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Blankenfelde-Mahlow Was Michael Schwuchow als Bürgermeister für Blankenfelde-Mahlow will
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00:22 14.10.2018
Michael Schwuchow . Quelle: foto: Zielke
Mahlow

Der erste mögliche Nachfolger von Ortwin Baier steht fest. Am Dienstag nominierte die SPD Blankenfelde-Mahlow einstimmig als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr. Der 51-Jährige lebt seit 1997 in Mahlow und war von 2015 bis 2017 Gemeindevertreter.

Michael Schwuchow bezeichnet sich selbst als Vernunftmenschen. „Ich entscheide eher mit dem Kopf als mit dem Bauch“, sagt er. Seine Tochter habe ihm einmal eine Engelsgeduld attestiert. Mit dieser Eigenschaft möchte er die oft aufgeheizte Stimmung in der Gemeindevertretung auf die sachliche Ebene bringen. „Ich glaube, dass sich die Gräben überwinden lassen“, sagt er. Die Diskussionen in den Ausschüssen zeigten, dass Sacharbeit möglich ist.

Direkte Bahnverbindung nach Potsdam

Zu tun gibt es für den SPD-Kandidaten genug. Infrastruktur ist für ihn das Thema Nummer Eins. Michael Schwuchow hält an seiner Idee eines Kreuzungsbahnhofs zwischen Mahlow und Blankenfelde fest. Dort soll es eine Umsteigemöglichkeit von der Dresdner Bahn zum Berliner Außenring geben, Blankenfelde-Mahlow bekäme eine direkte Verbindung nach Potsdam. Beim Land hatte man dafür bislang wenig übrig. „Ich werde nicht locker lassen“, verspricht Schwuchow.

Neue Straßen und Gehwege stehen ebenfalls auf der Agenda. Vor allem die Barrierefreiheit sei in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden. Das Problem, dass neue Straßen aufgrund der Beiträge immer wieder auf den Widerstand der Anlieger stoßen, will er mit mehr Transparenz lösen. „Wir brauchen einen Neustart bei unserem Leitfaden“, sagt er. Bürger sollen deutlich früher informiert werden, dass ihre Straße gebaut wird, damit sie Rücklagen anlegen können.

Ortsteile sollen Identität erhalten

In seiner Vision für Blankenfelde-Mahlow ist die Gemeinde mehr als nur ein Schlafdorf. „Ich wünsche mir, dass es gute Arbeitsplätze gibt, damit die Menschen dort arbeiten können, wo sie wohnen“, sagt er. Jeder Ortsteil solle seine eigene Identität haben. Mahlow sieht er als urbanen Ort, der einen ausgewogenen Gewerbemix braucht, Blankenfelde soll das Verwaltungszentrum sein, in Dahlewitz schlägt das industrielle Herz der Gemeinde, Jühnsdorf steht für Landwirtschaft und Groß Kienitz für Sport, Freizeit und Erholung.

Beim Thema Flughafen will Michael Schwuchow den Weg seines Vorgängers weitergehen. „Herr Baier hat für die Menschen in der Gemeinde erreicht, dass die Lärmbelastung nicht unerträglich wird“, sagt er. Als Bürgermeister wolle er dessen Kampf gegen den Masterplan und die Erweiterung des BER fortsetzen.

Auch mal die Gegenposition einnehmen

Fairness und Gerechtigkeit sind ihm persönlich wichtig. „Meine Freiheit bedeutet auch immer die Freiheit des Anderen“, sagt er. In seinem Beruf als Bankkaufmann ist er oft als Streitschlichter gefragt. „Mir fällt es nicht schwer, die Gegenposition einzunehmen“, sagt er. Er selbst beschreibt sich als ruhig und ausgeglichen. Dass er mit Geld umgehen kann und Ahnung von Wirtschaft und Finanzen hat, verstehe sich von selbst.

Für die kommenden Monate hat sich Michael Schwuchow viel vorgenommen. Er möchte mit Vereinen und Bürgern ins Gespräch kommen und erfahren, „wo der Schuh drückt.“

Zur Person

Michael Schwuchow ist verheiratet und hat drei Kinder. Seit 1997 lebt die Familie in Mahlow.

Der gelernte Bankkaufmann betreut bei der Commerzbank Privat- und Geschäftskunden.

Von 2008 bis 2015 war er sachkundiger Einwohner im Finanz- und Wirtschaftsausschuss. Aus beruflichen Gründen trat er 2017 als Gemeindevertreter zurück.

2014 trat er in die SPD ein. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins.

Von Christian Zielke

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