Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Begrenzung des Tempos wirkt
Lokales Teltow-Fläming Begrenzung des Tempos wirkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:40 18.10.2016
Ein Kreuz erinnert an den getöteten Vierjährigen in Kleinbeeren. Quelle: Krischan Orth
Anzeige
Kleinbeeren

Ein weißes Kreuz blickt heute auf die Kleinbeerener Dorfstraße. Hier starb im Februar ein vierjähriger Junge. Er wurde von einem Auto erfasst, das in den Ort einfuhr. Das Straßenverkehrsamt des Landkreises schätzte daraufhin im April die Gefahrenlage neu ein. Seitdem gilt für den gesamten Ort Tempo 30. Aber halten sich die Fahrer daran?

Auf Anregung des Kreistagsabgeordneten Dirk Steinhausen (CDU) untersuchte die Deutsche Verkehrswacht Teltow-Fläming zwischen dem 12. September und dem 4. Oktober die Verkehrsbewegungen auf Höhe der Dorfstraße 6, gut 250 Meter nach dem Ortseingangsschild. Das Messgerät war rund 50 Meter vor der damaligen Unfallstelle platziert, maß die Geschwindigkeit und ordnete das Fahrzeug anhand der Länge einer Kategorie zu. Eines der Ergebnisse: 51 Prozent der Fahrzeuge, die aus Großbeeren kommend in den Ort einfahren, sind zu schnell.

15 785 Fahrzeugbewegungen gemessen

Insgesamt wurden im Messzeitraum 15 785 Fahrzeugbewegungen in den Ort registriert, 14 464 davon Pkw. Das entspricht 91,6 Prozent aller Fahrzeuge. 3,3 Prozent entfallen auf die Lkw. 0,3 Prozent sind Busse oder Sattelzüge. Den Rest machen Mofas, Motor- oder Fahrräder aus. 85 Prozent der Pkw, die in den Ort fahren, erreichten bei der Messung eine Geschwindigkeit von bis zu 36 km/h. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Pkw liegt bei 31 km/h. Lkw fahren durchschnittlich 28 km/h. Busse oder Sattelzüge fuhren im Schnitt 27 Stundenkilometer schnell. Diese Werte werden aber von den Rasern relativiert. Der negative Geschwindigkeitsrekord für Autos beträgt 77 Stundenkilometer. Rund 500 Fahrzeuge fuhren bis zu 45 km/h. Rund 100 Autos erreichten 50 Stundenkilometer. Zwischen 60 und 70 Stundenkilometer sind zudem an jedem Wochentag, in beiden Fahrtrichtungen, gemessen worden.

Auch ortsauswärts überwiegen mit 14 364 die Pkw, das sind 93,2 Prozent. Durchschnittlich 45 Prozent aller Fahrzeuge überschritten die Tempobegrenzung. Die Durchschnittsgeschwindigkeit bei den Pkw beträgt 30 km/h. Rund ein Drittel hält sich genau an Tempo 30 (5000). 4100 Fahrzeuge fuhren bis zu 35 km/h. Mit bis zu 40 km/h sind ortsauswärts 1800 Fahrzeuge gemessen worden. Bei Motorrädern lag ein Negativrekord von 74 km/h vor.

Klares Resultat

Das Resultat ist klar: Busse und Lkw halten sich an Tempo 30. Überschreitungen bei den Pkw mit knapp 50 km/h bilden die Ausnahme, ereignen sich aber täglich. Initiator Dirk Steinhausen bewertet das Ergebnis positiv, die große Mehrheit halte sich an die Reduzierung. „Leider gibt es auch immer noch ein Paar ’Irre’, die viel zu schnell fahren“, sagte er. Ob man weitere Maßnahmen zur Geschwindigkeitsbegrenzung brauche, werde man in einigen Monaten sehen.

Von Krischan Orth

Das Autocenter Jüterbog hat den Streetdancern von „Evolution 7“ jetzt einen nagelneuen Suzuki Swift Sport überreicht. Das Fahrzeug soll vorrangig zum Transport der Team-Mitglieder dienen, die sich seit August dieses Jahres Weltmeister nennen dürfen.

18.10.2016

Da die Schützenstraße in Luckenwalde auf Grund der Bauarbeiten noch immer gesperrt ist, nutzen viele die Abkürzung über die Mönchenstraße. Die Anwohner sind sauer, weil ihre Grundstücke zerfahren werden. Jetzt wurden Baken aufgestellt.

18.10.2016

Heinrich Waldschütz beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Pilzen. Regelmäßig veranstaltet er Führungen durch die heimischen Wälder und erklärt die verschiedenen Pilzsorten. Die MAZ hat mit Heinrich Waldschütz über die aktuelle Pilzsaison und die Gefahren einer Pilzvergiftung gesprochen.

18.10.2016
Anzeige