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Teltow-Fläming Bewegung im Wald-Streit
Lokales Teltow-Fläming Bewegung im Wald-Streit
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00:25 16.03.2018
Anwohner und Gemeinde streiten um den Wald in Rangsdorf. Quelle: Foto: Zielke
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Rangsdorf


Der Protest gegen den Bebauungsplan RA26 in Rangsdorf zeigt offenbar erste Erfolge. Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) hat angekündigt, die neuesten Einwände von Bürgern erneut beraten zu lassen. Am kommenden Dienstag werden die strittigen Punkte erneut im Bauausschuss diskutiert und abgewogen. „Wir haben uns dazu entschlossen, obwohl es nicht nötig gewesen wäre“, sagte Rocher.

Das Bebauungsplanverfahren mit dem Ziel, den Waldcharakter des Gebiets zu erhalten, läuft seit fast drei Jahren. In dieser Zeit hätten die von dem Bebauungsplan betroffenen Anwohner aus dem Gebiet zwischen Zülowniederung und Langer Berg längst Stellung nehmen können, sagt der Bürgermeister.

Gemeinde kann nicht jeden Bürger einzeln informieren

Zwischen April 2015 und August 2017 habe die Gemeinde über den Allgemeinen Anzeiger sieben Mal über das Bebauungsplanverfahren informiert. „Lesen müssen die Leute alleine. Wir können nicht jeden Bürger anschreiben, der womöglich von irgendwas betroffen ist“, sagt Rocher. Dafür reichten die personellen und finanziellen Kapazitäten nicht aus. Genau das hatten die Anwohner kritisiert, die zu mehreren Dutzend am vergangenen Donnerstag in die Gemeindevertretersitzung gekommen waren. „Viele ältere Bewohner können nicht zu den Sitzungen kommen und sich auch nicht im Internet informieren“, sagte Kerstin Treptow.

Die „Bürgerinitiative für ein l(i)ebenswertes Rangsdorf“ überreichte eine Petition zur Verlängerung der Einspruchsfrist bis zum 5. Mai. Die ursprüngliche Frist war bereits am 7. März abgelaufen. In der Petition wird auch die Informationspolitik der Gemeinde kritisiert.

Anwohner überreichen Katalog mit 37 Fragen

Neben der Petition, über die demnächst die Gemeindevertreter entscheiden, überreichten Vertreter der Bürgerinitiative (BI) einen Katalog mit 37 Fragen. „Wir sind daran interessiert, den Waldcharakter des Gebiets zu erhalten, haben aber andere Vorstellungen als die Gemeinde“, sagte BI-Sprecher Andreas Dubrowsky.

Bürgermeister Klaus Rocher wirft der BI vor, die Anwohner mit falschen Informationen zu verunsichern. „Es stimmt nicht, dass Grundstücke zwangsaufgeforstet werden und es wird auch niemand enteignet.“ So lange Grundstücksbesitzer keine genehmigungspflichtigen Baumaßnahmen planen, müssen sie auch keine Bäume pflanzen. Zudem zählten auch die Bäume, die bereits stehen. Vergangene Woche verteilte die Gemeinde eine ausführliche Information in die Briefkästen. Bislang haben 15 Prozent der Anwohner des Gebiets Einwände formuliert.

Edmund Wirzba, einer der Sprecher der BI, versprach, dass sich eine verspätete Einmischung der Anwohner nicht wiederholen werde: „Wir beteiligen uns künftig häufiger und werden regelmäßig an den Sitzungen teilnehmen.“

Von Christian Zielke

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