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Teltow-Fläming Berge von Plastemüll im Dichterviertel
Lokales Teltow-Fläming Berge von Plastemüll im Dichterviertel
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00:23 01.04.2018
Unmengen von Plastemüll im Dichterviertel von Ludwigsfelde - Marianne Ludwig in der Theodor-Fontane-Straße versteht nicht, warum der Abhol-Turnus geändert wurde Quelle: Jutta Abromeit
Ludwigsfelde

Marianne Ludwig wohnt im Dichterviertel von Ludwigsfelde und sagt: „So schlimm hat es hier noch nie ausgesehen. Ich weiß gar nicht, wo die ganzen Berge von Plastemüll herkommen.“ Am MAZ-Lesertelefon hatte sie gesagt: „Sie müssen sich das anschauen! Das ist wirklich nicht schön, wie es um unsere Häuser herum an der Fontane-Straße aussieht.“

Die MAZ besuchte die 82-Jährige, die seit 1957 im Dichterviertel wohnt. Tatsächlich quellen die Container im Gitterverschlag hinter den Häusern über. Dieser abschließbare Müllplatz ist für alle drei Wohnblocks zwischen Fontane-Straße und Ostverbinder eingerichtet. Dass sie keinen gepflegten Rasen mehr an ihren Wäscheplätzen haben, daran haben sich Marianne Ludwig und ihre Nachbarn gewöhnt. „Aber mit diesem vielen Müll können und wollen wir uns nicht abfinden“, erklärt sie. Und überlegt, seit wann genau das so ist.

Abfallzweckverband für gelbe Säcke nicht zuständig

Dirk Neumann hilft ihr, der stellvertretende Objektbetreuer  – früher Hausmeister genannt – sagt: „Das ist seit dem Jahreswechsel so. Da wurde der Abhol-Turnus von einmal wöchentlich auf 14 Tage geändert.“ Er und sein Objektbetreuer-Kollege Frank Zeiger bringen seither zum Container, was Mieter irgendwo ablegen, weil es nirgends mehr reinpasst.

Marianne Ludwig sagt, sie habe ja mehr Zeit als werktätige Mieter, deshalb rief sie beim Abfallzweckverband an, zuletzt am 13. März. „Dort hat man mir gesagt, für gelbe Säcke sei Alba in Berlin zuständig. Da bin ich dann nicht weitergekommen“, so die rührige ältere Dame. Und ergänzt: „Das Abholen von Papier und Hausmüll klappt prima, davon liegt nichts daneben.“

Der Entsorger Alba bekommt seine Aufträge vom Vermieter. Das ist für 625 Wohnungen im Dichterviertel von Ludwigsfelde Gagfah-Nachfolger Vonovia mit Sitz in Bochum (NRW). Dort weiß man inzwischen von dem Problem. „Die Objektbetreuer haben uns schon informiert, dass die Halbierung der Abhol-Touren nicht so gut war, wie wir dachten“, sagt Pressesprecher Max Niklas Gille. Man habe damit die Nebenkosten für die Mieter senken wollen.

Plasteauto soll auf einen Spielplatz

„Aber unser Ziel ist eine saubere Anlage. Wenn die momentane Abholung nicht ausreicht, dann gehen wir gerne darauf ein und kehren wieder zum alten Turnus zurück.“ Das Unternehmen werde sich in jedem Fall des Problems annehmen, erklärt der Mann in der Pressestelle und sagt: „Wir hoffen, dass unsere Mieter sich schnell wieder wohlfühlen. Denn wir haben alle das gleiche Ziel: Eine saubere und schöne Wohnanlage.“

Diesen Plastemüll will Marianne Ludwig auf einen Spielplatz mit Sandkasten bringen. Quelle: Jutta Abromeit

Marianne Ludwig und ihre Nachbarn hoffen, dass es damit vielleicht sogar noch vor Ostern klappt, wenn viele Familien Besuch bekommen. Bleibt noch das kleine rot-gelbe Plasteauto vorm Hauseingang, ein Lkw-Kipper. Den will Marianne Ludwig selbst wegnehmen: „Am besten bringe ich den auf einen Spielplatz mit Sandkasten. Vielleicht freuen sich noch ein paar Kinder damit.“ Und sie freut sich, dass es um ihr Haus herum bald wieder ordentlich aussieht. „Wenn nicht, melde ich mich wieder“, sagt sie.

Von Jutta Abromeit

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