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Teltow-Fläming Bau der Dresdner Bahn soll 2020 beginnen
Lokales Teltow-Fläming Bau der Dresdner Bahn soll 2020 beginnen
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00:32 20.04.2018
Visualisierung des Bahnhofs Blankenfelde nach dem Ausbau der Dresdner Bahn mit einem kombinierten S- und Regionalbahnsteig auf der Westseite. Quelle: Deutsche Bahn
Dahlewitz

Zuerst die gute Nachricht: Die drei wichtigsten Bahnübergänge in Blankenfelde-Mahlow sollen nicht gleichzeitig gebaut werden. Dieses Versprechen gab Holger Ludewig, der Projektleiter für den Ausbau der Dresdner Bahn, am Dienstag in Dahlewitz.

Die Bahn will Übergänge in der Berliner und Trebbiner Straße in Mahlow sowie in der Karl-Marx-Straße in Blankenfelde so bauen, dass der Verkehr in der Gemeinde weiter fließt. Auf Einladung der SPD Blankenfelde-Mahlow stellten Holger Ludewig und Projektmanager Benjamin Döring das Mega-Projekt vor. Mit rund 20 Besuchern war das Interesse eher gering, dabei wird der Bau der neuen Fernbahnstrecke von Berlin nach Dresden bis 2025 gewaltige Auswirkungen auf den Verkehr in und das Aussehen von Blankenfelde-Mahlow haben. „Es wird ein ziemlicher Spagat, aber wir sind guter Hoffnung“, sagt Ludewig.

Planfeststellungsbeschluss für dieses Jahr erwartet

Im Frühjahr 2020, so hofft er, beginnen die Bauarbeiten zwischen der Berliner Stadtgrenze und dem Bahnhof Blankenfelde – vorausgesetzt das Eisenbahnbundesamt erlässt in diesem Jahr den Planfeststellungsbeschluss. „Das Stück hat es in sich“, sagt er. Auf 5,5 Kilometern verschwinden fünf Bahnübergänge. „Das wird nicht ohne Einschränkungen gehen“, sagt Ludewig. Weil es ab Lichtenrade nur ein S-Bahn-Gleis gibt, könnten Mahlow und Blankenfelde für längere Zeit vom S-Bahnverkehr abgeschnitten sein. „Wir versuchen, die Bahn nach Lichtenrade so weit es geht aufrecht zu erhalten“, sagt der Projektleiter.

Monatelanger Ersatzverkehr ist nicht das einzige, was noch für Diskussionen sorgen dürfte. Ein zweites S-Bahn-Gleis von Lichtenrade nach Süden ist nicht vorgesehen – sehr zum Ärger vor allem der Befürworter der S-Bahn bis Rangsdorf.

In Blankenfelde fehlt ein Dach

Zündstoff birgt auch der Bahnhof Blankenfelde, der komplett neu entsteht. Auf Höhe des jetzigen Regionalbahnsteigs entsteht ein gemeinsamer Bahnsteig für S- und Regionalbahnen mit einem Dach. Der Bahnsteig auf der gegenüberliegenden Seite bekommt nur ein paar Wartehäuschen. „Die Dachlänge richtet sich nach den erwarteten Passagierzahlen“, sagt Benjamin Döring. Sollte die Gemeinde ein Dach wollen, müsse sie sich ans Land wenden.

In der aktuellen Planung sind einige frühere Projekte nicht mehr enthalten, darunter der Kreisverkehr an der Moselstraße. Vor dem Parkhaus plant die Bahn zusätzliche Bushaltestellen. Am Tunnelweg soll der schmale und niedrige Weg unter der Bahn verschwinden und durch eine neue breitere Brücke für die S-Bahn führen.

Brücke in Mahlow soll überflüssig werden

In Mahlow haben sich ebenfalls kleinere Änderungen ergeben. So soll die Brücke zur Autowerkstatt Marquardt an der Berliner Straße nach Wunsch der Bahn entfallen. „Ich bin mit dieser Brücke nicht glücklich. Wir arbeiten an einer Lösung, die sie überflüssig macht“, sagt Ludewig. Dafür könnte an der Stefan-Zweig-Straße ein größerer Kreisverkehr entstehen, wenn dort ein neues Wohngebiet entsteht. In der Trebbiner Straße bleibt es bei den getrennten Tunneln für Autos und für Fußgänger. Dort wurden die Radien im Autotunnel optimiert.

Von Christian Zielke

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