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Teltow-Fläming Bildungsausschuss weist Petition zurück
Lokales Teltow-Fläming Bildungsausschuss weist Petition zurück
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02:16 26.03.2018
Karsten Dornquast, Leiter des Amts für Bildung und Kultur der Kreisverwaltung Teltow-Fläming, zeigt sich verärgert über die Petition des CDU-Kreistagsabgeordneten Dirk Steinhausen. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Muss im Norden des Landkreises unbedingt eine neue Oberschule mit gymnasialer Oberstufe eingerichtet werden? Viele Eltern sagen: Ja. Die drei Speckgürtel-Kommunen Großbeeren, Ludwigsfelde und Blankenfelde-Mahlow sind auch dafür. Ludwigsfelde bietet sogar ein Schulgebäude an (MAZ berichtete).

Dieser Bewegung hat sich der Großbeerener CDU-Kreistagsabgeordnete Dirk Steinhausen angeschlossen und eine Petition beim Kreis eingereicht unter dem Titel „Endlich eine Oberschule mit gymnasiale Oberstufe für die Region“. Darin spricht er unter anderem von einem „großen Ansturm auf die Gesamtschule in Dabendorf“, was dazu führe, dass viele Schüler in Nachbarregionen auspendelten. In diesem Zusammenhang wirft er der Kreisverwaltung schlechte Planung vor, die überdies tatsächliche Entwicklungen einfach leugne.

„Diskreditierung unserer intensiven Arbeit“

„Wir haben nicht schlecht aus der Wäsche geguckt“, sagte am Donnerstag Karsten Dornquast im Bildungsausschuss des Kreistags. Der Leiter des Amtes für Bildung und Kultur zeigte sich verärgert über die Vorwürfe. Die Petition enthalte eine Reihe von Unterstellungen. Und das, wozu Steinhausen die Verwaltung auffordere, daran arbeite das Schulamt schon längst. „Das ist eine Diskreditierung unserer intensiven Arbeit“, so Dornquast.

So habe man sich bei der Erarbeitung des Schulentwicklungsplans 2017 bis 2022 nicht auf „veraltete Landesprognosen“, wie Steinhausen schreibt, verlassen, sondern sich die aktuellsten zur Verfügung stehenden Daten von den kreisangehörigen Kommunen besorgt. Im Zuge dessen seien zahlreiche Gespräche mit Schulträgern innerhalb und außerhalb des Kreises geführt worden, und es seien auch Fachgremien wie Kreisschulbeirat und alle Schulkonferenzen angehört worden.

Nachsteuerung ist notwendig

„Wir haben im Schulentwicklungsplan eindeutig formuliert, dass für den Norden zwischen 2017 und 2022 nachgesteuert werden muss“, sagte Dornquast. Man sei dauerhaft mit den Kommunen im Gespräch. Dabei gehe es nicht nur um den Raum, sondern auch um das Personal. Die Grundversorgung mit allen Schulformen sei überall gewährleistet, so auch im Raum Ludwigsfelde, wo es neben dem Marie-Curie-Gymnasium auch das berufliche Gymnasium am Oberstufenzentrum gebe. „Da haben wir ausreichend Kapazitäten“, so Dornquast, und man könne dort neben den beiden geplanten Klassen auch noch eine dritte aufmachen.

Anmeldungen für Gesamtschule sind gesunken

Laut der schriftlichen Stellungnahme der Verwaltung zu der Petition Steinhausens, der sie übrigens als einziger unterschrieben hat, stimmt es auch nicht, dass es einen „Ansturm auf die Gesamtschule Dabendorf“ gibt. Das Gegenteil sei der Fall. Die Anmeldungen seien gesunken und im laufenden Schuljahr noch nicht einmal alle Plätze belegt worden. Zwar sei es richtig, dass Schüler nach Berlin und in die Nachbarkreise auspendeln, das liege aber hauptsächlich an der konzeptionellen Ausrichtung der dortigen Schulen. Das werde sich auch mit einer neuen Gesamtschule in Ludwigsfelde nicht ändern.

Selbst Steinhausens Parteifreundin Carola Hartfelder (CDU) sagte: „Ich verstehe nicht, worauf der Petent hinauswill.“ Sie stehe hinter der Kreisverwaltung. Das taten die anderen Ausschussmitglieder auch und empfahlen dem Kreistag einstimmig, diese Petition zurückzuweisen.

Von Hartmut F. Reck

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