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Bibliothek besteht seit 170 Jahren

Luckenwalde Bibliothek besteht seit 170 Jahren

Zehn Taler nahm der Handwerkerverein Luckenwalde anno 1846 in die Hand, um ein öffentliche, kostenlose Buchausleihe zu gründen. Heute blickt die Stadtbibliothek auf ihr 170-jähriges Bestehen zurück. Ihre Geschichte zeigt sie in einer neuen Ausstellung.

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Elka Freudenberger (r.) zwischen alten Buchregalen.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Viele Geburtstagsgäste begrüßte die Luckenwalder Stadtbibliothek im Bahnhof an ihrem 170. Gründungstag. Es war der 27. September 1846 als sich in Luckenwalde der Handwerkerverein gründete. Nur zwei Tage später fassten seine Mitglieder den Beschluss, eine Leihbibliothek zu gründen. Mit einem Budget von zehn Talern wurden die ersten Bücher gekauft und kostenlos verliehen. „Das ist mir noch nie passiert“, sagte Bibliotheksleiterin Elka Freudenberger bei der Begrüßung im Foyer des ehemaligen Bahnhofs. Aber früher, beziehungsweise ganz früher war eben alles ganz anders.

Bibliotheksleiterin Elka Freudenberger  begrüßte die Gäste

Bibliotheksleiterin Elka Freudenberger begrüßte die Gäste.

Quelle: Hartmut F. Reck

Etwas anders war es auch noch in Zeiten, an die sich Elka Freudenberger erinnern kann. 1979 kam sie nach ihrem Studium nach Luckenwalde, um ihr Berufspraktikum zu absolvieren. Seitdem ist sie der Bibliothek treu geblieben. Erinnerungen wecken bei ihr zum Beispiel die einstigen Buchregale mit Kiefernfurnier und vor allem deren Inhalt: die blauen Bände der Marx-Engels-Werke. Daneben die Geschichte der SED oder die Autobiografie von Nicolae Ceausescu. Alle Bücher viel verlegt und wahrscheinlich eher wenig gelesen, aber Pflichtbestand in jeder öffentlichen Bibliothek der DDR. Jetzt sind sie Teil einer Ausstellung, die anlässlich des Jubiläums seit Donnerstag in der Bibliothek zu sehen ist.

Gang durch die Ausstellung

Gang durch die Ausstellung.

Quelle: Hartmut F. Reck

Bei allen politischen Umbrüchen in diesen 170 Jahren war die Luckenwalder Bibliothek fast ununterbrochen geöffnet, sagte die Bibliotheksleiterin. Dazwischen gab es kurze Unterbrechungen, in denen oft politisch unliebsam gewordene Literatur und Sachbücher aussortiert wurde. Noch häufiger ist die Bibliothek umgezogen. „Die Bücherbestände wuchsen ständig und der Platz war immer beengt“, weiß Freudenberger auch aus eigener Erfahrung. Seit 2008 hat man endlich genug Platz, als die Bibliothek in den ehemaligen historischen Bahnhof mit seinem modernen Anbau zog. Aber auch dort musste man Möbel und Regale rücken, um der Ausstellung Platz zu schaffen. Sie ist nun sowohl im Foyer als auch im Kaisersaal zu sehen. Dort hängen historische Ansichten von den acht bisherigen Standorten und dem jetzigen.

Bei allen modernen Medien, die dort auch angeboten werden, bevorzuge sie immer noch das Buch, sagte Elka Freudenberger. Oft werde sie dann gefragt: „Buch?“ Ja, antworte sie dann: „Buch!“

Von Hartmut F. Reck

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