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Behindertengerechter Kratzbaum für Dreibein-Kater

Happy End für Katze mit Handicap Behindertengerechter Kratzbaum für Dreibein-Kater

Katerchen Fritzi fehlt seit einem Unfall der rechte Hinterfuß. Über die MAZ hat er bereits ein neues Zuhause gefunden. Damit er nun ungehindert klettern kann, hat ein Unternehmen einen quasi behindertengerechten Kratzbaum zur Verfügung gestellt. Ob er ihn wohl angenommen hat?

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Juniorchefin Jola Maria Gizinksi (r.) baut den Fritzi-Kratzbaum im Beisein von Katharina Fürtig gleich auf.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Fritzi ist kaum zu bändigen. Der neue Kratzbaum ist genau nach ihrem Geschmack. Das dreibeinigen Kätzchen wurde vor einigen Wochen in Jüterbog von einem Auto überfahren und musste operiert werden, dabei wurde der rechte Hinterfuß amputiert. Inzwischen hat sich Fritzi bei Familie Fürtig in Luckenwalde gut eingelebt und es geht ihr gut.

Fritzi freut sich

Fritzi freut sich.

Quelle: Margrit Hahn

Die Geschichte von Fritzi las Fritz Hille, Mitarbeiter des Wünsdorfer Unternehmens „Katzen-Deko“ in der MAZ. Gemeinsam wurde in der Firma überlegt, was für die kleine Katze getan werden könnte. Das Ergebnis war ein „Fritzi-Kratzbaum“. Damit das Kätzchen auf die verschiedenen Ebenen kommt, wurde das erste Treppchen extra niedrig angebracht – quasi ein behindertengerechtes Modell.

Fritzi nimmt den Kratzbaum gleich in Beschlag

Schon während des Aufbaus sprang das Tier ganz aufgeregt hin und her. „Wir arbeiten im Baukastenprinzip. Das heißt, alle Teile können ausgetauscht werden“, erklärt Silvia Gizinski. Hergestellt werden die Katzenmöbel aus Holzplatten, Pappröhren und Edel-Sisal. Zudem gibt es waschbare Kissen, Bezüge, Hängematten und Höhlen aus Mikrofaser oder Baumwolle.

Produziert wird seit drei Jahren in Wünsdorf. Davor war das Familienunternehmen im Voigtland angesiedelt. Vor 20 Jahren begann Silvia Gizinski dort Gardinen zu nähen, doch die Geschäfte liefen immer schlechter. Dann sattelte sich auf Katzen-Ausstattung um – seitdem läuft es. Inzwischen sind ihre Produkte auf der ganzen Welt gefragt. Jetzt fahren Silvia Gizinski und ihre Tochter Jola Maria nach Frankreich und Schweden.

Ein Mäuschen für die Katze

Doch zuerst wollten sie nach Luckenwalde, um Fritzi eine Freude zu machen. Und die ist ihnen gelungen. Das Kätzchen spielte sofort mit dem „Mäuschen“ – einem Säckchen, das mit Kräutern gefüllt. Flink kletterte sie anschließend auf den vierstöckigen Kratzbaum. Katharina Fürtig war beeindruckt: So einen schönen stabilen Kratzbaum kannte ich noch nicht“, freut sich die Luckenwalderin. Für den fünfjährigen Sohn Philipp hatten Gizinskis einen Wedel zum Spielen für die Katze mitgebracht.

Von Margrit Hahn

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