Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Berliner Rentner ist täglich zu Gast
Lokales Teltow-Fläming Berliner Rentner ist täglich zu Gast
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:41 18.03.2017
Chefin Simone Gardey begrüßt in der Saunatherme Ludwigsfelde jeden Morgen Stammgäste. Einer von ihnen ist Klaus Ehrlich. Quelle: Jutta Abromeit
Anzeige
Ludwigsfelde

Fast ist es ein bisschen wie auf Kreuzfahrtschiffen: Alle wollen ihre Liege. Simone Gardey lacht. Sie ist derzeit Chefin in der Saunatherme Ludwigsfelde. Als Assistentin der Geschäftsführung sieht sie jeden Morgen die Schlange der Ersten im Foyer: Diszipliniert warten meist ältere Besucher an beiden Drehkreuzen. „Damit niemand zu lange stehen muss, öffnen wir immer schon ein paar Minuten früher“, erklärt die Gröbenerin.

Zu den Stammgästen gehört Klaus Ehrlich. Seit drei Monaten kommt der Berliner jeden Tag. Um 7.55 Uhr ist er am Bahnhof, um 8.15 Uhr in der Therme an der Fichtestraße. Eine ganz bestimmte Liege ist ihm nicht wichtig. „Hauptsache, ich treffe meine Bekannten hier“, erklärt der gelernte Industriebuchbinder aus dem Rheinland.

Halbe Stunde im Solebecken

Vor einigen Jahren hatte es ihn in die Hauptstadt verschlagen. Jetzt ist er Rentner und 70 Jahre alt. „So viele Kontakte wie jetzt hatte ich überhaupt noch nicht“, erzählt er, nur mit Badeshorts bekleidet. Und er dreht sich um, zeigt den Rücken und sagt: „Schau’n Sie mal - fast ganz weg. 95 Prozent habe ich wegbekommen.“ Er meint seine Schuppenflechte. Ganz schlimm sei die gewesen, am ganzen Körper habe er die trockenen juckenden Stellen gehabt. „2012 war das extrem.“ Er wusste nicht mehr weiter. Bis er einen Artikel las. „Da stand drin, dass man an die See fahren soll, wegen des Salzwassers.“ Klaus Ehrlich informierte sich und landete in Bad Wilsnack. Auch dort gibt es Sole in der Therme. Die hilft ihm gegen seine lästige und schmerzende Krankheit. Irgendwann erfährt er von der Therme in Ludwigsfelde. Fährt hin und schaut sie sich an. Sie gefällt ihm auf Anhieb. „Es war Liebe auf den ersten Blick – die Palmen, die ganze Dekoration zu den verschiedenen Jahreszeiten, die Galerie über’m Thermenbereich...“

Jeden Tag kommt er nun. Geht eine halbe Stunde ins Solebecken, dann eine halbe Stunde ins Natronbecken und hinterher in eine der 13 Saunen. „Am liebsten in die große, die Arena im Saunadorf“, erzählt er. Und dass er die Profisauna mit ihren 110 Grad auch mag.

Neue Freunde gefunden

Seine neuen Freundschaften sind 71 beziehungsweise 88 Jahre alt. Und fit wie er. „Wir haben uns kennengelernt, weil wir dieselbe Krankheit haben und den beiden Männern das Salz hier auch gut tut“, sagt er. Nein, ins Sportbad nebenan gehe er nicht. „Ich kann doch gar nicht schwimmen.“ Als Jugendlicher wäre er fast mal ertrunken. Seitdem fürchtete er sich vor tiefem Wasser, anderthalb Meter waren für ihn die Angstgrenze. Doch auch dabei half ihm die Therme, sagt er: „Seit ich hierher komme, habe ich keine Angst mehr vor Wasser.“

Dass er seine Krankheit zu Hause mit Salz in der eigenen Wanne kuriert, ist für ihn keine Alternative - „Ich habe nur ’ne Dusche“, er lacht. Und sagt, dass er auf diese täglichen Ausflüge nicht mehr verzichten möchte. Dafür spart er. Ist Mitglied im Saunaclub der Therme und nutzt aktuelle Angebote.

Auf die verweist Simone Gardey. Gerade hat auch in ihrem Haus die Fit- und Vitalwoche begonnen. „Da haben wir mit zusätzlichen Aktionen alle Hände voll zu tun.“ Sie meint die Hände von insgesamt 120 Beschäftigten, die für jährlich mehr als 700 000 Besucher arbeiten. Mit diesem Ansturm ist die FKK-Therme Ludwigsfelde die bundesweit „meistbesuchte in der Kristall-Gruppe“, so Simone Garday .

Von Jutta Abromeit

In Dahme sind drei neue Sozialarbeiter tätig. Sie arbeiten in der Grundschule, der Oberschule „Otto Unverdorben“ und im Jugendklub „Gleis 1“. Im Amtsausschuss stellten sie sich und ihre Arbeit vor. Dabei berichteten sie aber auch über Probleme, die ihnen den Arbeitsalltag erschweren.

18.03.2017

Aufatmen und Erleichterung im Zossener Hauptausschuss. Der Streit zwischen Stadt und Flächeneigentürmer über ein für den Bau der Dabendorfer Gesamtschule benötigtes Tauschgrundstück ist beigelegt. Darüber informierte Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B). Das letzte Wort in dieser Angelegenheit haben die Stadtverordneten.

18.03.2017

Im Trebbiner Naturkostladen von Corina Sonnenberg gibt es Obst, Gemüse und vieles mehr wie Biojoghurt und Quark.

18.03.2017
Anzeige