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Betrug an Rentnerin verhindert

Ludwigsfelde Betrug an Rentnerin verhindert

Fast hätte eine 76-jährige Ludwigsfelderin am Dienstag 2200 Euro in bar an einen Trickbetrüger in die Türkei geschickt – doch aufmerksame Bankmitarbeiter konnten das verhindern. Sie machten die Frau auf den mutmaßlichen Betrug aufmerksam, als sie das Geld abheben wollte.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Ludwigsfelde. Aufmerksame Bankangestellte haben am Dienstag verhindert, dass eine 76-jährige Ludwigsfelderin 2200 Euro an Trickbetrüger schickt. Die Frau war am Vormittag von einer jungen, hochdeutsch sprechenden Frau angerufen worden, die sich als Mitarbeiterin ihrer Hausbank ausgab und behauptete, die 76-Jährige habe in der Türkei 36 800 Euro gewonnen, müsse aber Steuern und Gebühren zahlen. Sie könne damit eine Anwältin beauftragen. Die vermeintliche Anwältin rief 20 Minuten später an und verlangte, dass die Ludwigsfelderin 2200 Euro in bar in die Türkei schicken solle. Bei ihrer Hausbank machten die Mitarbeiter sie dann auf den Betrug aufmerksam.

Zweites Opfer in Ludwigsfelde

Mit einer ähnlichen Masche versuchte es ein Betrüger am Dienstagnachmittag bei einem 76-jährigen Ludwigsfelder. Der Anrufer gab sich als Staatsanwalt aus und behauptete, in der Türkei solle ein Strafverfahren gegen den Mann eröffnet werden. Gegen die Zahlung von 3000 Euro könne er das abwenden. Der Rentner erkannte den Betrug und erstattete Anzeige.

Polizei warnt vor Geldforderungen

Die Polizei warnt davor auf dubiose Geldforderungen einzugehen und sich über familiäre und finanzielle Verhältnisse ausfragen zu lassen. Betroffene sollten Rücksprache mit ihren Angehörigen halten und nie Geld an Unbekannte übergeben. Die Polizei sollte man immer nur über die öffentlich bekannten Nummern anrufen.

Folgende Verhaltensregeln sollten Betroffene beachten, schreibt die Polizei:

Ob nun angeblicher Enkel, falscher Polizist oder ein Großgewinn…

•Lassen Sie sich niemals auf dubiose Geldforderungen ein, von wem und unter welchem Vorwand auch immer!

•Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!

•Halten sie Rücksprache mit Ihren Angehörigen!

•Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können!

•Rufen Sie die Polizei zurück. Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – ABER NICHT die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde!

•Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers!

•Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind! Überweisen sie kein Geld!

•Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei – Nutzen Sie dazu die Telefonnummer: 110

•Informieren sie im Zweifelsfall immer zeitnah die Polizei!


Von MAZonline

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