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Betriebsbesichtigung bei einem Champion

Groß Kienitz Betriebsbesichtigung bei einem Champion

Minsterpräsident Dietmar Woidke hat am Donnerstag das Textilservice-Unternehmen Mewa in Groß Kienitz besichtigt. Die Firma verleiht und reinigt Arbeitskleidung, wäscht Putztücher, Fußmatten und Handtuchrollen.

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Die Geschäftsführer Ralph Lehmann und Carsten Baumgarten, Ministerpräsident Dietmar Woidke, Landtagsmitglied Helmut Barthel, Dietlind Biesterfeld, Beigeordnete im Landkreistag Teltow-Fläming (v. l.)

Quelle: Jutta Brekeller

Groß Kienitz. Bei einem Betriebsrundgang hat gestern Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) das Textilunternehmen Mewa am Standort Groß Kienitz, ein Ortsteil der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, in Augenschein genommen. Die Geschäftsführer Carsten Baumgarten und Ralph Lehmann führten den Gast aus Potsdam durch die Anlagen, in denen unter anderem Arbeitskleidung aus 4500 Unternehmen gereinigt und ausgebessert wird. Es handelt sich dabei um Mietkleidung für 40100 Arbeitnehmer – vom Blaumann bis zur Businesskleidung. Monatlich werden hier aber auch 1,5 Millionen Putztücher, 4300 Fußmatten und 510 Handtuchrollen gereinigt. „Etwa 1000 Teile werden hier pro Stunde gewaschen“, sagt Ralph Lehmann.

Die Kleidung an den Transporthaken

Die Kleidung an den Transporthaken

Quelle: Jutta Brekeller

Der Prozess ist automatisiert. Jedes Kleidungsstück ist codiert, so dass nichts durcheinanderkommt. Am Computer kann man so den Weg von Hose, Shirt und Jacke genau verfolgen und bei Nachfragen Auskunft über den Stand des Reinigungsprozesses geben. Ist die Kleidung defekt, werden die entsprechenden Stellen von einer Mitarbeiterin am Computer markiert und an einer weiteren Station ausgebessert.

Seit 1999 in Groß Kienitz

Das Dienstleistungsunternehmen, das zum Mewa-Konzern mit Stammsitz in Wiesbaden gehört, zog 1999 von Berlin ins Brandenburgische. Wie Geschäftsführer Lehmann sagt, habe man vor, den Standort Groß Kienitz weiter auszubauen. Was besonders Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) freut, denn Steuereinnahmen kommen der Gemeinde zugute.

Dass dabei umwelttechnisch auf hohem Niveau gearbeitet wird, ist für das Unternehmen ein Markenzeichen. Dafür sprechen die Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis sowie die bereits zum dritten Mal ausgesprochene Ehrung als „Marke des Jahrhunderts“, die für die Königsklassen deutscher Produkte vergeben wird.

Ressourcenschonende Prozesse

Der Betrieb arbeitet nach Auskunft Lehmanns äußerst ressourcenschonend. So werde Wasser aus dem Produktionsprozess recycelt und für die Vorwäsche genutzt, Abwärme heizt einen Teil der Hallen. Reststoffe werden thermisch verwertet. Auch bei Transport und Lagerung lege man Wert auf nachhaltige Nutzung von Ressourcen. So gebe es statt sonst üblicher Plastikumhüllung textile Wäschebeutel.

137 Mitarbeiter

„Er ist einer der versteckten Champions in unserer Region und steht weltweit für höchste Standards“, lobt Ministerpräsident Dietmar Woidke den Betrieb, der derzeit 137 Menschen Arbeit bietet. Lob gibt es auch für die Lehrlingsausbildung. Der Betrieb zieht seine eigenen Fachkräfte heran. Viele bleiben dem Unternehmen auch nach der Ausbildung treu. Dennoch fehlen Fachkräfte. Geschäftsführer Carsten Baumgarten hofft, dass durch den Besuch des Ministerpräsidenten „unser Unternehmen in der Region noch bekannter wird“, wie er sagte. „Sowohl bezüglich unseres Dienstleistungsangebotes als auch als attraktiver Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb.“ Es gebe Ausbildungsmöglichkeiten sowohl in der Verwaltung als auch in der Textilreinigung und der Änderungsschneiderei. Auch Berufskraftfahrer würden gesucht.

Von Jutta Brekeller

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