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Blankenfelde-Mahlow Neues Wohngebiet um Golfplatz fraglich
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14:33 17.04.2019
Die Investorenfirma Caprate plant ein etwa 50 Hektar großes Gebiet in der Nähe des Golfplatzes bei Groß Kienitz zu entwickeln. Quelle: Brandenburgviewer/Caprate
Groß Kienitz

Geht es nach den Plänen der Investorenfirma Caprate aus Zossen, könnte bei Groß Kienitz bald ein großer Golf-Sport-Business-Park mit Wohnhäusern entstehen. Die Investoren haben 50 Hektar Land um den bestehenden Golfplatz herum gekauft und wollen eine alte Idee aus dem Jahr 1992 weiterentwickeln. Einige Groß Kienitzer waren von den Plänen jedoch ziemlich überrascht, denn zuvor war nie die Rede von Wohnbebauung gewesen.

Ehemaliger Ortsvorsteher schreibt offenen Brief

Eberhard Schulze, ehemaliger langjähriger Ortsvorsteher hatte noch im März in einem offenen Brief an den Bürgermeister der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow das Projekt gelobt. Groß Kienitz könne dadurch weiter aufgewertet werden, sagte Schulze.

Einen Monat später präzisierte er seine Aussagen. Er habe sich in dem Brief nur auf die Pläne bezogen, die im Jahr 1992 genehmigt worden waren, die jedoch nicht umgesetzt wurden. Die Idee der Investorenfirma, Teile der Flächen, die für die Erweiterung des Golfplatzes angedacht waren, nun für Wohnungsbau zu nutzen, sei nie geplant gewesen.

Investoren preschen vor

„Viele Groß Kienitzer sehen das als zu großes Vorhaben für unseren Ort an“, sagt Schulze auf MAZ-Nachfrage. Die Investoren seien möglicherweise etwas zu weit vor geprescht. Dennoch glaubt Schulze an einen Erfolg: „Die Entwicklung schreitet voran und wird sich nicht aufhalten lassen.“ Die Gemeinde befinde sich nun mal im „Speckgürtel“ von Berlin und habe beispielsweise mit der Niederlassung von Rolls-Royce einen starken Wirtschaftsfaktor.

Fraglich bleibt, ob die Groß Kienitzer Landeigentümer einen besseren Preis hätten erzielen können. Denn sie hatten ihre Grundstücke vor einiger Zeit in dem Glauben verkauft, der Golfplatz würde erweitert werden. Von möglicherweise lukrativer Wohnbebauung war damals nicht die Rede gewesen.

Wohnhäuser fraglich

Laut Martin Freitag, Geschäftsleitung der Investorenfirma Caprate, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher, ob und in welchem Ausmaß überhaupt Wohnhäuser auf dem Projektgrundstück gebaut werden könnten. „Wenn wir für Wohnen keine Genehmigung bekommen, bleibt es bei einer rein gewerblichen Nutzung“, sagt er auf MAZ-Nachfrage.

Besonders wichtig sei bei dem Projekt auch die Infrastruktur. Ob Wohnhäuser oder Gewerbe – die Verkehrsanbindung muss verbessert werden. Das fordert auch Eberhard Schulze. „Die Straße nach Glasow muss ausgebaut werden, sonst erstickt Groß Kienitz im Autoverkehr“, sagt er.

Einwände von Anwohnern nehmen die Planer gerne in ihr Konzept mit auf. Das bestätigte Martin Freitag. Spätestens im Herbst will Caprate der Öffentlichkeit neue Entwürfe präsentieren.

Von Jonas Nayda

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