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Blankenfelde-Mahlow Was AfD-Bürgermeisterkandidat Michael Pfahler vorhat
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05:24 10.11.2018
Michael Pfahler tritt 2019 als Bürgermeisterkandidat der AfD in Blankenfelde-Mahlow an. Quelle: Christian Zielke
Blankenfelde-Mahlow

Michael Pfahlers politische Vita ähnelt der vieler AfD-Mitglieder. „Ich bin in einem CDU-Elternhaus aufgewachsen“, sagt er. Damals habe die CDU für das Konservative und den Rechtsstaat gestanden – Dinge, die er heute bei der AfD vorfindet. Im kommenden Jahr tritt Michael Pfahler als Bürgermeisterkandidat in Blankenfelde-Mahlow an.

Konservative Themen wie Recht und Ordnung sind ihm wichtig. „Sicherheit wird groß geschrieben“, sagt Pfahler, der seit mehr als 30 Jahren bei der Polizei in Berlin tätig ist. Vandalismus, Einbrüche – dagegen möchte er etwas tun, etwa mit einer Videoüberwachung an Brennpunkten wie Bahnhöfen. Die Revierpolizisten sollen statt an zwei Tagen in der Woche an allen Tagen zu sprechen sein. „Dafür müssen wir Druck auf das Land machen“, sagt er.

Straßen und Wege sollen besser werden

Das Land in die Pflicht nehmen möchte er auch beim Thema Straßenbau und dem Streitpunkt Anliegerbeiträge. „Das jetzige System ist ungerecht“, findet Pfahler. Straßen seien Gemeingut und müssten auch von allen bezahlt werden, nicht nur von den direkten Anliegern.

Nachholbedarf sieht er in Blankenfelde-Mahlow genug. „Die Straßen und Wege sind zum Teil unter aller Sau“, ärgert sich Pfahler. Vor allem für die Älteren, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, sei das ein Problem.

Rückkehr zur Gruppenarbeit in Kitas

In Sachen Bildung setzt der AfD-Kandidat auf Vielfalt. Aus eigener Erfahrung als Vater kleiner Kinder hält er das in der Gemeinde praktizierte offene Konzept in den Kindergärten für zu einseitig. „Die Kinder wissen oft nichts mit sich anzufangen.

In den Kitas geht es oft chaotisch oder anonym zu“, sagt er. Das liege am fehlenden Personal, aber auch am Konzept selbst, das aus seiner Sicht die Kinder zu wenig auf die Schule vorbereitet. Er möchte, dass es in mindestens zwei Kitas eine Rückkehr zur Gruppenarbeit gibt. Um Familien zu stärken, möchte er ein Begrüßungsgeld für Neuankömmlinge einführen.

Blankenfelder Zentrum ohne Rathaus

In einem der größten Streitthemen der vergangenen Jahre, dem Rathaus-Bau, möchte Pfahler neue Wege gehen. Er hält das Feld gegenüber dem Friedhof in Blankenfelde für ein Verwaltungsgebäude bestens geeignet. Das Blankenfelder Zentrum wünscht er sich als offenen Platz mit Geschäften, Cafés und einem Bürgerservice als Anlaufstelle der Verwaltung. „Es soll ein Zentrum zum Schlendern werden“, sagt er.

In der Schicksalsfrage BER möchte Michael Pfahler den Weg von Noch-Bürgermeister Ortwin Baier (SPD) weiter gehen und sich für besseren Lärmschutz gegen eine Umsetzung des Masterplans und für ein Nachtflugverbot am Flughafen Schönefeld einsetzen.

Forderungen an die Bahn

Die Deutsche Bahn, die demnächst eine große Fernbahnschneise durch Blankenfelde-Mahlow schlägt, möchte er ebenfalls sehr deutlich an die Forderungen der Gemeinde nach einem Regionalzughalt in Mahlow und einem Halt am Außenring erinnern. „Ich werde mich dafür stark machen, dass die Bahn unsere Wünsche umsetzt“, kündigt er an.

Um als Bürgermeister die Wogen in der oft zerstrittenen Gemeindevertretung zu glätten, will er mit allen Fraktionen sprechen. „Ich bin ruhig, diplomatisch und rational“, sagt er über sich. Spontane Entscheidungen seien nicht seins. „Ich wäge gerne ab. Damit bin ich bisher gut gefahren.“

Zur Person

Michael Pfahler ist 46 Jahre alt, in zweiter Ehe verheiratet und hat fünf Kinder. Er ist Polizeibeamter in Berlin und lebt seit 2009 in Blankenfelde.

2015 trat er in die AfD ein. Er ist Geschäftsführer und Schriftführer im Ortsverband Blankenfelde-Mahlow und Schriftführer im Kreisverband.

Ehrenamtlich ist er als sachkundiger Einwohner im Bauausschuss Blankenfelde-Mahlow sowie als Elternsprecher der Ingeborg-Feustel-Grundschule aktiv.

Von Christian Zielke

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