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Teltow-Fläming Biber fühlen sich pudelwohl
Lokales Teltow-Fläming Biber fühlen sich pudelwohl
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06:25 21.10.2016
Über das Schweinitzer Fließ sind die Biber vermutlich vor 50 Jahren bis Bärwalde gekommen. Quelle: Uwe Klemens
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Bärwalde

Das kleine Bärwalde am Rand der Gemeinde Niederer Fläming ist ein Ort der Romantik. Nicht nur, weil hier einst das Dichterpaar Bettina und Achim von Arnim zu Hause war, sondern vor allem wegen seines urwüchsigen Zustandes. Zu Bärwaldes Sehenswürdigkeiten gehören deshalb nicht nur die Reste der nach dem II. Weltkrieg geschliffenen, herrschaftlichen Wasserburg, sondern auch seine tierische Artenvielfalt.

Prominentester Bewohner ist der Biber. Den bekommt man als Spaziergänger kaum zu Gesicht, da das pelzige Wesen nachtaktiv und äußerst menschenscheu ist. Nur an den Spuren seines Hungers und Nestbautriebes lässt sich seine Anwesenheit zweifelsfrei feststellen.

Entzückte Naturfreunde

Der Meinsdorfer Tierarzt und Heimatforscher Reinhard Anders ist vermutlich der Erste, der vor genau 50 Jahren in der Nähe des einstigen slawischen Burgwalls die ersten Biberspuren entdeckte und seinen Augen kaum trauen mochte. Heimatnaturforscher wie der inzwischen verstorbene Eduard Prinke gingen den Hinweisen nach und waren über die Neuansiedlung ebenso verwundert wie entzückt.

Auch Wissenschaftler aus anderen Landesteilen kamen in den ersten Jahren zu wissenschaftlichen Studien nach Bärwalde. Jetzt steht das Biberrevier unter Beobachtung durch das Landesumweltamt und wird ein bis zwei Mal pro Jahr kontrolliert.

Die typische Arbeit eines Bibers. Quelle: Landkreis Teltow-Fläming

Eine Aufgabe, die der ehrenamtliche Naturkartierer Thomas Kunze aus Knippelsdorf im Nachbarlandkreis Elbe-Elster gerne übernimmt. „Zu Gesicht bekommen habe auch ich den Biber nur selten“, sagt er. „Deshalb zählen wir auch nicht die Tiere, sondern die Biberburgen und können so in etwa schätzen, wie viele Tiere es gibt.“ Nach Kunzes Kenntnisstand gibt es im verzweigten Grabensystem des Schweinitzer Fließes rings um Bärwalde derzeit drei Biberburgen, wovon mindestens eine bewohnt ist. Zusammen mit den Elterntieren können bis zu sieben Exemplare in einer Burg zu Hause sein. Wenn die Jungtiere etwa ein Jahr alt sind, werden sie von den Eltern verbissen und suchen sich in der Nähe ein eigenes Revier.

Als Problem wird der Biberbestand nur selten angesehen. Während sich Reinhard Anders mit seiner Klage, die Tiere würden den Jahrhunderte alten Eichenbestand gefährden, vor ein paar Jahren noch mit Naturschützern anlegte, spricht Kunze von einer allgemeinen Akzeptanz in der Bevölkerung.

Klagen kommen von den Landwirten

Nur Landwirte, die entlang des Fließes die Felder bewirtschaften, klagen zuweilen über den niedrigen Wasserstand, weil die vom Biber errichteten Dämme das Wasser stauen. Manchmal mit, manchmal auch ohne Zustimmung der Naturschutzbehörde werden die zu groß gewordenen Dämme dann ausgehoben. „Den Biber selbst stört das kaum, er beginnt gleich mit dem Neubau“, sagt Kunze. Der einzige natürliche Feind des Bibers ist in unserer Region der Wolf. „Ein Fuchs ist zu schwach, um die fest verkeilte Burg zu knacken“, sagt der Naturfreund.

Ein paar Kilometer stromaufwärts gibt es inzwischen sogar eine Art Willkommenskultur für den Biber. In Rinow, wo es mittlerweile auch mehrere Burgen gibt, füttern Anwohner mit Fallobst und bekommen so manchmal die Tiere sogar zu Gesicht. In Hohenseefeld, wo vor zwei Jahren der erste Biber am Teich gesichtet wurde, freut man sich über die tierische Hilfe beim Sauberhalten des Gewässers.

Von Uwe Klemens

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