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Bewährungsstrafe für Raser

Urteil nach Unfall in Rangsdorf Bewährungsstrafe für Raser

Im Januar dieses Jahres ist der Altenpfleger Detlef R. bei einem dramatischen Unfall ums Leben gekommen. Ein Auto erfasste den Mann direkt vor der Tür seines Arbeitgebers. Der Fahrer des Autos war betrunken und zu schnell unterwegs. Er ist nun vom Amtsgericht verurteilt worden.

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Zossen. Die Tragödie, die sich am Abend des 26. Januar diesen Jahres in Rangsdorf abgespielt hatte, fand nun im Amtsgericht Zossen zumindest ihren juristischen Abschluss. Damals wurde der Altenpfleger Detlef R. auf dem Gehweg direkt vor seiner Arbeitsstätte in der Seebadallee von einem Auto erfasst und starb noch am Unfallort. Der 49-Jährige hatte gerade Feierabend gemacht und wollte sich auf den Heimweg nach Berlin begeben.

Der Unfallverursacher war ein zu diesem Zeitpunkt 22 Jahre junger Mann aus Blankenfelde, der unter Alkoholeinfluss stand und zudem mit stark überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. In einer leichten Linkskurve verlor er die Kontrolle über das Auto, das einem Freund gehörte und das er unerlaubt benutzt hatte. Der Pkw kollidierte zunächst mit einem Baum, erfasste dann das Opfer, ehe er in einer Hecke zum Stehen kam.

Gleich zu Beginn der dreistündigen Verhandlung entschuldigte sich der Angeklagte mit stockenden Worten bei den anwesenden Familienmitgliedern des Opfers. Besonderer Wert wurde angesichts der geklärten Schuldfrage auf die Hintergründe des Unfalls und seinen Ablauf gelegt.

Der Blankenfelder hatte den ganzen Tag auf dem zugefrorenen Rangsdorfer See mit Freunden Eishockey gespielt und dabei Glühwein und Bier getrunken. Als der Vorrat zur Neige ging, entschloss er sich, Nachschub zu holen. Später wurden bei ihm 1,4 Promille Alkohol im Blut festgestellt. Erschwerend kam hinzu, dass er seinen Führerschein bereits kurz zuvor abgeben musste, wegen Fahrens unter Alkohol- und Drogeneinfluss.

Neben einem Beifahrer hatte der 22-Jährige noch zwei junge Frauen im Auto, denen er scheinbar imponieren wollte. Diesen Schluss ließen die Aussagen der Zeugen zu. Das Glatteis zu dem Unfall beitrug, konnte hingegen nicht nachgewiesen werden. Die Identität der beiden Frauen, die sich direkt nach dem Unfall vom Tatort entfernt hatten, blieb auch nach der Verhandlung weiter ungeklärt.

Am Ende wurde der Raser zu zwei Jahren Haft – für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt – 1000 Euro Strafe und drei Jahre Führerscheinentzug verurteilt. Bei der Urteilsverkündung wies die Richterin ausdrücklich darauf hin, dass der junge Mann sein restliches Leben mit den Bildern der Unglücksnacht leben muss.

Von André Kasubke

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