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Teltow-Fläming Biber: Plagegeister und Nützlinge
Lokales Teltow-Fläming Biber: Plagegeister und Nützlinge
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00:31 04.12.2015
Diesen Baum fällen die Biber wohl demnächst. Quelle: H.-Dieter Kunze
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Rinow

Wie geht es Meister Bockert? Anscheinend recht gut. Davon konnten sich Interessenten am sogenannten E-Graben bei Rinow jüngst überzeugen. Die Aktivisten vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu), Thomas Kunze aus Knippelsdorf und Gerhard Maetz, der zugleich bei der Naturschutzbehörde Teltow-Fläming für den Artenschutz zuständig ist, laden seit 2004 immer zur Kontrolle der Biber-Population am 1. Advent ein.

Teilnehmen durfte jeder, der es möchte. Zu sehen sind die scheuen Tiere allerdings sehr selten – dafür aber ihr Werk in Form von geschickt errichteten Staudämmen. Damit sorgen sie in­stinktmäßig in Fließgewässern immer um den für sie richtigen Pegel, denn 50 Zentimeter Tauchtiefe brauchen sie mindestens.

Allerdings, und darin liegt der Konflikt, benötigen sie als Baumaterial reichlich Laubgehölz. Das wächst in unmittelbarer Umgebung reichlich und einen stattlichen Baum zu fällen, ist keine Hürde für die scharfen Nagezähne von Bibern. Damit ist ein Konflikt mit dem Menschen programmiert.

Das bestätigte Siegfried Seehafer, ein eigenständiger Landwirt aus Mehlsdorf. Altersbedingt will er seinen Hof und die Flächen, die teilweise unmittelbar am E-Graben im Mehlsdorfer Busch liegen, bald an seine Tochter Ute übertragen. Beide waren bei der Tour in Rinow dabei. „Der Biber ist, wenn die Population ausufert, schädlich, aber auch nützlich zugleich“, brachte es Siegfried Seehafer auf den Punkt. Das Bäume fällen und Dämme bauen kann zu größeren Schäden führen. Allerdings profitierte in diesem Jahr der Mehlsdorfer Landwirt und seine Kollegen davon. Denn die anhaltende Trockenheit machte zumindest den Anrainerflächen weniger zu schaffen, nachdem die Biber das Wasser angestaut hatten.

Siegfried Seehafer bezeichnet sich selbst als Naturliebhaber. Auch durch sein Engagement wurde ein Abholzen des Mehlsdorfer Busches verhindert. „Natur- und Umweltschutz sowie die Landwirtschaft passen zusammen“, sagte er. Das wäre immer sein Bestreben gewesen und diese Erkenntnis wolle er an seine Tochter weitergeben.

Im Anschluss an die Schau am E-Graben lud Thomas Kunze die Teilnehmer zu einem deftigen Mahl zu sich nach Hause ein, dort wurde dann eifrig weiterdiskutiert.

Von H.-Dieter Kunze

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