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Teltow-Fläming Bergfest eines Hammer-Jobs
Lokales Teltow-Fläming Bergfest eines Hammer-Jobs
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11:21 18.11.2017
Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) bei ihrer Halbzeitbilanz bei den Linken in Blankenfelde-Mahlow. Quelle: Hartmut F. Reck
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Blankenfelde

Wie schnell die Zeit vergeht! Es sind tatsächlich schon vier Jahre her, dass die damalige Kreistags- und Landtagsabgeordnete Kornelia Wehlan (Linke) vom Kreistag Teltow-Fläming überraschend zur neuen Landrätin gewählt wurde. Somit hat sie nun die zweite Hälfte ihrer achtjährigen Amtszeit erreicht. Das nahm der Linken-Ortsverband in Blankenfelde-Mahlow zum Anlass, die Kreishauschefin zu Donnerstagabend in den Saal der „Grünen Passage“ einzuladen, um Halbzeitbilanz zu ziehen und einen Ausblick auf die nächsten vier Jahre zu wagen.

Dieses „Bergfest“, wie es der Ortsverbandsvorsitzende Dietrich Bicher bezeichnete, bedeute hoffentlich nicht, dass jetzt alles wieder bergab gehe, und Moderator Roland Scharp, Vorsitzender der Gemeindevertretung und Kreistagsabgeordneter der Linken, wollte von seiner Parteifreundin wissen, was denn nun eine linke Landrätin von anderen Landräten unterscheide.

„Erdnähe“ als alte Tugend

„Erdnähe“, antwortete diese – eine Eigenschaft, die sie eigentlich auch von anderen Politikern erwarte und die aus einer schon lange zurückliegenden Zeit stamme. Dazu gehöre, vor den Bürgern Rechenschaft abzulegen.

Das gefiel den meisten der 50 Zuhörer, die sich größtenteils an noch länger zurückliegende Zeiten erinnern konnten. Ansonsten mussten sie erfahren, dass auch eine linke Landrätin in Sachzwängen steckt und sich nach Gesetzlichkeiten richten muss, oder – wie sie es gern etwas schemenhaft formuliert: „Es geht darum, Sachverhalte zu vermitteln und Fragen in Beantwortung zu bringen.“

Roland Scharp und Kornelia Wehlan (beide Linke) bei der Halbzeitbilanz der Landrätin von Teltow-Fläming in Blankenfelde-Mahlow Quelle: Hartmut F. Reck

Die Landrätin erwähnte gleich zu Beginn, dass sie auf dieses Amt, das sie als „Hammer-Job“ bezeichnete, „nicht scharf“ gewesen sei, sondern sich „mit aller Kraft“ für Teltow-Fläming einsetzen wollte. Als ihre Ziele von 2013 zählte sie „Lebenschancen für junge Menschen“ und „Perspektiven für Arbeit“ auf, schwärmte von der wunderbaren Landschaft im Süden des Kreises, für die sie im Norden warb.

Infrastrukturprojekte machen sich bezahlt

Bemerkenswert: Sie erwähnte ihren Vorgänger zwar nicht beim Namen, aber würdigte Peer Giesecke (SPD) als Ideengeber sowohl für die Fläming-Skate als auch für den vierspurigen Ausbau der B101. All das hätten die Linken damals noch als PDS zwar unterstützt, nicht aber die Finanzierung der vierten Spur. „Jetzt können wir es kaum erwarten, dass die Lücke bei Thyrow geschlossen wird“, sagte sie und verteidigte die Millionensummen, die der Kreis in solche Infrastrukturprojekte gesteckt hat und noch steckt. Das komme vor allem den Kommunen über die Gewerbesteuer der Betriebe, die sich deswegen hier angesiedelt hätten, zugute. Deshalb brauche der Kreis ihnen gegenüber kein schlechtes Gewissen zu haben.

Hohe Kreisumlage half bei Haushaltskonsolidierung

Gleichwohl räumte sie ein, dass auch die Städte und Gemeinden dem Kreis mit einer relativ hohen Kreisumlage geholfen haben, seine finanziellen Probleme in den Griff zu kriegen. Trotzdem schwimme der Kreis noch immer nicht im Geld. Die Senkung der Kreisumlage zwinge dazu, freiwillige Leistungen zu prüfen und Projekte wie die Unterstützung von Tagesmüttern und die Ausweitung der Schulsozialarbeit zurückzustellen.

Herausforderungen der Zukunft

Wichtig sei, so Wehlan mehrfach, dass der starke Norden und der strukturschwache Süden zusammenhalten. Den Stopp der Kreisgebietsreform bezeichnete sie als „richtige Entscheidung“ trotz all der Zukunftsherausforderungen, die sie vor allem in der Personalentwicklung in und Fachkräftegewinnung für die Kreisverwaltung sieht.

„Die nächsten vier Jahre werden also nicht leichter“, resümierte Roland Scharp. Dietrich Bicher ergänzte: „Konni arbeitet nicht auf ihr Ende als Landrätin zu.“

Von Hartmut F. Reck

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