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Teltow-Fläming Bio-Brennstoff für Berliner Heizkraftwerk
Lokales Teltow-Fläming Bio-Brennstoff für Berliner Heizkraftwerk
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10:30 22.02.2018
Erstmals wurden in dieser Woche Pappeln auf einer so genannten Kurzumtriebplantage in Glienick geerntet. Quelle: fotos: Vattenfall (2)
Glienick/Münchehofe

Energieholz wurde in dieser Woche in Glienick und Münchehofe (Dahme-Spreewald) geerntet. Dort wachsen Pappeln auf Plantagen. Mit Pappel-Hackschnitzeln wird das von Vattenfall betriebene Biomasse-Heizkraftwerk Märkisches Viertel in Berlin-Reinickendorf versorgt. In dem Heizkraftwerk wird der märkische Acker-Brennstoff in Strom und Wärme umgewandelt.

„Auf diese Weise sichern wir in Zusammenarbeit mit Brandenburger Landwirten langfristig und nachhaltig die Erzeugung von Holzbrennstoffen“, sagt Vattenfall-Pressesprecherin Julia Klausch. Die Tochterfirma Vattenfall Energy Crops ist Marktführer für die nachhaltige Bewirtschaftung von so genannten Kurzumtriebplantagen (KUP). In solchen Schnellholzwäldern wachsen Pappeln, Weiden und Robinien. „Diese Baumarten zeichnen sich durch einen starken Wiederaustrieb nach der Ernte aus“, sagt Julia Klausch. Daher müsse man die Äcker nur einmalig bepflanzen. Anschließend könne man alle drei bis fünf Jahre Bio-Brennholz ernten. Dies ermögliche eine besonders extensive Bewirtschaftung der Flächen. Weiter bringe der Energieholzanbau einige ökologische Vorteile. „Es ist nur ein geringer Einsatz von Pflanzenschutzmitteln notwendig“, sagt Julia Klausch. Außerdem sei beim Pappelanbau auch keine mineralische Düngung erforderlich.

Erste Ernteerträge auf beiden Anbauflächen

Bereits 2014 wurde die KUP in Glienick bepflanzt. Damals wurden auf einer rund 7,5 Hektar (75 000 Quadratmeter) großen Fläche Pappel-Stecklinge in den Boden gebracht: rund 10 000 Stecklinge pro Hektar. „Montag haben wir in diesem Zossener Ortsteil zum ersten Mal rund 300 Tonnen Biomasse geerntet“, sagt Klausch. Allein diese Fläche liefere genügend grüne Wärme, um gut 100 Wohnungen mit einer Größe von jeweils 70 Quadratmetern ein Jahr lang zu beheizen.

Die Fläche in Münchehofe ist fünf Hektar groß und wurde 2013 mit Pappeln bepflanzt. Hier war der Feldhäcksler Mittwoch erstmals im Einsatz und erntete Pappeln. Der Ertrag belief sich auf 300 Tonnen Holz.

Blühstreifen für Bienen und andere Tiere werden im Frühjahr angelegt

Nach der Ernte bleiben die Wurzelstöcke auf den Anbauflächen in Glienick und Münchehofe im Boden und treiben im Frühjahr erneut aus. Etwa zur selben Zeit lege man auf den Ackerflächen Blühstreifen an, so Klausch. Beispielsweise werden Lupine, Wintererbse, Senf, Luzerne und viele Blumen und Gräser blühen. Die bunten Streifen leisten einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt, weil sie als Unterschlupf und Nahrungsquelle für Honigbienen, wilde Bienen, Schmetterlinge sowie andere Tiere dienen.

Von Frank Pechhold

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