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Beschwipste Gläser und viele Tiere

Wünsdorf Beschwipste Gläser und viele Tiere

In der Ausstellung „Akzente 13“ in der Neuen Galerie in Wünsdorf werden Kunst und Kunsthandwerk präsentiert. Arbeiten von 32 Künstlerinnen und Künstlern sind diesmal dabei.

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In Kerstin Beckers Acrylmalerei spiegeln sich die Wolken auf der leicht gewellten Oberfläche eines „Märkischen Sees“. Zu sehen ist das Bild in der neuen „Akzente“-Schau.

Quelle: K. Grunow (3)

Wünsdorf. Bremer Stadtmusikanten einmal anders: Auf Sabine Niers Holzschnitt mogelt sich ein frecher Affe in den Tierreigen, der sowieso schon recht ungewöhnlich ist. Einzig der aus dem Märchen bekannte Hahn kräht hoch oben. Ganz einig scheinen die vier Tiere aber nicht über das Wohin und Wie zu sein. Sie passen aber sehr gut in die aktuelle Ausstellung in der vom Landkreis Teltow-Fläming betriebenen Neuen Galerie in Wünsdorf. Denn die „Akzente 13“-Schau versammelt so einige possierliche Tiere, Kuscheliges für Kinder von Charlotte Ehrt, die große Skulptur einer rotgefleckten Katze von Ine Spruit, eine kleine, expressionistisch anmutende Emaillemalerei auf Stahl mit Vögeln von Armgard Stenzel oder einen von Hannibals Elefanten, ebenfalls Emaille auf Stahl, von Manfred Stenzel.

Ausstellung findet zum 13. Mal statt

Die Zahl im Ausstellungstitel verrät es: Zum 13. Mal gibt es diese „Akzente“, mit jedem Jahr wird das Programm zwischen Kunst und Kunsthandwerk noch breit gefächerter, von Malerei und Grafik über Skulptur bis hin zu Gebrauchskeramik und außergewöhnlichem Schmuck. Diesmal fallen die aus Kupferdraht gestrickten so breiten wie filigranen Ketten von Ine Spruit auf. Und Rima Chammaas feiner Silber- und Goldschmuck sowie Manfred Stenzels Ketten aus Aluminium. Es gibt auch Anziehendes von der Kostümbildnerin und Designerin Lena Lukjanova, die in ihrem Wietstocker Atelier ungewöhnliche Schals aus Wolle und Seide kreiert.

Sabine Meitzners Keramik vor Jürgen Melzers Zossen-Bilder

Sabine Meitzners Keramik vor Jürgen Melzers Zossen-Bilder.

Quelle: Grunow

Die „Akzente“ sind sehr beliebt, bieten sie doch Gelegenheit, nach ganz besonderen Geschenken für Weihnachten zu stöbern. Und tatsächlich hatten schon am Tag nach der Eröffnung einige der ausgestellten Werke rote Punkte – verkauft. Es ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Ein preiswerter Klassiker sind die Sterne der Glaskünstlerin Beate Bolender. Und auch die herrlich geringelten Tontassen, Tonschalen und Krüge von Sabine Meitzner gehören zu den so preiswerten wie ansprechenden Mitbringseln aus der Neuen Galerie.

Arbeiten von 32 Künstlern

Arbeiten von 32 Künstlern und Kunsthandwerkern sind hier noch bis zum 18. Dezember zu sehen. Auch der Wünsdorfer Maler Bernd Stiehler ist wieder dabei, fünf Bilder zeigt er in der Galerie, in der ihm im nächsten Jahr eine Einzelausstellung gewidmet wird. Eine zart aquarellierte Momentaufnahme der vom Sturm aufgewühlten Atlantik-Küste ist zu sehen, aber auch mehrere „Uferimpressionen“ werden gezeigt, die das irre rot-braun-graue Farbenspiel des Lavagesteins auf der Kanareninsel La Palma wiedergeben. „Ich habe in den neunziger Jahren lange auf La Palma gelebt“, erzählt Stiehler. Bilder wie diese sind direkt vor Ort mit Blick auf die bunten Felsen entstanden.

Hintergrund

Malerei, Grafik , Skulptur, Keramik, Schmuck, textile sowie Glas- und Holzarbeiten sind in der Ausstellung „Akzente 13“ zu sehen.

Die 32 Künstlerinnen und Künstler kommen vor allem aus dem Landkreis Teltow-Fläming, aber auch aus Dahme-Spreewald, Potsdam, Berlin oder Halle.

Bis zum 18. Dezember ist die Schau zu besichtigen, geöffnet ist die Neue Galerie in der Gutenbergstraße 1 in Wünsdorf-Waldstadt immer donnerstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Dort der Atlantik, hier der „Märkische See“: Kerstin Beckers Panorama ist wohl komponiert, die saftiggrünen Bäume am gegenüberliegenden Ufer des Sees teilen das flache Bild genau in der Mitte. Die Wölkchen am Himmel werden verzerrt gespiegelt auf der Wasserfläche.

Ronald Paris mit zwei Aquarellen vertreten

Der Rangsdorfer Ronald Paris ist mit zwei großen Aquarellen vertreten. Er ist ein Meister der Landschaften und lockt in die italienische Region Latium. Der in Luckenwalde lebende Abdo Khalil hat das alte Viertel Jedaida voll reizvoller Architektur und quirligem Leben in der mittlerweile stark zerstörten und entvölkerten nordsyrischen Stadt Aleppo festgehalten. Kaum briefmarkengroß sind Frieda Knies Federzeichnungen von Tanzenden und Spaziergängern, „Miniaturinchen“ nennt sie diese. Pilou Kiesel findet ihre Gläser „beschwipst“, weil sie sonderbar aus der Form geraten sind, aber trotzdem noch stabil stehen. Franziska Zänker bewegt Holz in anmutigen Schwüngen, Sebastian David interpretiert das klassische Räuchermännchen neu als verzweifelten Hilferufer.

Von Karen Grunow

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