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Blankenfelde-Mahlow L40 wird erneuert – aber nur teilweise
Lokales Teltow-Fläming Blankenfelde-Mahlow L40 wird erneuert – aber nur teilweise
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05:11 31.08.2018
Axel Hein und Barbara Lebe fordern eine Reparatur der Thälmannstraße in Dahlewitz. Quelle: Christian Zielke
Dahlewitz

Ein Wunsch vieler Dahlewitzer geht im kommenden Jahr in Erfüllung. Das Land Brandenburg plant den Ausbau der L40. Wie der Landesbetrieb Straßenwesen auf MAZ-Nachfrage mitteilt, soll der rund 500 Meter lange Abschnitt vom Glasowbach bis zur Einfahrt des neuen Tunnels erneuert werden.

Laut Steffen Kleiner, dem Dezernatsleiter für Planung beim Landesbetrieb, ist geplant, die Straße auf 6,50 Metern Breite neu zu asphaltieren. Fußgänger und Radfahrer bekommen auf beiden Seiten der Fahrbahn 2,80 Meter breite Wege. Auch die Entwässerung soll erneuert werden. Der Landesbetrieb rechnet mit einer Bauzeit von acht Monaten.

Zweiter Bauabschnitt verzögert sich um Jahre

Was für einen Teil der Dahlewitzer ein Grund zur Freude sein dürfte, stößt bei anderen im Ort auf Unverständnis. Der seit Jahren versprochene und immer wieder verschobene Ausbau der L40 östlich den Tunnels bis zum Kreisverkehr verzögert sich weiter.

Wie der Landesbetrieb mitteilt, wird der sogenannte zweite Bauabschnitt derzeit planerisch vorbereitet. Er dient als Umleitungsstrecke, wenn im Zuge der Dresdner Bahn die Karl-Marx-Straße in Blankenfelde ab 2020/21 aufgrund der Bauarbeiten für den neuen Tunnel gesperrt ist.

Bodenwellen erschüttern die Häuser

Für Barbara Lebe und Axel Hein, die in der Thälmannstraße wohnen, bedeutet das weitere Jahre Wartezeit – schlimmstenfalls bis nach 2025, wenn die Dresdner Bahn fertig sein soll. „So lange können wir nicht warten“, sagt Axel Hein und zeigt auf die Flicken vor seinem Haus. Vor vielen Jahren wurden dort neue Abwasserleitungen verlegt, die Straße anschließend aber nicht fachgerecht repariert. Der nachträglich aufgetragene Asphalt hat im Lauf der Jahre starke Kanten gebildet, die sich je nach Wetterlage heben oder senken.

Die Anwohner spüren die Erschütterungen durch die Bodenwellen in ihren Häusern. Besonders schlimm ist es, wenn es auf der A10 mal wieder gekracht hat, wie so oft in diesem Sommer. Dann nutzen viele die L40 als Umfahrung. „Jeder Lkw ist wie ein kleines Beben im Haus“, sagt Barbara Lebe.

Schlagloch auf der Thälmannstraße in Dahlewitz Quelle: Christian Zielke

Seit Jahren kämpfen sie und ihre Nachbarn um Abhilfe. Sogar an den Petitionsausschuss den Landtags haben sie sich gewandt. „Viele haben resigniert“, sagt Axel Hein. Er hatte sich im Frühjahr den Bürgermeister gebeten, sich für den Bau der L40 einzusetzen. „Bis heute habe ich keine Antwort bekommen“, sagt er.

Bürgermeister will sich für Reparatur einsetzen

Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) weist den Vorwurf zurück. Zwei Mitarbeiter der Verwaltung hätten Axel Hein in einem Gespräch vor Ort von den Schwierigkeiten mit dem Landesbetrieb berichtet. „Ein persönliches Gespräch ist auch eine Antwort“, sagt Baier. Er könne die Wut der Dahlewitzer verstehen und möchte den Landesbetrieb um eine Zwischenlösung bitten. Dieser soll prüfen, ob sich die Kanten abfräsen und reparieren lassen.

Einen ähnlichen Vorschlag möchte auch Thomas Mattuschka machen. Er ist Ortsvorsteher und Straßenplaner beim Landesbetrieb Straßenwesen, dort aber zuständig für Autobahnen. In seiner Behörde habe er das Thema L40 bereits angesprochen. „Ich setze mich für eine Zwischenlösung ein und denke, dass das auch möglich ist“, sagt er. Am Montag soll die Straße Thema im Ortsbeirat sein. Er hofft, dass sich viele Anwohner an der Diskussion beteiligen.

Von Christian Zielke

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