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Beziehungsdrama: Autos in Flammen

Luckenwalde Beziehungsdrama: Autos in Flammen

Ein 64-Jähriger zündet in der Fontanestraße in Luckenwalde (Teltow-Fläming) offenbar aus Beziehungsfrust in der Nacht zu Donnerstag ein Auto an. Das brennende Fahrzeug rollt gegen ein zweites Auto – beide brennen völlig aus. Der mutmaßliche Täter ist betrunken und greift auch noch Polizisten an.

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Viel ist vom Opel nicht übrig geblieben. Das Fahrzeug, das innen komplett ausgebrannt ist, wurde gestern abtransportiert.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde . In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag standen in der Fontanestraße in Luckenwalde zwei Autos in Flammen. Wie die Polizei mitteilt, konnte ein 64-Jähriger unter anderem durch einen Zeugenhinweis gestellt werden.

Was war passiert? Passanten, die gegen 23.30 Uhr in der Fontanestraße unterwegs waren, hatten einen Mann beobachtet, der sich an einem parkenden Citroën zu schaffen machte. Sie vermuteten, dass er den Pkw in Brand setzen wollte. Und genau das tat er. „Ein Zeuge, der versuchte das Feuer zu bekämpfen, wurde sofort durch den Tatverdächtigen angegriffen und getreten“, berichtet Pressesprecherin Jana Birnbaum. Der mutmaßliche Täter flüchtete anschließend. Der Zeuge lief dem Mann nach und sah, in welchem Hauseingang dieser verschwand.

Die beiden Autos brannten komplett aus

Die Ehefrau des Zeugen rief die Polizei. Bis zum Eintreffen der Beamten musste sie allerdings mit ansehen, wie der Citroën komplett ausbrannte und das Feuer auf einen weiteren Pkw übersprang. „Als wir dort eintrafen stand der Wagen bereits in Flammen und rollte plötzlich auf ein anderes Fahrzeug, einen Opel, der dadurch ebenfalls in Brand geriet“, sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Torsten Fähnle. Sowohl der Citroën als auch der Opel brannten vollständig aus. Der Schaden beläuft sich auf etwa 11 000 Euro.

Der Brandfleck vom Citroën in der Fontanestraße

Der Brandfleck vom Citroën in der Fontanestraße.

Quelle: Margrit Hahn

Im Rahmen der ersten Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Halterin des Citroën in Trennung lebt. Dank des Zeugenhinweises verdichteten sich die Hinweise, dass ihr ehemaliger Lebenspartner als Tatverdächtiger in Frage kommt. Polizei und Rettungsdienst waren alarmiert. Denn der Mann hatte gegenüber seiner Ex-Partnerin Suizidabsichten geäußert und öffnete den Beamten seine Wohnungstür nicht. Die Feuerwehr brach die Tür auf. Der 64-Jährige wurde mit Verletzungen aufgefunden, die er sich nach bisherigen Erkenntnissen wohl selbst beigebracht hatte. Er wurde von Sanitätern versorgt.

Brandstifter schlug auf Polizisten ein

Doch ruhig lief es nicht ab. „Noch während der Überprüfung seiner Identität, ging er unvermittelt auf einen Beamten los und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht“, berichtet Birnbaum. Weitere Angriffe konnten die Polizisten jedoch verhindern. Der 64-Jährige, der einen Atemalkoholwert von 1,33 Promille hatte, wurde überwältigt und in Gewahrsam genommen. Derzeit laufen gegen ihn die Ermittlungen wegen Brandstiftung, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

In der Nachbarschaft sorgte der Vorfall gestern für Gesprächsstoff. „Meine Frau sah das Feuer vom Fenster aus“, sagt Jürgen Weidner, den Notruf anrief. Auch Hannelore Handke war besorgt. Sie hatte es knallen gehört und erst vermutet, es würde sich um Silvesterknaller handeln. Als sie dann die Jalousien hochzog, sah sie das Feuer. „Ich hatte Sorge, dass Feuer könnte auf die Wohnungen übergreifen“, fügt sie hinzu.

Von Margrit Hahn

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