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Blankenfelde-Mahlow Bau der Dresdner Bahn soll 2021 beginnen
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Bau der Dresdner Bahn soll 2021 beginnen
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18:33 09.08.2018
Die Karl-Marx-Straße in Blankenfelde führt künftig in einem Trog unter den Gleisen von Fern- und S-Bahn hindurch. Quelle: Christian Zielke
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Blankenfelde-Mahlow

2021 dürfte für Blankenfelde-Mahlow ein entscheidendes Jahr werden. Dann sollen die Bauarbeiten für die Dresdner Bahn beginnen. So hofft es Holger Ludewig, der Projektleiter der Deutschen Bahn für den Ausbau der Strecke von Berlin-Südkreuz bis Blankenfelde. Der ursprünglich für 2018 erwartete Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahnbundesamtes soll vermutlich erst 2019 erlassen werden.

Derzeit läuft das fünfte Planänderungsverfahren, zu dem die Gemeindevertretung am Montag in einer Sondersitzung berät. „Wir haben einige Optimierungen vorgenommen“, sagt Marcus Reuner, der Teilprojektleiter für den Bereich von der Berliner Stadtgrenze bis zum Bahnhof Blankenfelde. Die grundsätzlichen Planungen für die fünf Eisenbahnüberführungen in Blankenfelde-Mahlow seien unverändert.

Gemeinde ärgert sich über kurze Frist in der Sommerpause

Im Vorfeld hatte die Gemeinde kritisiert, dass sie während der Sommerpause eine neuerliche Stellungnahme zu dem wichtigen Projekt Dresdner Bahn abgeben soll. „Ich kann den Ärger nachvollziehen“, sagt Holger Ludewig. Er wäre gern schneller gewesen, leider seien die Genehmigungswege nicht so kalkulierbar wie er es sich wünscht. „Wir wollen einen Beschluss, um endlich bauen zu können“, sagt Ludewig. Die von der Bahn vorgeschlagenen Lösungen seien genehmigungsfähig. „Planungen sind immer ein Kompromiss zwischen dem, was genehmigungsfähig ist und den Wünschen der Beteiligten“, sagt er.

Der Wiederaufbau der S-Bahn nach Rangsdorf spielt in den Planungen zur Dresdner Bahn bislang keine Rolle. Wie bisher verläuft die S-Bahn-Trasse eingleisig von Lichtenrade bis Blankenfelde. „Eine Verlängerung nach Rangsdorf ist ohne Probleme möglich“, sagt Ludewig. Vom künftigen Blankenfelder Bahnhof mit kombiniertem S- und Regionalbahnverkehr könne ohne weiteres ein zusätzliches Gleis Richtung Rangsdorf errichtet werden.

Land und Bahn untersuchen Varianten zur S-Bahn

Inwieweit die Planungen zur Dresdner Bahn und zur S-Bahn aufeinander abgestimmt werden, untersuchen derzeit das Land Brandenburg und die Bahn. „Wir befinden uns aktuell in der Grundlagenermittlung“, teilt Bahn-Sprecher Gisbert Gahler mit. Zurzeit finden fahrplantechnische Untersuchungen statt, auf deren Grundlage die spätere Infrastruktur zu entwickeln ist. Dabei werden eine Vielzahl von Varianten überprüft, die auch zusätzliche Halte auf der südlichen S-Bahnlinie 2 beinhalten.

Wenn die Baufahrzeuge eines Tages anrollen, wird Blankenfelde-Mahlow für Jahre zur Großbaustelle. Fünf Brücken werden die bisherigen Schranken ersetzen. „Wir bauen von Norden nach Süden“, sagt Holger Ludewig. Von der Berliner Stadtgrenze aus arbeiten sich die Baumaschinen nach Süden Richtung Mahlow und Blankenfelde vor. Ein wichtiger Meilenstein wird die neue Abzweigung am Lindenring in Mahlow sein, auf der die Züge zum Flughafen BER verkehren.

Baumaßnahmen überschneiden sich

„Es wird zeitliche Überschneidungen bei den Baumaßnahmen geben“, sagt er. Die Karl-Marx-Straße in Blankenfelde dürfte für den Bau der Straßenunterführung und des neuen Bahnhofs mindestens zwei Jahre voll gesperrt sein. „Dafür gibt es hinterher mehr Sicherheit“, sagt Marcus Reuner. An der Trebbiner Straße in Mahlow sollen die Einschränkungen für Autofahrer geringer sein. Der dortige Tunnel entsteht neben der bisherigen Straße, Fußgänger und Radfahrer bekommen einen eigenen Tunnel auf Höhe der Poststraße.

„Ich bin gespannt, wie die Gemeinde entscheidet“, sagt Holger Ludewig. Aufgrund der knappen Mehrheitsverhältnisse in der Gemeindevertretung sei schwer vorherzusagen, wie die Stellungnahme zur 5. Planänderung aussehen wird. „Wir hoffen auf eine Stellungnahme, auf deren Grundlage wir mit den gegenwärtigen Lösungen Details endgültig abstimmen, Kreuzungsvereinbarungen abschließen und mit den Bauvorbereitungen beginnen können“, sagt er. Anderenfalls laufe man Gefahr mit den Baumaßnahmen in Brandenburg weit nach hinten zu fallen.

Von Christian Zielke

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