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Blankenfelde-Mahlow Bibliothek sucht Spieletester
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05:27 29.08.2018
Heike Richter (l.) und Annekathrin Potratz von der Bibliothek Blankenfelde suchen Tester für digitale Spiele. Quelle: Christian Zielke
Blankenfelde

Bibliotheken sind längst keine reine Ausleihmöglichkeit für Bücher. Vor allem junge Leute nutzen zunehmend digitale Angebote wie E-Books oder Spiele. Die Gemeindebibliothek Blankenfelde-Mahlow geht mit dem Trend. Dort kann man nicht nur Computer- und Konsolenspiele ausleihen, sondern ab sofort auch kostenlos testen. In diesem Jahr nehmen Bibliotheksleiterin Heike Richter und ihr Team erstmals am Kindersoftwarepreis „Tommi“ teil.

Nun werden Tester im Alter von sechs bis 13 Jahren gesucht, die Spiele ausprobieren dürfen, die erst in einigen Monaten auf den Markt kommen. Gemeinsam mit einer weiteren Jury aus Vertretern der Ingeborg-Feustel-Grundschule und der Herbert-Tschäpe-Oberschule bekommen die Teilnehmer jeweils etwa zehn Spiele aus vier Kategorien: Konsolenspiele (Wii U, Playstation, Switch), Spiele-Apps für Tablets und Smartphones, Computerspiele für den PC und elektronisches Spielzeug. Eine Fachjury trifft eine Vorauswahl.

Kinder beurteilen Grafik, Steuerung und Spielbarkeit

„Die Kinder sollen sagen, was ihnen gefällt und was nicht“, sagt Bibliothekarin Annekathrin Potratz. Für Kriterien wie Grafik, Spielbarkeit und Abwechslung vergeben die Tester Punkte und formulieren eine kurze Bewertung zu jedem Spiel. „Kinder sind kritisch und absolut ehrlich“, sagt Annekathrin Potratz. Gleichzeitig lernen sie in der Auseinandersetzung mit den Testobjekten, wie sie sich ausdrücken können. Außerdem lernen sie Dinge, die ihnen präsentiert werden, kritisch zu hinterfragen. Für die Hersteller sind die jungen Tester ebenfalls eine wichtige Zielgruppe.

Dass die Gemeindebibliothek Blankenfelde als eine von zweien in Brandenburg zum ersten Mal am Kindersoftwarepreis teilnimmt, sei auch eine Art von Kundenbindung. „Die Kinder wissen längst, dass es bei uns nicht nur Bücher gibt“, sagt Heike Richter. Sie und ihr Team haben in den vergangenen Jahren viel Geld für die passende Technik ausgegeben, zu der neben Tablets und den gängigen Spielekonsolen auch „Dash“ gehört. Mit dem putzigen Roboter lernen Kinder zu programmieren. Sie lassen ihn einen vorgegebenen Parcours fahren, Musik machen oder leuchten.

Vermittlung von Medienkompetenz

Im vergangenen Jahr war der „Dash“ einer der Favoriten beim Kindersoftwarepreis. Heike Richter war so begeistert, dass sie einen für die Gemeindebibliothek angeschafft hat. Nicht nur Kinder fahren auf den kleinen Kerl ab, auch Eltern sind begeistert – weil das Leben nicht nur ein Spiel ist, sollen die Kinder in der Bibliothek etwas lernen. Medienkompetenz ist seit vielen Jahren ein wichtiger Begriff. Und außerdem: So manche, die zum Spielen kommen, leihen dann ein Buch aus und kommen auf den Geschmack.

Von Christian Zielke

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