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Teltow-Fläming Bei Familie Kurzrock wohnen 50 Puppen
Lokales Teltow-Fläming Bei Familie Kurzrock wohnen 50 Puppen
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00:18 01.07.2017
Die Eheleute Eva-Maria und Peter Kurzrock sind im Puppenfieber. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Schon als Kind hat Eva-Maria Kurzrock Puppen geliebt. Doch dass sie als gestandene Seniorin heute in ihrem Luckenwalder Zuhause ein stattliches Sortiment an Puppen hat, ist eher einem Zufall vor mehr als 20 Jahren zu verdanken. Mit „Opa Koschke“ war sie in Zossen unterwegs und entdeckte dort in einem Puppengeschäft eine Babypuppe, der sie kaum widerstehen konnte. Lebensgroß und täuschend echt. „Die kostet 350 D-Mark“, hatte sie damals ihrem Mann Peter Kurzrock erzählt, das war ihr viel zu teuer. „Dann kriegst du sie von mir zu Weihnachten“, versprach ihr Mann.

Eine Puppenküche mit Liebe zum Detail – Miniaturmöbel und -Einrichtungsgegenstände. Quelle: Elinor Wenke

Beim nächsten Besuch im Puppenladen faszinierte sie das Zwillingspärchen „Marco und Marietta“ – auch die herzallerliebsten Geschwister zogen bei Kurzrocks ein. Die Puppenkinder wurden liebevoll im Wohnzimmer drapiert. „Von da an dachte jeder, ich sammele Puppen, obwohl ich das gar nicht wollte“, erinnert sich die 67-Jährige, und bekam. Die Folge: Sie bekam aus allen Himmelsrichtungen Puppen geschenkt.

Ein Theater mit echter Spieluhr und Puppen als Publikum. Quelle: Elinor Wenke

Heute zählt sie 50 Exemplare und möchte keine missen – große und kleine, Babypuppen und „ältere“, hellhäutige und dunkle. „Schaut man ihnen ins Gesicht, so bleibt das Gefühl, sie wandern mit ihrem Blick mit und wollten jeden Augenblick anfangen zu erzählen“, sagt die Seniorin. Jede Puppe hat ihren Namen, manche ein Zertifikat, mit allen verbindet sich eine Geschichte. „Becky zum Beispiel ist die Lieblingspuppe unserer Nachbarin“, erzählt Kurzrock. Jedes Jahr werden die Puppen entsprechend der Saison umgezogen. Im Sommer gibt es leichten Look, im Winter sitzen sie mit Jäckchen und Mütze in einem Schlitten auf der Haustreppe.

Die Babypuppe hatte es Eva-Maria Kurzrock als erste angetan. Quelle: Elinor Wenke

Irgendwann war Schluss mit großen Puppen; es folgten die kleinen. „Dann brauchst du ein Puppenhaus“, hatte ihr Mann gesagt, der inzwischen ebenfalls vom Puppenfieber angesteckt ist. Vom Tischler ließ er seiner Frau extra ein Puppenhaus bauen – mit Küche, Bad, Nähstube, Wohn- und Schlafzimmer. Detailgetreue Miniatur-Möbel und -Einrichtungsgegenstände wurden von Flohmärkten rangeschleppt. Ein zweites Puppenhaus mit acht Zimmern wurde aus Jüterbog geholt.

Eins der kleineren Puppenhäuser. Quelle: Elinor Wenke

Ein weiteres stammt von einem befreundeten Pärchen aus dem Ungarn-Urlaub, das es vor seinem Tod in gute Hände geben wollte. Peter Kurzrock baute seiner Frau ein Fachwerkhäuschen; zudem gesellten sich eine Schule, ein Theater und ein Kaufmannsladen dazu.

Mittlerweile haben Kurzrocks acht Puppenhäuser. „Sie zu bestücken und anzuschauen ist eine wunderbare Reise in die Vergangenheit und in die Kindheit“, schwärmt Eva-Maria Kurzrock, „doch mit dem Sammeln ist jetzt Schluss.“

Von Elinor Wenke

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