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Bilder und Geschichten aus 400 Jahren

Baruth Bilder und Geschichten aus 400 Jahren

Mit Mittelalterfest, einem Festumzug und vielen Gästen feierte Baruth am Sonnabend das Stadtjubiläum rund um das Alte Schloss. Zahlreiche Festwagen nahmen an dem großen Umzug teil. Für Bürgermeister Peter Ilk gab es eine spezielle Jubiläumstorte.

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Mit ihren Schaukämpfen versetzten die Ritter vom Lilienbund die Besucher des Baruther Stadtfestes zurück ins Mittelalter.

Quelle: Gudrun Ott

Baruth. Im Jahr 1616, vor 400 Jahren, erhielt der Ort Baruth das Stadtrecht. Ein Grund zum Feiern. „Ein gelungener Festauftakt“, schwärmte Baruths Bürgermeister Peter Ilk (Listenvereinigung Ortsteile Baruth LOB) am Sonnabend. „Es kamen viele Besucher, das Wetter spielte mit, ich bin zufrieden.“ Bereits vor dem großen historischen Festumzug durch die Baruther Innenstadt tummelten sich die Besucher rund um das Alte Schloss, das 1671 auf den Fundamenten einer Burg errichtet wurde.

Erste Erwähnung im Jahr 1234

„Aber bereits 1234 gab es den ersten amtlichen Nachweis von Baruth“, sagt der Paplitzer Ortschronist Gerhard Schulze. Der 84-Jährige hat nicht nur die Paplitzer Chronik, sondern auch die von Ba-ruth erstellt. Dazu kommen die Ba-ruther Geschichten. Eine Trilogie auf rund 700 Seiten.

Karin Marsch zeigte die alte Kunst des Spinnens

Karin Marsch zeigte die alte Kunst des Spinnens.

Quelle: Gudrun Ott

Am Jubiläumswochenende war Schulze mit Videokamera und Fotoapparat unterwegs. Er filmte die vielen Menschen, die die Straßen säumten, die lange Reihe der festlich geschmückten Wagen, angeführt von den Cottbuser Musikspatzen und den Spreewälder Jungs. Mit dabei waren auch die Schöbendorfer, die mit ihrem Eichenrundweg und dem Naturquellbad warben, der Ortsteil Ließen, das Dorf der Holzfäller, Handwerker und Musiker, das Dorf Petkus, das von der Landwirtschaft geprägt ist, und das Ferdinand von Lochow (1849-1924) mit seinen Zuchterfolgen beim Saatroggen europaweit bekannt gemacht hat.

Auch die Sportvereine präsentierten sich

Es präsentierten sich neben den zwölf Ortsteilen auch Vereine wie der Petkuser Sportverein, der SV Fichte Baruth oder der MC Baruther Urstromtal. Auch der Kleintierzuchtverein Baruth marschierte mit, der Wildpark Johannismühle zeigte die Jäger der Lüfte. Viele Gewerbetreibende kamen mit eigenem Festwagen. Auch Kita, Hort, Grundschule und die Feuerwehr wurden von den Besuchern umjubelt. Bürgermeister Peter Ilk lobte die gute Organisation und wünschte seiner Stadt eine weiterhin positive Entwicklung. Vom Förderverein der Feuerwehr gab’s zur Feier des Tages eine der Stadt gewidmete Torte, die Ilk gemeinsam mit Hermann Hoppe vom Förderverein der Feuerwehr anschnitt. Helmut Dornbusch, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes sowie Brieftaubenzüchter, ließ zu Ehren des Festes 220 Tauben fliegen. Lutz Möbus, Ortsvorsteher von Baruth, dankte allen Helfern und Sponsoren. Ein Grußwort richtete Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke) an Gastgeber und Gäste. „Baruth ist immer eine Reise wert“, sagte sie und erinnerte an Theodor Fontane. Der Dichter wusste: In kleinen Städten findet man Ruhe zum Denken, findet man Glück und Freude.

historische Kostüme aus verschiedenen Epochen

historische Kostüme aus verschiedenen Epochen.

Quelle: Gudrun Ott

Das sehen Nele, Lilly und Thea ebenso. Den zwölf Jahre alten Mädchen gefiel das Fest ausgesprochen gut. Sie ließen sich vom Mittelaltermarkt und dem Schauhandwerk des Fördervereins Brauchtumspflege Lilienbund in den Bann ziehen. Der Verein hatte diverse Zelte aufgeschlagen und lockte mit Ritter-Schaukämpfen, Bogenschießen und Turnieren für Kinder. Aber auch die älteren Gäste waren begeistert. Sie fühle sich zurückversetzt in die Zeit von Walther von der Vogelweide, sagte eine Ludwigsfelderin beim Betrachten der wendegenähten Schuhe und des Zinnenhuts von Marcus von Agricola, der mit bürgerlichem Namen Markus Rogawski heißt. „Das Mittelalter, das ist mein Leben“, bekannte Kerstin zu Dabendorf. Der Vereinsvorsitzende Carsten Guth, mit mittelalterlichem Namen Tihomir von Ibicha, lächelte zustimmend und werkelte an seiner mittelalterlichen Drehbank. Ein gelungenes Fest, vom Mittelalter bis zur Gegenwart.

Von Gudrun Ott

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