain und ist etwa eine Stunde und 50 Minuten unterwegs.

Da beide Buslinien Anschluss in Wünsdorf haben, soll sich die Fahrzeit nur um zehn Minuten verlängern.

Weitere Informationen und Fahrpläne der Ersatzbusse gibt es im Internet http://bauarbeiten.bahn.de/berlin-bb

Der Baulärmverantwortliche ist unter Tel. 0 30/ 34 64 98 04 erreichbar. Zudem hat die Bahn ein Bürgertelefon eingerichtet: Tel.  01 60/ 9 74 48 99.

Dafür müssen alle Bahnübergänge verschwinden, unter anderem der in Neuhof. Von November kommenden Jahres an soll der Verkehr der B96 über eine Brücke die Gleise passieren. Bis es soweit ist, leben die Neuhofer auf einer Großbaustelle. „Neuhof ist ein kleiner Ort, der für uns aber ganz wichtig ist“, sagte Hans-Jürgen Kieke. Zwei Brücken entstehen dort: eine für den Autoverkehr und eine für Fußgänger. Letztere soll mit Rampen für Rollstuhlfahrer geeignet sein und wird von der Stadt Zossen finanziert. Die Bahn errichtet eine 80 Meter lange Lärmschutzwand, die vom derzeitigen Bahnübergang bis zur weiter südlich liegenden Brücke reichen wird.

Bürgermeisterin Michaela Schreiber, Teilprojektleiter Hans-Jürgen Kieke und Projektingenieurin Christina Brate beantworteten Fragen der Bürger

Bürgermeisterin Michaela Schreiber, Teilprojektleiter Hans-Jürgen Kieke und Projektingenieurin Christina Brate beantworteten Fragen der Bürger.

Quelle: Zielke

Weil nicht alle Neuhofer in den Genuss von Schallschutz kommen, gab es einigen Unmut. Eine Anwohnerin aus der Wiesenstraße ist gleich doppelt betroffen. Ihr Haus liegt direkt zwischen Bahn und der künftigen Brücke. Sie befürchtet, dass sie bald nicht nur mit Lärm sondern auch mit neugierigen Blicken der Autofahrer leben muss, doch außer auf temporäre Schutzwände, die den Lärm der Baustelle abhalten sollen, konnte Hans-Jürgen Kieke ihr wenig Hoffnung machen: „Laut Gutachten haben Sie keinen Anspruch auf eine Lärmschutzwand.“

Von Montags bis freitags wird gebaut

Immerhin sollen die Neuhofer von Baulärm in der Nacht und am Wochenende verschont bleiben. „Wir bauen montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr“, versprach Kieke. Angedacht sind auch zusätzliche Parkplätze für Pendler. Sie könnten an der derzeitigen Trasse der B96 entstehen, die dann zu einer Gemeindestraße herabgestuft wird. „Wir haben das im Blick“, versprach Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). Allerdings sollen die Parkplätze erst entstehen, wenn die Bautruppen der Bahn abgezogen sind. Sie versprach außerdem, die Anwohner über die Internetseite der Stadt und das Stadtblatt auf dem Laufenden zu halten.

B96 wird im Oktober 2017 für drei Wochen gesperrt

Zur echten Geduldsprobe für Autofahrer dürfte der Oktober 2017 werden. Dann wird die B96 für drei Wochen komplett gesperrt. In dieser Zeit entstehen die Anschlüsse der bisherigen Bundesstraße und der Ortsstraßen an die neue Brücke. Autofahrer müssen die Baustelle weiträumig umfahren. Der Pkw-Verkehr wird über Lindenbrück umgeleitet, Lkw werden sogar auf die A13 verbannt.

Neue Brücke soll am 1. November 2017 eröffnet werden

„Der 1. November 2017 ist für uns ein wichtiger Tag“, sagt Hans-Jürgen Kieke. Dann soll die B96-Brücke für den Verkehr freigegeben werden. Kurz darauf werden die Schranken des jetzigen Neuhofer Bahnhofs der Vergangenheit angehören.

Von Christian Zielke

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