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Teltow-Fläming Bessere Bedingungen für Tagesmütter
Lokales Teltow-Fläming Bessere Bedingungen für Tagesmütter
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00:21 06.03.2018
Die Eltern aus Gebersdorf kämpfen für ihre Tagespflege. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Schrittweise werden die Bedingungen für Tagesmütter im Landkreis Teltow-Fläming verbessert. Das beschloss der Kreistag bei seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit, auch wenn in einzelnen Punkten Uneinigkeit herrschte. Auf jeden Fall werden für Tagespflegepersonen, so die amtliche Bezeichnung, rückwirkend zum 1. Januar einheitlich Urlaubs-, Fortbildungs- und Krankheitstage geregelt. Ab dem 1. Juli 2018 und noch einmal zum 1. Januar 2019 sollen finanzielle Verbesserungen eintreten.

Geringere Landeszuweisungen

Zudem stimmte der Kreistag den Ergänzung des Jugendhilfeausschusses (JHA) zu, diese Schrittfolge jeweils um ein halbes Jahr vorzuverlegen, aber nur „in Abhängigkeit der zu erwartenden Einnahmen“. Doch dies wird nicht möglich sein: Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) musste zur Sitzung ein Haushaltsrisiko in Höhe von 1,9 Millionen Euro ankündigen, weil die Landeszuweisungen ausgerechnet im Kita-Bereich deutlich niedriger ausfallen als angenommen.

Unzufriedenheit trotz Verbesserungen

Unzufriedenheit herrscht trotz aller Verbesserungen. So kritisierten Eltern aus Gebersdorf, dass auch in der zur Abstimmung stehenden neuen Richtlinie zur Förderung der Kindertagespflege keine Erweiterung der Altersspanne der zu betreuenden Kinder vorgesehen ist. In dem Dahmer Ortsteil gibt es eine Tagespflegestelle mit einer Erzieherin und einer Tagesmutter, die seit 2001 praktisch die Funktion eines Kindergartens einnimmt und Kinder in der Altersspanne bis zum Schuleintritt betreut.

Gebersdorfer laufen Sturm

Das ist nach Ansicht des Kreisjugendamtes gesetzlich nicht so vorgesehen. Deshalb hält es an einer Betreuung in Tagespflegestellen bis höchsten zum dritten Lebensjahr fest. Dagegen laufen die Gebersdorfer schon seit längerem Sturm, verfassten eine Petition und traten wiederholt bei den Bürgerfragestunden im Kreistag auf. So auch in dieser Woche.

Iris Schulze verwies auf die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Christoph Schulze (parteilos), wonach nichts gegen eine Weiterbetreuung spreche. Und Ortsvorsteher Hans-Georg Nerlich kritisierte: „Man hat mehr Zeit verwendet, nachzuweisen, was nicht geht, statt kreative Lösungen zu finden.“

Jugendhilfeausschuss bleibt hart

Die Öffnung der Tagespflegestellen für Vier- bis Sechsjährige hatten auch Tagesmütter aus Blankenfelde-Mahlow gefordert. Ihrer Petition gab der Kreistag zwar statt, nur aber in diesem Punkt nicht. „Wir sind der Meinung, dass wir das nicht tun sollten“, sagte die JHA-Vorsitzende Carola Hartfelder (CDU). Der Ausschuss hatte sich mit diesem Thema anderthalb Jahre lang intensiv beschäftigt.

Antrag auf Ausnahmegenehmigung

Schützenhilfe bekam sie von der Kreis-Beigeordneten Kirsten Gurske (Linke). Das Wahlrecht der Eltern beziehe sich laut Gerichtsurteil auf die inhaltliche Ausrichtung des Kindergartens, nicht aber auf die Betreuungsart. Ausnahmegenehmigungen könne es aber geben, wenn es an Kitaplätzen fehle. „Wir werden jetzt einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung stellen“, kündigte Nerlich gegenüber MAZ an.

Von Hartmut F. Reck

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