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Teltow-Fläming Bibliothekar und Naturschützer
Lokales Teltow-Fläming Bibliothekar und Naturschützer
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00:17 23.06.2015
Gerhard Maetz, der gern in Mönchskutte auftritt, überreicht das Prinke-Buch an Arne Raue und Annette Krause. Quelle: Gertraud Behrendt
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Jüterbog

In 29 Beiträgen für den Heimatkalender Teltow-Fläming hatte der Naturkundler Eduard Prinke die Landschaft der Region mit ihrer speziellen Flora und Fauna beschrieben. Jetzt sind die „Naturerlebnisse im Fläming“ in einem Buch zusammengefasst.

Zu kaufen gibt es dieses Werk des 2013 verstorbenen Naturschützers nicht. Aber seit neuestem kann man es in der Bibliothek Jüterbog ausleihen. Nach seinem Tod sorgten viele von Prinkes Weggefährten dafür, dass die einzelnen Beiträge in einem Buch gebündelt wurden. Katrin Greiser vom Naturpark Nuthe-Nieplitz kümmerte zum Beispiel sich um Sponsoren.

Die meisten Exemplare der kleinen Auflage sind längst vergeben. „Es war schwierig, überhaupt noch ein Buch für die Bibliothek übrig zu behalten“, sagt Gerhard Maetz, der einen einfühlsamen Nachruf für Prinke verfasst hat. Der Naturschützer überreichte kürzlich das seltene Druckwerk an Bürgermeister Arne Raue (parteilos) und die stellvertretenden Leiterin der Bibliothek, Annette Krause. Raue war besonders an den Schilderungen des Naturschutzgebietes Zarth interessiert (die MAZ berichtete) und versprach, es sich bald einmal anzusehen. Annette Krause wurde von Maetz daran erinnert, dass Prinke einer ihrer Vorgänger war.

Prinke ist zwar wegen seines Engagement im Natur- und Artenschutz vielen noch im Gedächtnis, aber 1962 wurde er Bibliothekar in der Stadt- und Kreisbibliothek Jüterbog, von 1964 bis 1968 leitete er die Einrichtung, ehe er zum Rat des Kreises auf die damals neu geschaffene Stelle „Naturschutz und Naherholung“ wechselte.

Geboren wurde Prinke 1939 in Gablonz, dem heutigen Jablonec. Er musste mit seinen Eltern 1946 seine Heimat verlassen und landete im heutigen Neuheim. Nach dem Abitur 1958 in Jüterbog arbeitete er im VEB Gablona und begann 1959 eine Lehrerausbildung in Potsdam mit Schwerpunkt Biologie. Aus gesundheitlichen Gründen musste er das Studium abbrechen. Die Leidenschaft für die Natur blieb.

Neben dem Beruf als einer der wenigen hauptamtlichen Naturschützer machte er sich als Pilzberater einen Namen. „Er hatte selbst mal eine Pilzvergiftung“, sagt Maetz. Nicht etwa, dass Prinke sich vertan hätte. „In einer Gaststätte war eine Pilzsuppe immer wieder aufgewärmt worden – und er kannte Vergiftungs-Symptome genau“, sagt Maetz. Er erinnert sich auch daran, dass nicht alle Prinkes Begeisterung für Frösche teilten. In einem Dorf bei Dahme untersuchte mein Kollege das plötzliche Verstummen der Laubfrösche. „Ein Anwohner hatte Gülle in den Teich gelassen, damit er schlafen konnte“, berichtet er.

Prinke selbst schrieb im Heimatkalender von 1992 „Auf Pilzjagd im Kreis Jüterbog“, wie sehr sich Pilzexperten über eine seltene Art freuen. Nur wenige werden zu schätzen wissen, wie begeistert er war, einen Sumpf-Haubenpilz in Klausdorf zu sehen und wie besorgt, als er den sehr giftigen Satansröhrling direkt in den Parkanlagen von Treuenbrietzen gefunden hatte. Ein weiterer seltener Röhrling, der Wurzelnde Bitterröhrling, hat seit Jahren seinen Stammplatz unter den Alteichen im Bärwalder Busch.

Von Gertraud Behrendt

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