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Teltow-Fläming Bilder von Emily Pütter in der Neuen Galerie
Lokales Teltow-Fläming Bilder von Emily Pütter in der Neuen Galerie
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05:50 02.05.2016
Emily Pütter in der Neuen Galerie in Wünsdorf. Quelle: Stephan Laude
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Wünsdorf

Michael Neils elektronische Improvisation zur Vernissage erinnerte an Luftschutzsirenen – eine musikalische Reflexion auf die militärische Vergangenheit von Wünsdorf. Jetzt gibt es zum Thema auch ein Gemälde: „Wünsdorf-Blues“. Es handelt sich um eines der neuen Werke von Emily Pütter, die seit Sonnabend in der Neuen Galerie in Wünsdorf ausgestellt sind.

Neben den hohen Spitzbunkern aus der Nazi-Zeit sind auf dem in Mischtechnik ausgeführten Bild Häuser und Gärten zu sehen, mit viel Grün und Rot. Das sei die mitteleuropäische Farbtradition, so die Künstlerin. Und es gibt Ausradierungen, quasi weiße Löcher. Sie finden sich auch auf anderen Gemälden und symbolisieren „die weißen Löcher im Bewusstsein“. Für die „E-Motionen – Malerei elaborierter Gefühls- und Stimmungslagen“ genannte Ausstellung sind also nicht nur hoch differenzierte innere Befindlichkeiten der Künstlerin auf den Malgrund übertragen worden, es geht letztlich um Politik. Zentrales Thema sind die „Schattenmengen“ – eine Wortschöpfung Pütters für „Menschen, die keinen Ort mehr haben, die irgendwo hin wollen und die eigentlich keiner will“. Auch in ihren zahlreichen Hühner-Bildern sieht Emily Pütter einen politischen Hintergrund: globalisierte Tiere. Sie gackern überall, legen überall Eier. In einem Film hatte Pütter gesehen, wie zwischen all den zusammengepferchten Menschen auf einem Flüchtlingsboot ein Huhn hockte.

Der Kunsthistoriker Wendelin Renn, der aus dem baden-württembergischen Villingen-Schwenningen, wo er Leiter der städtischen Galerie ist, als Laudator nach Wünsdorf gebeten worden war, sagte, mit dem Titel ihrer Ausstellung gebe Emily Pütter „gewaltige Rätsel vor“, schon weil ihm der Umgang mit der Kunst aus der Perspektive „des Bauches“ bisher suspekt gewesen sei.

Aber er bescheinigt Emily Pütter die hohe Qualität ihrer Kunst. Ihr bildnerisches Handeln fordere „appellativ ein Bekenntnis zu friedlichem menschlichen Miteinander“ ein. „Emily Pütter gibt dem, der sich ihren Bilder-Welten stellt, die Chance, diese malerischen Vorgaben weiterzudenken.“ Dazu müsse man sich aber Zeit nehmen. Das Wünsdorf-Bild ist eine der wenigen großformatigen Arbeiten in der Ausstellung. Viele Bilder sind diesmal recht klein.

Emily Pütter, die 1955 in Freiburg im Breisgau geboren wurde und rund 30 Jahre im Ausland verbrachte, lebt gemeinsam mit Michael Neils in Oehna. Dort, sagt sie, habe sie die Ruhe zum Malen. Viele Inspirationen holt sie sich aber, was auf vielen etwas älteren Bildern auch zu sehen ist, zum großen Teil aus Berlin. Ihr dortiges Atelier hat sie aber aufgegeben. Ihr Laudator würdigte Emily Pütter nicht nur als Malerin und Performerin, sondern auch als Promoterin des „Schlachten“-Kunstfestivals, das sie mit Michael Neils und Dan Faberoff organisiert. Nach der Erstauflage im vorigen Jahr in Luckenwalde ist es auch für 2017 wieder geplant. Dann soll auch Wünsdorf mit eingebunden werden. „Ich finde Wünsdorf immer interessanter“, sagte Emily Pütter.

Von Stephan Laude

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