Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Blankenfelde-Mahlow Modernes Märchen auf der Bühne
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Modernes Märchen auf der Bühne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 01.12.2018
Die Blankenfelder Kunst- und Musikschule Regenbogen inszenierte die Geschichte vom Zauberer von Oz als Musiktheaterstück. Quelle: fotos: Christian Zielke (2)
Blankenfelde

Gehen eine Vogelscheuche, ein Blechmann und ein Löwe in die Smaragdenstadt... – Was wie ein Witz beginnt, ist eines der berühmtesten modernen Märchen. Die Blankenfelder Kunst- und Musikschule Regenbogen hat den „Zauberer von Oz“ als Musiktheaterstück inszeniert. Am Dienstag fand im Saal der Grünen Passage die letzte von fünf Vorstellungen statt.

Zahlreiche Kinder aus Kitas und Grundschulen der Region hatten sich das einstündige Stück am Montag und Dienstag angesehen. Die Hauptfiguren Doro und Thea, gespielt von Hannah Schröder und Maja vom Hagen, werden nach einem Wirbelsturm ins Reich des Zauberers von Oz geweht.

Alle Figuren haben Wünsche

Auf der Suche nach dem Heimweg treffen sie eine Vogelscheuche, einen Blechmann und einen Löwen. Alle haben Wünsche und hoffen, dass der mächtige Zauberer sie erfüllt.

Die Vogelscheuche, die angeblich nur Stroh im Kopf hat, wünscht sich Verstand, der Blechmann hätte gern ein Herz und der Löwe, der vor allem Angst hat, möchte endlich mutig sein. Doro und Thea wollen nur nach Hause. Die fünf werden von den zwei bösen Hexen des Westens verfolgt, deren Schwestern, die Hexen des Ostens, bei dem Sturm von Doros und Theas Haus erschlagen wurden.

Film ist Unesco-Welterbe

Die beiden Mädchen und ihre neuen Freunde besiegen nicht nur die bösen Mächte. Am Ende erfüllen sich ihre Wünsche, denn sie beweisen auf ihrer Reise Verstand, Herz und Mut. Das 1900 erschienene Buch und der Film von 1939 mit dem Soundtrack „Somewhere over the rainbow“ ist Unesco-Welterbe.

Wolfgang Locher (r.), der Leiter Kunst- und Musikschule Regenbogen, mit dem Orchester beim Zauberer von Oz. Quelle: Christian Zielke

Katharina Katzer hat den „Zauberer von Oz“ vor 15 Jahren als Musikerin auf der Geige begleitet. Nun arrangierte sie das Stück selbst und war zuständig für die Musik. „Das Orchester war eine echte Herausforderung“, sagt sie. Die Musiker hätten zuvor nie gemeinsam gespielt und seien auf unterschiedlichen Niveaus gewesen. „Davon hat man im Stück nichts gemerkt“, sagt sie. Je näher die Premiere rückte, umso stärker seien sie zu einer Einheit zusammen gewachsen. Für Maria Schröder, die Regisseurin, waren die letzten Wochen ebenfalls stressig: „Die größte Herausforderung ist, dass die Kinder die Texte lernen.“

Mehr als 1000 Zuschauer in fünf Vorstellungen

Mehr als 1000 Menschen haben das Stück seit der Premiere am Sonnabend gesehen. „Viele wollen wissen, was wir als nächstes spielen“, sagt Margit Voigt, die Managerin der Kunst- und Musikschule. Sie wünscht sich, dass die Schulen die jungen Schauspieler und Musiker unkomplizierter freistellen. Theater sei viel mehr als Unterhaltung.„Wir setzen uns kreativ mit Grundfragen des Lebens auseinander“, sagt sie. Das Spiel auf der Bühne fördert dazu körperlich-sinnliches Handeln und Erfahrungen innerhalb einer sozialen Gruppe.

Von Christian Zielke

Wohnungen in Blankenfelde sind knapp. Ein Investor möchte bauen ein großes Mehrfamilienhaus am Zossener Damm bauen, doch er darf nicht. Die Bauaufsicht lehnt das Projekt ab.

27.11.2018

Mehr Geld vom Land und deutlich höhere Gewerbesteuereinnahmen bescheren Blankenfelde-Mahlow im kommenden Jahr einen gut gefüllten Haushalt. Eine geplante Investition dürfte Eltern besonders freuen.

26.11.2018

Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce wird ab Januar 2019 in Dahlewitz an künstlicher Intelligenz forschen. Das neue Zentrum ist das einzige seiner Art in Deutschland.

23.11.2018