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Birken in Schieflage

Dabendorf Birken in Schieflage

Nicole Reimann möchte acht Birken fällen lassen, um ein zugekauftes Grundstücksteil einzäunen und vor Mülltouristen schützen zu können. Weiter will die Dabendorferin verhindern, dass die recht schief stehenden Bäume bei Wind und Wetter umfallen und womöglich Menschen gefährden. Erst nach Monaten reagierte die zuständige Naturschutzbehörde auf den Fällantrag.

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Nicole Reimann versteht nicht, warum die schiefen Birken hinter ihr nicht gefällt werden dürfen.

Quelle: foto: frank Pechhold

Dabendorf. Nicole Reimann hat ein Problem mit acht Birken und der Unteren Naturschutzbehörde (UNB). Erst nach Monaten reagierte die Behörde auf ihren Baumfällantrag. „Diese lange Bearbeitungszeit wurmt mich mächtig“, sagt die Dabendorferin.

Die Birken stehen auf dem nicht eingezäunten Teil des Reimann’schen Grundstücks. Einige besonders schräge Bäume ragen über den Gehweg fast bis auf die Berliner Chaussee. „Wir haben das kleine Grundstück vor ein paar Jahren von der Stadt Zossen dazu gekauft und wollten es nun einzäunen, damit die Leute nicht mehr ihren Müll abladen können.“ Dem Zaunbau stehen zwei Birken im Weg. Die anderen sechs Birken könnten bei Wind und Wetter weiter in Schieflage geraten und umfallen, befürchtet Nicole Reimann. Deshalb wurde ein Fällantrag für alle acht Birken gestellt, der am 20. September 2016 bei der UNB einging. Erst am 21. Februar bekamen Reimanns eine Rückmeldung. Per Mail teilte ihnen die Behörde mit, dass sie eine Birke fällen dürfen. „Das hilft uns auch nicht weiter“, sagt Reimann. „Also wird vorläufig nichts aus dem Zaunbau.“

Sachbearbeiter war krank und überlastet

„Von der Errichtung eines Zaunes war der UNB bislang nichts bekannt“, teilte Sachgebietsleiterin Birgit Paul der MAZ auf Nachfrage mit. Als Grund für die Fällung wäre in dem Antrag eine Gefahr für Personen und Sachen von bedeutendem Wert angegeben worden. Am 7. November habe der zuständige Sachbearbeiter die Birken begutachtet. „Er kam zu dem Ergebnis, dass für einen Baum die Fällgenehmigung erteilt werden könnte und die anderen Bäume abzulehnen wären.“ Diese Bäume seien vital und stellten keine Gefahr dar. „Auf Grund von Krankheit und Überlastung setzte sich der Sachbearbeiter leider erst am 21. Februar mit Frau Reimann in Verbindung und informierte sie über sein Prüfergebnis.“ Er habe sich bei ihr für die späte Rückmeldung entschuldigt. „Daraufhin zog Frau Reimann ihren Fällantrag am 28. Februar 2017 zurück.“

Von Frank Pechhold

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