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Blankenfelde-Mahlow Diskussion zu Finanzierung des KMS
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Diskussion zu Finanzierung des KMS
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05:14 27.06.2018
Im September soll klar sein, welche Kosten KMS-Kunden in Zukunft zu tragen haben. Quelle: dpa
Dahlewitz

Der Zweckverband KMS steht vor einer Millionen-Entscheidung: Soll der Verband alle erhobenen Anschlussbeiträge zurückzahlen und in Zukunft nur noch Gebühren erheben oder bleibt es bei den gesplitteten Gebühren für diejenigen, die Altanschließerbeiträge zurückbekommen haben und denen, die keine Erstattung erhielten.

Im Ortsbeirat Dahlewitz wurde leidenschaftlich darüber diskutiert, obwohl das Thema gar nicht auf der Tagesordnung stand. Schon das sorgte für Unmut. „Wie kann es sein, dass der Ortsbeirat in so einer wichtigen Frage übergangen wird“, ärgerte sich Claus Treffkorn (Linke). Ortsvorsteher Thomas Mattuschka beklagte, dass ihm Informationen zum Für und Wider beider Varianten fehlt.

Dahlewitzer hätten gern Gebühren wie Blankenfelde und Mahlow

Einfach war das Verhältnis zum KMS nie, schielten doch viele Dahlewitzer neidisch zu den Nachbarn nach Blankenfelde und Mahlow, wo die Gebühren für Trink- und Abwasser deutlich niedriger sind. Am Donnerstag soll die Gemeindevertretung Blankenfelde-Mahlow die Richtung bestimmen, wie sich der KMS künftig finanzieren soll.

Eine Umstellung auf ein reines Gebührenmodell würde Trink- und Abwasser deutlich teurer machen. Der Kubikmeterpreis würde auf mehr als zehn Euro steigen, hat eine Studie errechnet, die der KMS im April vorgestellt hatte. Dazu kommen Umlagen von 29 Millionen Euro auf die Gesellschafter-Kommunen zu. Allein Zossen müsste zwölf Millionen Euro aufbringen, Blankenfelde-Mahlow 1,9 Millionen Euro.

KMS-Vorsteherin hält Einheitsgebühr für kaum umsetzbar

KMS-Verbandsvorsteherin Heike Nicolaus würde sich eigentlich für das Gebührenmodell entscheiden, um allen Kunden einen einheitlichen Preis anbieten zu können. „Was ich mir wünsche und was realistisch ist, sind zwei verschiedene Dinge. Ein reines Gebührenmodell ist finanziell nicht zu stemmen“, sagt sie. Kaum eine der Gesellschaftergemeinden könne die Umlagen zahlen. Im Juli soll die KMS-Verbandsversammlung über die künftige Finanzierung beraten, im September hofft Heike Nicolaus auf eine Entscheidung.

Je nachdem, wie die Gemeindevertretung am Donnerstag entscheidet, werden sich Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) und Hans-Jürgen Schley als Vertreter in der Verbandsversammlung verhalten. Schley, selbst Dahlewitzer, brachte den inneren Zwiespalt zum Ausdruck: „Ich würde lieber einen Schlussstrich ziehen und die Beiträge abschaffen, das wäre für alle gerechter.“ Gleichzeitig würde dies den Dahlewitzern hohe Gebühren aufbürden. Er vermutet, dass die Gemeindevertreter mehrheitlich dafür stimmen, die gesplitteten Gebühren beizubehalten. Diese, so Nicolaus, seien vom Oberverwaltungsgericht mittlerweile bestätigt.

Von Christian Zielke

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