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Blankenfelde-Mahlow Investor plant Gewerbe am Golfplatz
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow Investor plant Gewerbe am Golfplatz
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21:28 28.02.2019
Von links: Martin Freitag (Geschäftsleitung Caprate), Ortwin Baier (Bürgermeister Blankenfelde-Mahlow), Thomas Demmel (Senior Advisor Caprate). Im Hintergrund das Gebiet hinter dem Golfplatz, das entwickelt werden soll. Quelle: Jonas Nayda
Groß Kienitz

Die Firma Caprate hat viel vor in der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow. Die Investoren haben 50 Hektar Land nördlich und westlich des Golfplatzes Groß Kienitz gekauft und wollen das Gebiet dort entwickeln. Am Donnerstag stellten sie ihre Pläne vor.

„Wir planen das Projekt schon seit zwei Jahren und freuen uns wirklich sehr darauf. Es wird etwas ganz Besonderes“, sagt Martin Freitag, Geschäftsführer von Caprate mit Sitz in Zossen.

Dort, wo im Moment noch Bauern ihre Felder bestellen, könnten in wenigen Jahren Straßen, Häuser und Hallen gebaut werden. Den Investoren schwebt ein Gewerbegebiet vor, in dem sich beispielsweise ein Schulungszentrum, ein Tagungshotel oder Zuliefer-Firmen für die Flug-Industrie ansiedeln könnten.

Wohnungsbau möglich

Im unteren Teil der Fläche, die an Groß Kienitz grenzt, könnten außerdem auch Wohnungen entstehen. Der Bedarf für all das sei laut Caprate „extrem“. Deshalb hat sich die Firma einen stringenten Zeitplan gesteckt, wie Thomas Demmel, Caprate-Berater, erklärt. Für die planungsrechtlichen Fragen und Vorentwürfe rechnet er zwei Jahre ein. Demzufolge könnte es 2021 konkret werden.

Die Firma Caprate plant ein etwa 50 Hektar großen Gebiet in der Nähe des Golfplatzes Groß Kienitz zu entwickeln. Quelle: Brandenburgviewer / Caprate

Der neue Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld soll planmäßig kurz vorher, im Herbst 2020, in Betrieb gehen. Er spielt eine wichtige Rolle im Konzept der Investoren. Sie wollen nicht nur den Platz für Gewerbe bieten, das mit dem Flughafen zu tun hat, sondern auch ihren Teil zur Lösung des angekündigten Verkehrsproblems beitragen, das eine Studie errechnet hatte.

Shuttle bis zum Flughafen

Eine mögliche Idee: Ein Shuttle könnte regelmäßig vom Bahnhof Dahlewitz durch das neue Gebiet bei Groß Kienitz bis zum Flughafen BER fahren und so den Weg der Reisenden verkürzen. Die müssten dann nicht mehr aufwendig über Berlin Südkreuz fahren, wenn sie etwa mit dem Zug aus Zossen oder Rangsdorf kommen. „Man könnte dabei sogar über autonomes Fahren nachdenken“, sagt Thomas Demmel.

Bei Blankenfelde-Mahlows Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) kamen die Ideen der Investoren gut an. „Ich bin von Anfang an begeistert gewesen“, sagt er. Die Firma Caprate sei sehr professionell und werde es gut machen. Baier regte an, auch über neue Schulen oder Kitas nachzudenken, die im Zuge des Projektes bei Groß Kienitz errichtet werden könnten. Der grüne Charakter der Gemeinde solle auf jeden Fall erhalten und ausgebaut werden.

Über Vorschläge und weitere Ideen zeigten sich die Caprate-Vertreter am Donnerstag sehr dankbar. „Wir sind für Gespräche offen. Wir wollen es gemeinsam mit allen Beteiligten entwickeln“, sagt Thomas Demmel.

Von Jonas Nayda

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